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Tschad

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Die Republik Tschad (arab.: جمهوريّة تشاد, franz.: République du Tchad) liegt in Zentralafrika. Sie grenzt an Libyen im Norden, den Sudan im Osten, im Süden an die Zentralafrikanische Republik und im Westen an Kamerun, Niger und Nigeria.


Inhaltsverzeichnis


1 Geschichte

2 Geografie

3 Landesnatur und Klima

4 Staat und Recht

  4.1 Präsidenten:

5 Wirtschaft

6 näheres über Handel Wirtschaft Tourismus siehe


Geschichte

(Stand: April 2003)


Vorkoloniale Periode:


Partielle Besiedlung bereits im 6. Jahrhundert v. Chr. Später Entstehung größerer islamischer Staaten: am Tschadsee; Baguirmi; Logone-Stadtstaaten; Sultanat Ouaddaï.


Erste genauere Kenntnisse der Region durch die Forschungsreisenden des 19. Jahrhunderts: Hornemann 1800; Denham 1823; Barth, Overweg 1850; Vogel, Nachtigal 1855.


Koloniale Periode:


1900:


Frankreich errichtet das Militärterritorium der Länder und Protektorate des Tschad


1908


Frankreich schafft das Verwaltungsgebiet Französisch-Äquatorialafrika, darin die Kolonie Tschad Zwischen den Weltkriegen erhält die Kolonie Tschad ihre heutigen Grenzen


1934


Die Grenzziehung im Norden zur italienischen Kolonie Libyen wird von Italien nicht ratifiziert; Grundlage des späteren Aouzou-Konflikts


1958


1. Verfassung des Tschad: Territoriale Versammlung billigt den autonomen Status des Landes als Mitglied der Communauté Française


11.08.1960


Unabhängigkeit des Landes; Ngarte Tombalbaye (aus dem Süden) erster Präsident. Nord-Süd-Gegensatz dominiert Innenpolitik (Nordisten: islamisch-arabisch-berberische Stämme; Sudisten: schwarzafrikanisch-christlich-animistische Stämme).


1966


Gründung von (muslimischer) FROLINAT gegen christlich-sudistische Dominanz; Beginn des Bürgerkrieges.


1969


Intervention Frankreichs auf Seiten Tombalbayes; Libyen, Algerien, Sudan unterstützen FROLINAT


1973


Libyen besetzt den Aouzou-Streifen


1975


General Malloum stürzt Tombalbaye, wird Präsident; Hissein Habré Premierminister


1976


Bruch zwischen Gaddhafi und Habré; Weddeye kämpft mit Gaddhafi gegen Zentralregierung


1979


Frontwechsel Habrés zu Weddeye; Eroberung N’Djamenas; "Gouvernement d’Union Nationale de Transition" unter Weddeye


1980


Bruch zwischen Habré und Weddeye ("2. Schlacht um N’Djamena"); Libyen greift auf Bitte Weddeyes ein; Gaddhafi zieht auf französischen Druck seine Truppen zurück; Habré kann mit ägyptischer, sudanesischer und amerikanischer Hilfe Weddeye verdrängen.


1982


Eroberung N’Djamenas durch Habré; Beginn der sog. 2. Republik (1982-1990); Periode schwerster Menschenrechtsverletzungen


1983


De-facto-Zweiteilung des Tschad am 16. Breitengrad. Libysche Militärpräsenz im Norden, insbes. Aouzou-Streifen


1986-87


Offensive der tschadischen Regierungstruppen; französische Militäroperation "Epervier"; die libyschen Truppen werden, bis auf Aouzou-Streifen, aus allen Stützpunkten verdrängt.


1989


Vertrag von Algier über die friedliche Regelung des Aouzou- Grenzkonflikts


1990


Aouzou-Konflikt vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) in Den Haag; Sturz Habrés durch die bewaffnete Opposition des "Mouvement Patriotique du Salut" (Idriss Déby); Déby nimmt N’Djamena ein; Habré flieht.


1993


Nationalkonferenz verabschiedet Übergangsverfassung, Übergangsparlament und -regierung


1994


IGH spricht Tschad den Aouzou-Streifen wieder zu.


