Sozialistische Republik, bestehend aus 7 Regionen mit 50 Provinzen und drei Stadtregionen (Hanoi, Haiphong und Ho-Chi-Minh Thanh Pho). Präsident: Trân Duc Luong
Vietnam ist in sechzig Provinzen und fünf Städte unterteilt. Jede dieser administrativen Einheiten hat ein Parlament und eine Regierung, die jedoch der Zentralregierung untergeordnet sind.
Geschichte
Altertum
111 v. Chr. - 939 n.Chr.: Vietnam ist chinesisches Protektorat.
968: Dinh Bo Linh einigt das Land unter seiner Herrschaft.
1109-1225: Ly-Dynastie. Stärkung des Staatswesens nach chinesischem Vorbild und schrittweise Annexion des Nachbarstaates Champa im Süden.
Neuzeit
1834: Kambodscha wird als Provinz Tran-tay-thanh Vietnam angegliedert.
1948: Bildung einer unter französischen Aufsicht stehenden Gegenregierung in Saigon (Südvietnam), der ab 1949 der ehemalige Kaiser Bao Dai als Staatschef vorsteht.
1954 (7. Mai): Der nordvietnamesische (kommunistische) Viet Minh unter General Vo Nguyen Giap (*1910) schlägt die Franzosen in der Schlacht von Dien Bien Phu. Dieses Ereignis markiert das Ende der französischen Kolonialherrschaft in Indochina.
1954 (21. Juli): Waffenstillstand und Teilung Vietnams entlang des 17. Breitengrades in die (nördliche) Demokratische Republik Vietnam (Hauptstadt Hanoi) und die (südliche) Republik Vietnam (Hauptstadt Saigon).
1954 (16. Juni): Der südvietnamesische Staatschef Bao Dai beauftragt den Katholikenführer Ngo Dinh Diem (*1901, † 1963) mit der Regierungsbildung.
1963 (2. November): Diem wird ermordet. Darauf folgen mehrere kurzlebige Regimes, bis eine von den USA protegierte Militärjunta unter Nguyen Van Thieu (*1923) und Ngyuen Cao Ky (*1930) die Macht an sich reißt und Duong Van Minh (*1923) zum Staatschef erhebt.
1965: Beginn des systematischen Luftkriegs der USA gegen Nordvietnam und der Operation von US-Bodentruppen in Südvietnam.
1967-1968: Eskalation des Krieges. Auf der Seite der Befreiungsbewegung kämpfen rund 230.000 Partisanen und 50.000 Angehörige der offiziellen nordvietnamesischen Streitkräfte. Ihnen stehen rund 550.000 Amerikaner, ungefähr die gleiche Zahl Südvietnamesen, 50.000 Südkoreaner und kleinere Kontingente Verbündeter (darunter auch aus Australien und Neuseeland) gegenüber.
1968 (31. Januar): Tet-Offensive (Neujahrsoffensive). Die Viet Cong (kommunistische Partisanen Südvietnams) nehmen vorübergehend Teile Saigons und weiterer Städte ein, werden aber militärisch besiegt. Politisch ist die Aktion indes ein großer Sieg, da sie die öffentliche Meinung in den USA auf die Nichtgewinnbarkeit des Konfliktes hinweist.
1969: Die USA beschließen die
Vietnamisierung des Krieges und den schrittweisen Abzug ihrer Truppen.
1972: Fortsetzung und Intensivierung der US-Bombenangriffe.
1973 (28. Januar): Nach langjährigen Verhandlungen unter der Führung von Henry Kissinger und Le Duc Tho vereinbaren die Kriegsparteien einen Waffenstillstand. Damit endet die direkte Kriegsbeteiligung der USA, die Waffenlieferungen gehen jedoch weiter. Die Nordvietnamesen setzen den Kampf gegen Südvietnam fort. Die Volksbefreiungsarmee erzielt fortlaufend Gewinne in Südvietnam.
1975 (21. April): Die Volksbefreiungsarmee steht vor Saigon. Staatschef Nguyen Van Thieu legt sein Amt nieder.
1976 (2. Juli): Nord- und Südvietnam wird unter dem Namen Sozialistische Republik Vietnam wiedervereint. Saigon, die ehemalige Hauptstadt Südvietnams, wird in Ho Chi Minh Thanh Pho umbenannt.
1979 (8. Januar): Vietnamesische Truppen erobern die kambodschanische Hauptstadt Phnom Penh und stürzen das dortige Terrorregime der Roten Khmer.
1979: Die Volksrepublik China provoziert entlang der Grenze zu Vietnam bewaffnete Auseinandersetzungen, die nach wenigen Wochen wieder eingestellt werden.
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