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Die Sozialistische Republik Vietnam(Cộng hoà xã hội chủ nghĩa Việt Nam) ist ein Staat in Südost-Asien. Sie grenzt an China, Laos, Kambodscha und das Südchinesische Meer.



Inhaltsverzeichnis


1 Politik

2 Wirtschaft

3 Administrative Gliederung

4 Geschichte

  4.1 Altertum

  4.2 Neuzeit

  4.3 Indochinakrieg

  4.4 Vietnamkrieg

  4.5 Danach

5 Sehenswürdigkeiten

6 Weblinks


Politik

Sozialistische Republik, bestehend aus 7 Regionen mit 50 Provinzen und drei Stadtregionen (Hanoi, Haiphong und Ho-Chi-Minh Thanh Pho). Präsident: Trân Duc Luong


Wirtschaft

Vietnam zählt zu den wenigen bestehenden staatskapitalistischen (kommunistischen) Volkswirtschaften.


Administrative Gliederung

Hauptartikel: Administrative Gliederung Vietnams


Vietnam ist in sechzig Provinzen und fünf Städte unterteilt. Jede dieser administrativen Einheiten hat ein Parlament und eine Regierung, die jedoch der Zentralregierung untergeordnet sind.


Geschichte

Altertum

  • 111 v. Chr. - 939 n.Chr.: Vietnam ist chinesisches Protektorat.
  • 968: Dinh Bo Linh einigt das Land unter seiner Herrschaft.
  • 1109-1225: Ly-Dynastie. Stärkung des Staatswesens nach chinesischem Vorbild und schrittweise Annexion des Nachbarstaates Champa im Süden.


Neuzeit



Indochinakrieg

  • 1946: Der Versuch Frankreichs, sich auch das inzwischen unabhängige Nordvietnam wieder botmäßig zu machen, führt zum Ausbruch des Indochinakrieges. (siehe Vorgeschichte des Indochinakrieges
  • 1948: Bildung einer unter französischen Aufsicht stehenden Gegenregierung in Saigon (Südvietnam), der ab 1949 der ehemalige Kaiser Bao Dai als Staatschef vorsteht.
  • 1954 (7. Mai): Der nordvietnamesische (kommunistische) Viet Minh unter General Vo Nguyen Giap (*1910) schlägt die Franzosen in der Schlacht von Dien Bien Phu. Dieses Ereignis markiert das Ende der französischen Kolonialherrschaft in Indochina.
  • 1954 (21. Juli): Waffenstillstand und Teilung Vietnams entlang des 17. Breitengrades in die (nördliche) Demokratische Republik Vietnam (Hauptstadt Hanoi) und die (südliche) Republik Vietnam (Hauptstadt Saigon).
  • 1954 (16. Juni): Der südvietnamesische Staatschef Bao Dai beauftragt den Katholikenführer Ngo Dinh Diem (*1901, † 1963) mit der Regierungsbildung.
  • 1955 (26. Oktober): Diem entmachtet Bao Dai und erhebt sich selbst zum Staatschef.
  • 1956-1960: Unter Ngo Dinh Diem, der jede Opposition und auch den Buddhismus unterdrückt, versinkt Südvietnam immer mehr in Korruption und Chaos.
  • 1963 (2. November): Diem wird ermordet. Darauf folgen mehrere kurzlebige Regimes, bis eine von den USA protegierte Militärjunta unter Nguyen Van Thieu (*1923) und Ngyuen Cao Ky (*1930) die Macht an sich reißt und Duong Van Minh (*1923) zum Staatschef erhebt.


