Im Jahr 1917 trat er der USPD bei, einer Abspaltung der SPD. Bei der Novemberrevolution1918 war Ulbricht Mitglied des Soldatenrates seines Korps. Nach der Rückkehr nach Leipzig nahm er 1919 an der Gründung der KPD teil, für die er von 1926 bis 1929 im sächsischen Landtag saß. Ab 1928 war er auch Mitglied des Reichstags und kurz darauf auch im Zentralkomitee (ZK) seiner Partei.
Nach der Machtübernahme durch die NSDAP1933 führte er die Arbeit der KPD in der Illegalität weiter. Er wurde daher bald steckbrieflich gesucht und emigrierte nach Paris. Nach Arbeit in Paris und Prag zog er nach Moskau, wo er nach Ausbruch des 2. Weltkrieges beim deutschsprachigen Programm von Radio Moskau arbeitete. In Kriegsgefangenenlagern und an der sowjetischen Front betreute er deutsche Soldaten und versuchte sie für den Aufbau eines deutschen Staates im Sinne der KPD zu gewinnen. So war er 1943 Mitbegründer des "Nationalkomitees Freies Deutschland" (NKFD) in der UdSSR, ein Aktionsbündnis von Menschen, die gegen den Faschismus kämpfen wollten.
Nach der Gründung der DDR am 7. Oktober1949 wurde er stellvertretender Vorsitzender im Ministerrat. 1950 folgte die Ernennung zum Generalsekretär des ZK der SED, 1953 zum Ersten Sekretär des ZK der SED. 1960 wurde er Vorsitzender des Nationalen Verteidigungsrates und Vorsitzender des Staatsrates und somit Staatsoberhaupt der DDR.
Am 13. August1961 begann unter seiner Führung der Bau der Berliner Mauer. Dem Einmarsch sowjetischer Truppen in Prag 1968 und somit der Niederschlagung des Prager Frühlings stand Ulbricht positiv gegenüber.
Nach Streitigkeiten mit Teilen der Parteiführung im Bereich der Wirtschafts- und Außenpolitik 1970 kam es zur Schwächung seiner Position in der Partei.
1971 wurde er gezwungen, aus "gesundheitlichen Gründen" von fast allen seinen Ämtern zurückzutreten, und wurde von Erich Honecker abgelöst. Das Amt des Vorsitzenden des Staatsrats behielt er allerdings bis an sein Lebensende.
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