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Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands

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Die Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands (USPD) wurde nach der Spaltung der SPD am 6.-8. April 1917 auf dem Gothaer Parteitag von vorwiegend linken Mitgliedern, vor allem der gegen den Krieg agitierenden "Gruppe Internationale" gegründet. Diese hatte sich in der Frage des Burgfriedens, was die Zustimmung zu den Kriegskrediten im 1. Weltkrieg beinhaltete, der Parteimehrheit widersetzt. Der andere Flügel wurde zur MSPD. Am Gründungsparteitag nahmen Delegierte aus 91 sozialdemokratischen Wahlkreisorganisationen und 15 Reichstagsabgeordnete teil. Hauptziel der USPD war es, die Fortsetzung des Krieges zu verhindern. Bekannte Vertreter waren, neben den beiden Parteivorsitzenden Wilhelm Dittmann und Hugo Haase, Kurt Eisner, Rosa Luxemburg, Karl Liebknecht und Eduard Bernstein. USPD-Mitglieder waren am Anfang der Weimarer Republik oft Opfer politischer Morde (Eisner, Luxemburg, Liebknecht).


Luxemburg und Liebknecht waren zugleich auch Wortführer des Spartakusbundes, der aus der Gruppe Internationale hervorgegangen war, und der während des 1. Weltkriegs die linke Fraktion der USPD bildete. Nach dem Krieg war der Spartakusbund eine parteiunabhängige revolutionäre Organisation, die in der Novemberrevolution eine sozialistische Räterepublik nach dem Vorbild der jungen Sowjetunion anstrebte, bis aus ihm die KPD hervorging.


Nach der Novemberrevolution von 1918 bildete die USPD mit der SPD den Rat der Volksbeauftragten, trat aber bereits Anfang Januar 1919 aus der Regierung aus. Sie war auch an Revolutionen und Aufständen in anderen Ländern beteiligt. Durch die Radikalisierung der Arbeiterschaft konnte die USPD eine Massenbasis gewinnen und bei den Reichstagswahlen 1920 17,6% der Stimmen erreichen.


In der Frage des Beitritts zur 3. (kommunistischen) Internationale spaltete sich jedoch Ende 1920 die heterogene Partei: während sich eine Parteitagsmehrheit (aber nur eine Minderheit der Mitglieder) für einen Anschluss an die aus dem Spartakusbund im Januar 1919 hervorgegangene KPD entschied, schloss sich der rechte Flügel (wie zum Beispiel Eduard Bernstein, Karl Kautsky und Rudolf Hilferding) 1922 wieder der SPD an. Nur eine kleiner Rest existierte bis 1931 als Splitterpartei weiter.


Siehe auch: Organisierter Kapitalismus, Münchner Räterepublik


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