Unter Umweltverschmutzung wird im Rahmen des Umweltschutzes ganz allgemein die Verschmutzung der Umwelt, das heißt des natürlichen Lebensumfelds der Menschen, verstanden.
Ausprägungen
Umweltverschmutzung wird in verschiedene Typen eingeteilt, darunter fallen beispielsweise Luftverschmutzung, Gewässerverschmutzung, Grundwasserbelastung, Verunreinigung des Bodens, aber auch das erhöhte Lärmaufkommen in stark besiedelten Gebieten. Eine der neueren Formen der Umweltverschmutzung ist die Lichtverschmutzung.
Ein Beispiel für akute Schäden durch Umweltverschmutzung - aber auch deren erfolgreiche Eindämmung - war das als Waldsterben oder neuartige Waldschäden bezeichnete, in den 1980er Jahren aufgetretene Phänomen der großflächigen Degeneration von Wäldern in Mitteleuropa.
Das drängendste, gleichzeitig am schwierigsten angehbare Problem der Umweltverschmutzung ist das Problem der Treibhausgase und der damit einhergehenden globalen Erwärmung des Klimas.
Eine Ursache der Umweltverschmutzung wird oft in der kapitalistischen Wirtschaftsordnung gesehen. Tatsächlich aber war die Umweltschmutzung in sozialistischen Staaten vergleichbar, teilweise sogar ausgeprägter. Unabhängig von der Wirtschaftsordnung wird der Konsument zum Trittbrettfahrer: Die ökonomische Theorie des Marktversagens zeigt vielmehr, dass sowohl in kapitalistischen als auch sozialistischen Wirtschaftsordnungen ein Anreiz zur Verschmutzung der Umwelt besteht. Insbesondere Güter, die keiner Ausschließbarkeit untersetzt sind, neigen nämlich dazu, ausgebeutet zu werden. Das sind aber gerade Güter wie Luft, Meeresfische, oder Wasser in Flüssen, an deren Konsum im Gegensatz zu nichtausschließbaren Gütern wie Erzen niemand gehindert werden kann. Vielmehr besteht sogar ein Anreiz des Konsums, da beispielsweise Luft kostenlos zur Verfügung steht.
Ökonomen sprechen in diesem Zusammenhang von negativen externen Effekten, da ein Nebenprodukt des Konsums eine Belastung externer Dritter durch Umweltverschmutzung ist. Während beispielsweise der Kapitalismus, aber eben auch andere Wirtschaftsordnungen, bei privaten Gütern bestmögliche Lösungen in der Allokation der Güter liefern, entsteht Marktversagen bei Gütern, deren Konsum negative externe Effekte verursacht.
Ein Problem liegt nun in einem Zielkonflikt zwischen dem Ziel einer sauberen Umwelt und dem Ziel einer wachsenden Wirtschaft. Denn zur Produktion von Gütern ist eine gewisse Umweltverschmutzung nicht auszuschließen. Geht man von einer Höchstgrenze zur Verschmutzung der Umwelt aus, so ist aus volkswirtschaftlicher Sicht der Emissionsrechtehandel eine gute Lösung zur Verringerung der Umweltverschmutzung. Diese Lösung wurde vom Ökonomen Harold Demsetz formuliert.
Die Umwelt wird unter anderem durch Haushalte, Industriebetriebe und Kraftfahrzeuge verschmutzt, da diese im Übermaß Stoffe freisetzen, die das natürliche Gleichgewicht stören und von der Natur nicht auf natürlichem Wege, z.B. durch Verrottung, abgebaut werden können (siehe auch Critical Loads).
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