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Ugaritische Religion

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Die Erzählungen der Ugaritischen Mythen zu deren Gottheiten stammen aus der Zeit um ca. 1500-1200 v. Chr.


Der ursprüngliche Haupt-Gott der Ugariten ist El oder Bull-El.


Inhaltsverzeichnis


1 Regionale Bedeutung

2 Götter

  2.1 El

  2.2 Baal

  2.3 Yam

  2.4 tsedeq

3 Göttinnen

  3.1 Athirat

  3.2 Anat

  3.3 Asherah

4 Göttliche Einheiten

5 Ugaritische Referenzen in fremden Quellen

6 Literatur

7 Web Links


Regionale Bedeutung

Im Ort Ugarit wurde als Haupt-Gott bald Baal verehrt.


Sein Heim war ein Berg nördlich von Ugarit, der den Namen Baal-Zephon trug. Der Ort dürfte durch die Seefahrer der Hyksos (waren bereits ca. 1540 v. Chr. bekannt) kulturell/religiös stark beeinflusst worden sein, welche Baal in der Form Baal-Zephon/Baal-Hadad verehrten.


Da Ugarit in Syrien liegt, ist es klar dem


aramäischen Kulturkreis zuzurechnen.


Somit ist der Baal-Kult den Aramäern zugehörig und konnte wegen der großen Rolle dieses Volksstammes für die ganze Region des nahen Ostens ebenso große Bedeutung gewinnen, insbesondere auch für die von den Aramäern abstammenden Israeliten.


<--- check this --- is this correct ???


Um ca. 1200 v. Chr. (frühe Eisenzeit), wurden die Hügel im Land Kanaan plötzlich mit hunderten von neuen Orten überzogen, möglicherweise durch die Aramäer, welche durch Krieg und Hunger zur Auswanderung aus ihren Gebieten gezwungen wurden.


(Es kann sein, dass zunächst eine vorübergehende Auswanderung nach Ägypten stattfand und dass sich die Aramäer erst bei der


Rückkehr aus Ägypten in Kanaan fest gesiedelt haben.)


Es ist anzunehmen, dass damit der Baal-Kult eine noch weitere regionale Verbreitung und Blüte erfuhr.


Die Ausdehnung der Besiedlung von Galiläa bis hin zur Wüste Negeb wird in der Bibel im Buch Josua erwähnt.


--->


<--- you have to translate and rewrite this for inclusion!


We are informed that an agrarian Israel under the Judges, whose simple rural village life appears to be reflected in the Iron I period, worshipped Baal and Yahweh.


--->


Götter

El

In den ugaritischn Mythen wird der Haupt-Gott


El oder Bull-El genannt.


Auch die Form Elohim (Mehrzahl für Majestät) ist gebräuchlich.


Er wird grauhaarig und mit Bart beschrieben.


Er ist sowohl der Göttervater und auch der Vater der Menschheit (ab-adm).


(Dieses Konzept des Menschen-Schöpfers findet sich später im hebräisch-biblischen Adam,


dem ersten Menschen, aber auch schon zuvor im sumerischen Mythos um Adapa.)


Bull-El ist der Vater des Gottes Baal (auch als Baal-Hadad bekannt)


und des Gottes Yam (auch Yaw genannt).


Mit dem Namenszusatz Bull (Bulle) wird verknüpft, dass seine Söhne als Bullen-Kälber geboren wurden und später selbst zu Bullen wurden.


El (oder Bull-El) lebt in der Tiefe eines Berges oder Gebirges, an der Quelle der zweifachen Tiefe (tehom; ursprünglich


babylonische Meeresgöttin Tiamat;


im Buch Genesis der Bibel wird Yahweh-Elohim zu Begin mit tehom - "die Tiefe", verknüpft), welche die Quelle von Süß- und Salzwasser (Meer) darstellt.


(Es besteht somit eine systematische Verwandtheit mit dem


sumerischen Erd- und Quellen-Gott Enki


der in der Unterwelt von Abzu herrschte.)


Baal

Der Gott Baal oder auch Baal-Haddad (kurz Adad)


wird mit den Gewitterwolken verknüpft, welche die Erde befeuchten.


