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Unified Modeling Language

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Die Unified Modeling Language ("vereinheitlichte Modellierungssprache"), häufig abgekürzt UML, ist eine von der Object Management Group entwickelte und standardisierte Beschreibungssprache um Strukturen und Abläufe in objektorientierten Programmsystemen darzustellen. Im Sinne einer Sprache definiert die UML dabei Bezeichner für die meisten Begriffe, die im Rahmen der Objektorientierung entstanden sind und legt mögliche Beziehungen zwischen diesen Begriffen fest. Die UML definiert des weiteren grafische Notationsweisen für diese Begriffe und für Modelle von Software oder anderen Abläufen, die man in diesen Begriffen formulieren kann. Damit wurde die UML zur de-Facto-Norm für "technische Zeichnungen" von Programmen und Abläufen. Sie standardisiert jedoch nicht nur die technische Zeichnung selbst, sondern auch das Datenformat, in dem diese Zeichnung in EDV-Systemen abgelegt wird (sog. XMI, eine XML-Variante). Dadurch ermöglicht es die UML im Prinzip, Modellierungsdaten zwischen Modellierungswerkzeugen unterschiedlicher Softwarehersteller auszutauschen.


Die Väter der UML (insbesondere Grady Booch, Ivar Jacobson und James Rumbaugh, auch "die drei Amigos" genannt) sind äußerst bekannte Propagandisten der objektorientierten Programmierung, die alle bereits ihre (mehr oder weniger ähnlichen) eigenen Systeme entwickelt hatten. Als sie zusammen beim Unternehmen "Rational" beschäftigt waren, entstand der Ansatz, die verschiedenen Notationssysteme strukturiert zusammenzuführen.


[Bild extern:] Historie der objektorientieren Methoden und Notationen


Die UML wurde am 19. November 1997 von der Object Management Group als Standard akzeptiert und wird seit dem von der Object Management Group weiterentwickelt.


Im Juni 2003 wurde die jüngste Version 2.0 der UML von der Object Management Group veröffentlicht. Diese Version unterstützt 13 Diagrammtypen:


Strukturdiagramme


Verhaltensdiagramme


UML ist programmiersprachenunabhängig, wobei die volle Bandbreite der Modellierungsmöglichkeiten mittels UML erst bei objektorientierten oder objektbasierten Programmiersprachen ausgeschöpft werden kann.


Die statische Struktursemantik der UML-Diagrammsprachen (d.h. das Metamodell) basiert auf dem OMG-Standard der MOF (Meta Object Facility).


CASE-Werkzeuge (Computer Aided Software Engineering) helfen beim Erstellen von UML-Modellen. Die Werkzeuge können aus den Diagrammen Quelltexte generieren - darin liegt die besondere Leistungsfähigkeit von UML-Tools. Auch können sie vorhandenen Code einlesen und daraus die entsprechenden Diagramme erzeugen. Diese beiden Funktionalitäten erlauben Roundtrip-Engineering.


Der Datenaustausch zwischen Werkzeugen verschiedener Hersteller erfolgt über das Textformat XMI (XML Metadata Interchange).


Zur Unterstützung der OMG Bemühungen um die Model Driven Architecture war es notwendig, die Basis der UML, das UML Metamodell vollständig und widerspruchsfrei zu machen.


Seit Anfang 2004 bietet die Object Management Group die Möglichkeit der


UML Zertifizierung an.


Siehe auch



Literatur

  • G.Booch, J.Rumbaugh, I.Jacobsen: Das UML-Benutzerhandbuch, Addison-Wesley, 1999, ISBN_3-8273-1486-0
  • M. Jeckle, C. Rupp, J. Hahn, B. Zengler, S. Queins: UML 2 glasklar, Hanser-Verlag, 2003, ISBN_9-446-22575-7
  • B. Oestereich: Objektorientierte Softwareentwicklung mit der UML 2.0, Oldenbourg Verlag, 2004, ISBN_3486272667
  • T. Weilkiens, B. Oestereich: UML2 Zertifizierung, Dpunkt Verlag, 2004, ISBN_3898642941
  • Heide Balzert, Lehrbuch der Objektmodellierung, Spektrum Akademischer Verlag, 1999, ISBN_3-8274-0285-9


Weblinks



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