Der Volksstamm der Tschigil oder Tschigilen (Eigenbezeichnung: Çiğil) gehört zu den älteren Turkvölkern. Sie trennten sich im 6. Jahrhundert von den Kyptschaken, die weiter nach Westen zogen. Die Tschigil waren demnach Teil der Kimeken.
Ab 552 gehörten sie zu den Göktürken des Bumin Khagan.
Im 7. Jahrhundert zogen sie in die Nähe des Aralsees und ließen sich am Lauf des Amu-Darja nieder, wo sie ein Reich gründeten. Dort wurden sie die westlichen Nachbarn der Türgesch. Im Westen siedelten aber auch Teilstämme der Oghusen, mit denen die Tschigil mehr als verfeindet waren - sie haßten sich!
Ferner zogen Volksteile in die Gegenden des südwestlichen Issyk-kul und ließen sich in der Region Talas-Kaschgar nieder. Dort gerieten sie ab dem 9. Jahrhundert unter dem politischen Einfluß der Karluken. Teile der Tschigilen fühlten sich schließlich auch als Karluken und gingen folglich in diesen auf.
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