Im indischen Gilgamesch Epos wird Baal als Gott dargestellt, dessen Regen irgendwann sogar eine Flut verursachen wird, welche dann die ganze Menschheit vernichtet.


Gewitterwolken werden als Adad's Kälber bezeichnet. Der Donner wird als Baal's Stimme interpretiert.


Baal-Haddad wird manchmal auf einem Bullen stehend abgebildet, wobei er Blitze von sich schleudert.


Baal kämpfte mit seinem Bruder Yam um die Herrschaft der Erde.


In den ugaritischen Mythen besiegt Baal den drakonischen Yam.


Somit ist Baal am Ende auch der Beherrscher der Meere.


Diese Herrschaft sicherte den Hyksos gutes Wetter für die Schifffahrt, was günstig für ihren darauf aufbauenden Seehandel war.


Somit war Baal-Hadad für die Hyksos auch der Sturm-Gott.


(Die unterstellten Feindseligkeiten zwischen Baal und seinem Bruder Yam um die Herrschaft der Erde fand man später in der Beziehung zwischen dem ugaritischen Baal und dem biblischen Yahweh in der Periode von ca. 1200 bis 587 v. Chr. unmittelbar fortgesetzt.)


Nach alternativer Quelle begründete Baal seine Herrschaft über die Welt durch Unterwerfung des widerspenstigen kosmischen Wassers, welche durch eine Schlange oder einen Drachen symbolisiert wurde.


(Es gibt Psalmen die Yahweh schildern, wie er das Wasser zusammen mit den Drachen Leviathan und Rahab unterwirft.)


Yam

Der Meeresgott Yam (Meer) wird auch Nahar (Fluss) genannt und gilt somit als Wasser-Gottheit.


Er erhält von El einen neuen Namen: Yaw (hebräisch Meer).


tsedeq

Für die Kanaaniter war tsedeq die wohlmeinende Form des Sonnengottes.


Dieser mächtige Gott wachte als Richter über die Welt, um versteckte Verbrechen ans Licht zu bringen, um die an Unschuldigen begangenen Übeltaten zu richten.


Göttinnen

Athirat

El/Bull-El's Frau ist Athirat (die auf dem Wasser geht,


auch mit Ashirat oder Ashtirat benannt).


Anat

Baal's Gemahlin ist Anat (auch "Königin des Himmels" in den Mythen der späten Bronzezeit).


(Möglicherweise angelehnt an Inana, eine sumerische Himmelskönigin.)


Sie wird auch Attart-shem-Baal genannt,was bedeutet 'Attart, Name von Baal'. Sie wird also eindeutig Baal zugeordnet.


Asherah

Yam/Yaw's Frau hieß Ashtoreth/Asherah.


Sie wird in einem ägyptischen Papyrus auch bezeichnet als "Die Braut des tyrenischen Meeres".


Im Alten Testament, wo sie man sie als Ashtoreth findet, wird vor allem ihr Fruchtbarkeist-Aspekt betont.


Göttliche Einheiten

Da schon in historischen Quellen oftmals die Götter Baal und Yaw ihrem Wesen nach stark miteinander vermengt sind, werden auch Anat und Ashtoreth gerne als nur eine Person gesehen.


Da El als Universalgott allen Göttern innewohnt, findet man in ihm teilweise sogar die Person von Athirat ebenfalls mit eingebunden.


Die Verwendung der ugaritischen Götter als meist zweigeschlechtliche Doppel-Gottheiten (Janus-Kopf) wurde insbesondere während der persischen Periode praktiziert.


Beispiele:


  • Ashart-Anat,
  • Ashtart-Yaw,
  • Anat-Yaw, gilt als Sonnengott,
  • Ashim-Bethel,
  • Anat-Bethel (entspricht dem phönizischen Melk-Ashtart),
  • Eshmun-Ashtart.


Ugaritische Referenzen in fremden Quellen

In der Bibel-Geschichte um den Empfang der Gesetzestafeln von Yahweh durch Moses am Berg Sinai finden sich zahlreiche Symbole der ugaritischen/kanaanitischen Kulte.


