Dieses Projekt wurde oft als deutsches Atombomben-Projekt bezeichnet. Allerdings gab es nie konkrete Aktivitäten, eine Atombombe zu bauen, die bei den deutschen Wissenschaftlern Uranbombe genannt wurde.
Albert Einstein befürchtete jedoch dies und bewegte die amerikanische Regierung, ihrerseits ein derartiges Projekt zu starten.
Konkretes Ziel des Projektes war es, einen Kernreaktor zu bauen, der einen kritischen Zustand erreicht, in dem also eine selbsterhaltende Kernreaktion wie in einem heutigen Kernkraftwerk abläuft.
Die zunehmende Bombardierung deutscher Städte behinderte das Vorhaben schwer, aber es wurde bis zuletzt weitergeführt. Das letzte Labor befand sich in einem Bierkeller unterhalb der Schlosskirche in Haigerloch, das zu Kriegsende von den Amerikanern im Zuge der ALSOS-Mission beschlagnahmt und zerstört wurde.
Heute ist in dem Keller das so genannte Atomkeller-Museum eingerichtet.
Im Zusammhang der Aktivitäten deutscher Kernphysiker am Uranprojekt und deren Motive ist ein Treffen zwischen Werner Heisenberg und Niels Bohr von großem Interesse. Dieses Treffen ist der Inhalt des Theaterstueckes Copenhagen von Michael Frayn.
Es wurde wiederholt diskutiert, ob die deutschen Wissenschaftler bereit waren, für das NS-Regime eine Atombombe zu bauen.
Die Frage stellte sich allerdings den Wissenschaftlern nicht wirklich, da eine derartige Bombe technologisch nicht in Reichweite war. Die oft zitierten Wunderwaffen der Propaganda waren Raketen und Strahlflugzeuge - ein Bereich in dem die deutsche Technik damals tatsächlich führend war. Andere Waffen, deren Einsatz in weiter Ferne war, wurden von der deutschen Rüstungsplanung schon bald nicht mehr berücksichtigt.
Der Weg zur Bombe bedeutete einen ungemein höheren Aufwand, wenn man das Manhattan-Projekt der USA dagegen hält.
Ende 1939 - Gründung des Uranprojektes und einer Forschungseinrichtung in Gottow auf dem Gelände der Heeresversuchsstelle Kummersdorf unter Leitung von Kurt Diebner
Ende 1942 - Anfrage des Heereswaffenamt über die Realisierbarkeit einer Atombombe, Antwort dass mit einer Einsatzfähigkeit innerhalb von zwei Jahren nicht zu rechnen ist. Die Priorität des Projektes wird daraufhin zurückgestuft
1943 - Walter Gerlach wird Leiter der Fachsparte Physik im zentralen Reichsforschungsrat
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