Dezember 1994/Januar 1995


Wählerregistrierung; Durchführung und Ergebnisse werden beanstandet und vom Obersten Gerichtshof annulliert. Der bestehende Wahlkalender wird wieder obsolet, die Transitionsphase um ein weiteres Jahr bis zum 08.04.1996 verlängert


1996


Verfassungsreferendum; neue Verfassung tritt in Kraft


03.07.1996


Stichwahl Déby/ Kamougué


14.07.1996


Feststellung des offiziellen Endergebnisses durch die Cour d’Appel: Déby 69%; Kamougue 31%


Anfang 1997


Parlamentswahlen Endergebnis: MPS 66 Sitze, URD (29), UNDR (14), UDR (4), RDP und PLD (je 3), AND (2) und UNRT, CNDS, FAR, ACTUS (je 1)


Ende 1998


Beginn der bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Regierungstruppen und Rebellen um Youssouf Togoimi (Tibesti-Konflikt)-


Oktober 2000


Baubeginn für Pipeline-Projekt zur Erschließung der Erdölfelder in Doba


Mai 2001


Wiederwahl Präsident Déby


Dezember 2001


Friedensabkommen der Regierung mit den Rebellen im Tibesti


(Quelle: Auswärtiges Amt)


Geografie

Das Tschadbecken, (inkl. des Tschadsees), nimmt einen Großteil der Landesfläche ein.


Über das Tschadbecken erheben sich im Osten das Hochland von Ennedi (1450 m) und Ouadaï, im Norden das Tibestigebirge mit 3415 m im Emi Koussi.


Hauptflüsse sind Schari und Logone.


Landesnatur und Klima

Tschad erstreckt sich von der trockenen Wüste Sahara im Norden (Tibesti, 3415m über NN) über die Klima- und Vegetationszonen (Dornstrauch- und Trockensavannen, an den Flüssen auch Überschwemmungssavannen und Galeriewälder) des Sahel und des Sudan bis zum Bereich der Trockenwälder im äußersten Süden.


Tschad schließt den östlichen Teil des Tschadbeckens mit dem größten Teil des Tschadsees ein.


Im Süden des Landes herrscht ein nahezu tropisches, wechselfeuchtes Klima mit bis über 1100 mm Niederschlag.


Im Norden herrscht Wüstenklima mit großen täglichen Temperaturunterschieden und extrem seltenen Niederschlägen mit 20-40 mm Niederschlag im Jahr vor, im Gebirge gibt es ca. 1000 mm Niederschlag jährlich.


Staat und Recht

Tschad wurde am 11. August 1960 als unabhängige Republik aus französischer Kolonialherrschaft entlassen.


Nach der Verfassung vom 14. April 1996 ist Tschad eine präsidiale Republik mit Mehrparteiensystem. Staatsoberhaupt und Oberbefehlshaber der Armee ist der mit weit reichenden exekutiven Vollmachten ausgestattete Präsident, der auf 5 Jahre direkt gewählt wird.


Die Legislative liegt beim Zweikammerparlament, das aus Nationalversammlung und Senat besteht. Die Nationalversammlung hat 125 auf einen Zeitraum von 4 Jahren gewählte Abgeordnete, die Mitglieder des Senats sind auf 6 Jahre zu wählen, der Senat ist allerdings bisher noch nicht etabliert.


Die Exekutive wird vom Ministerrat unter der Leitung des vom Präsidenten ernannten Ministerpräsidenten ausgeübt.


Zu den wichtigsten Parteien gehört die Patriotische Wohlfahrtsbewegung (MPS), die Union für Erneuerung und Demokratie (URD) sowie die Nationale Union für Demokratie und Erneuerung (UNDR).


Präsidenten:



Wirtschaft

Aufgrund des Bürgerkriegs und wegen längerer Dürreperioden gehört Tschad zu den ärmsten Gegenden der Welt und ist auf internationale Unterstützung (z. B. in Form von Lebensmitteln) angewiesen.


Rund 90% der Bevölkerung leben von der Landwirtschaft, also dem Ackerbau und der Viehzucht.


Tschad besitzt nahezu keine Bodenschätze, abgebaut werden Stein- und Natronsalz.


Haupthandelspartner sind Frankreich, Kamerun und Nigeria.


Wichtigstes Exportgut mit einem Exportanteil von 40% ist Baumwolle


Importgüter sind unter anderem Erdöl und Erdölprodukte(z. B. Benzin...), Getreide und Textilien.


näheres über Handel Wirtschaft Tourismus siehe



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