Während Mose auf dem von Gewitterwolken (Adad's Kalb, Baal) verhüllten Berg ist, wird vom Volk am Fuß des Berges ein goldenes Kalb (wiederum Baal?) errichtet und verehrt.


Bei der Rückkehr vom Berg klassifiziert Mose das Kalb als unzulässiges Göztenbild (Monotheismus, 1. Gebot der Bibel im AT: Du sollst keine anderen Götter neben mir haben) und vernichtet die Statue umgehend.


Die Verfasser der Bibel sind nicht sehr erschöpfend, was Baal angeht.


Jedoch scheint in dieser Phase aus der ugaritischen Trinität (Bull-El, Baal-Hadad and Yam) im Volk der Wechsel zum Glauben an den alles vereinenden biblischen Gott Yahweh vorgenommen worden zu sein.


In diesem Sinne werden auf Yahweh alle bekannten Attribute der Gottheiten um Baal aus der Region Kanaan übertragen.


Es finden sich im Selbstverständnis von Yahweh auch mehrere deutliche Ähnlichkeiten zum ägyptischen Gott Aton des Pharaos Echnaton.


An späterer Stelle wird in der Bibel aber wiederum scharf abgegrenzt:


Jahweh ist eben nicht im Gewitter, im Sturm oder im Erdbeben.


Der biblische Gott ist in diesem Sinne also kein paganistischer


oder animistischer Gott. Somit kann er auch nicht als eine einfache Summation der ugaristischen Natur-Götter gesehen werden.


Er hat nur die Macht über die Natur, aber er ist nicht die Natur selbst.


Mit den Attributen und dem für Baal-Haddad typischen Wirkungen verknüpft man in der Bibel oft auch Yahweh. Zwar gibt es noch die Namensähnlichkeit zwischen Yahweh und Yam, doch offenbar ist das und die Feinseligkeit mit Baal auch schon alles, was diese beiden Götter gemein haben.


Hosea 2:16 belegt, dass Ba'al bzw. Baali


eine gebräuchliche Anrede für Yahweh war, die sich aber nach Gottes eigener Prohpezeihung in der Zukunft ändern wird.


Israel's erster König Saul hatte Söhne, die Baal-Namen trugen.


Dies deutet auf ein langfristiges Nebeneinander von Baal und Yahweh hin.


In Deuteronomium, 32:8 wird erzählt, wie El Elyon (El, der Höchste)


die Nationen zwischen seinen Söhnen aufteilte.


Yahweh erhielt dabei Israel zugesprochen.


Als das Königreich Israel später geteilt wurde,blieb er als Schutzgott beider Teile erhalten.


Weitere Schutz- und Hauptgötter in der Region:




Es war damals typisch, dass der Schutzgott des jeweiligen Volkes alsbald über alle anderen Götter hervorgehoben wurde.


Dies wurde auch Yahweh zuteil, indem er sogar mit El gleichgesetzt wurde.


Ein gebräuchlicher Beiname von El war Elyon (der Höchste)


und wird zum Beispiel so in den Psalmen verwendet, die Yahweh huldigen.


Somit steht die Rolle und der Charakter des Gottes Yahweh sogar noch eher in der Tradition des Obergottes El (und weniger der von Baal),


der sich wiederum vom sumerischen Gott Enki ableitet.


Literatur

  • Stephen Herbert Langdon. The Mythology of All Races - Semitic. Vol. 5. Boston. Marshall Jones Company. 1931
  • John Gray, 'The god Yaw in the Religion of Canaan,' in Journal of Near Eastern Studies. Chicacgo. Vol. 12. 1953
  • T.H. Gaster, "Myth, Mythology," Interpreter's Dictionary of the Bible. Nashville, Tennessee. Abingdon Press. 1962
  • Samuel Noah Kramer and John Maier. Myths of Enki, the Crafty God. New York and Oxford. Oxford University Press. 1989
  • Norman Cohn. Cosmos, Chaos and the World to Come, The Ancient Roots of Apocalyptic Faith. New Haven and London. Yale University Press. 1993


Web Links



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