Vietnamkrieg

  • 1964 (30. Juli): Nach einem Zwischenfall im Golf von Tonkin (Nordvietnam) starten die USA massive "Vergeltungsangriffe" auf Nordvietnam. Dieses Ereignis bildet den Beginn des Vietnamkrieges, der bis 1975 dauert.
  • 1965: Beginn des systematischen Luftkriegs der USA gegen Nordvietnam und der Operation von US-Bodentruppen in Südvietnam.
  • 1967-1968: Eskalation des Krieges. Auf der Seite der Befreiungsbewegung kämpfen rund 230.000 Partisanen und 50.000 Angehörige der offiziellen nordvietnamesischen Streitkräfte. Ihnen stehen rund 550.000 Amerikaner, ungefähr die gleiche Zahl Südvietnamesen, 50.000 Südkoreaner und kleinere Kontingente Verbündeter (darunter auch aus Australien und Neuseeland) gegenüber.
  • 1968 (31. Januar): Tet-Offensive (Neujahrsoffensive). Die Viet Cong (kommunistische Partisanen Südvietnams) nehmen vorübergehend Teile Saigons und weiterer Städte ein, werden aber militärisch besiegt. Politisch ist die Aktion indes ein großer Sieg, da sie die öffentliche Meinung in den USA auf die Nichtgewinnbarkeit des Konfliktes hinweist.
  • 1969: Die USA beschließen die Vietnamisierung des Krieges und den schrittweisen Abzug ihrer Truppen.
  • 1969 (3. September): In Nordvietnam stirbt Ho Chi Minh.
  • 1972: Fortsetzung und Intensivierung der US-Bombenangriffe.
  • 1973 (28. Januar): Nach langjährigen Verhandlungen unter der Führung von Henry Kissinger und Le Duc Tho vereinbaren die Kriegsparteien einen Waffenstillstand. Damit endet die direkte Kriegsbeteiligung der USA, die Waffenlieferungen gehen jedoch weiter. Die Nordvietnamesen setzen den Kampf gegen Südvietnam fort. Die Volksbefreiungsarmee erzielt fortlaufend Gewinne in Südvietnam.
  • 1975 (21. April): Die Volksbefreiungsarmee steht vor Saigon. Staatschef Nguyen Van Thieu legt sein Amt nieder.
  • 1975 (30. April): Die Volksbefreiungsarmee rückt in Saigon ein. Bedingungslose Kapitulation der Südvietnamesen. Ende des Vietnamkrieges.


Danach

  • 1976 (2. Juli): Nord- und Südvietnam wird unter dem Namen Sozialistische Republik Vietnam wiedervereint. Saigon, die ehemalige Hauptstadt Südvietnams, wird in Ho Chi Minh Thanh Pho umbenannt.
  • 1979 (8. Januar): Vietnamesische Truppen erobern die kambodschanische Hauptstadt Phnom Penh und stürzen das dortige Terrorregime der Roten Khmer.
  • 1979: Die Volksrepublik China provoziert entlang der Grenze zu Vietnam bewaffnete Auseinandersetzungen, die nach wenigen Wochen wieder eingestellt werden.
  • 1989: Rückzug Vietnams aus Kambodscha.


Siehe auch:Vietnamkrieg


Sehenswürdigkeiten

von Nord nach Süd


  • Sapa:

    Bergvölker (zum Beispiel "Black H'mong") an der chinesischen Grenze

  • Hanoi:

    Hauptstadt mit 4 Mio Einwohnern: Altstadt, Hoan Kiem-See, Ho Chi Minh-Mausoleum

  • Umgebung von Hanoi:
    • Ninh Binh:

      Trockene Halongschlucht, Kalksteinfelslandschaft in Reisfeldern

    • Perfume Pagoda

      Buddhistische Pagode am Fluss

  • Halong Bucht:

    Tausende Kalksteininseln bilden atemberaubende Landschaft

  • Hue:

    alte Kaiserstadt mit Kaisergräbern und Ruinen des Kaiserpalastes

  • Da Nang:

    Marmorberge mit Höhlen, Cham-Museum, nördlich gelegen: Wolkenpass

  • Hoi An:

    alte Handelsstädtchen mit zauberhaftem Flair

  • Nha Trang:

    das vietnamesische Nizza, vorgelagerte Inseln, Po Nagar Heiligtum der Cham, Kaiserpalast

  • Mui Ne:

    Beach Resort mit Traumstränden

  • Da Lat:

    frz. geprägte Stadt im Hochland, angenehmes Klima, Schmalspurbahn, kaiserliche Sommerresidenz

  • Tay Ninh:

    großer Tempel der Cao Dai Religion, mit Besuch der Messe, eine Inszenierung wie in Disneyland

  • Cu Chi Tunnel:

    strategisches Tunnelsystem des Vietnamkriegs bei Saigon

  • Nui Ba Den:

    Granitkegel (986m) mit überwältigendem Ausblick, Wallfahrtsort, viele Pagoden

  • Ho-Chi-Minh-Stadt (ehemals Saigon) "heimliche" Hauptstadt, wirtschaftliche Metropole, 5 Mio Einwohner im Grossraum
  • Long Hai:

    ruhiger Badestrand, Beach Reorts

  • Vung Tau:

    Halbinsel und Badestrand, das Wochenendziel von Saigon aus, Kaiservilla

  • Mekong Delta:

    kanaldurchzogene fruchtbare Mündungsebene des Mekong

  • Ha Tien:

    Küstenort am Golf von Thailand, Traumstrände, schroffe Kalkinseln

  • Phu Quoc

    Traumstrände auf noch touristisch wenig erschlossenen Insel



Weblinks



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