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Trompete

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[Bild extern:] Trompete

[Bild extern:] Wah-Wah-Dämpfer für Trompeten


Die Trompete ist ein Blechblasinstrument mit Kesselmundstück in hoher Lage; die Mensur ist eng und die Bohrung überwiegend zylindrisch. Sie ist meistens in B gestimmt. Notiert wird sie üblicherweise in B (das heißt ein notiertes C erklingt beim Spielen als B), somit gehört sie zu den transponierenden Instrumenten. Davon abweichend werden im Posaunenchor zwar B-Instrumente gespielt, aber so notiert wie sie erklingen ("in C" oder auch "Kuhlo-Schreibweise"). Es gibt auch Trompeten in C, D, Es, F, A sowie in Hoch-B, Hoch-A, Hoch-G (auch Piccolo-Trompeten genannt), die dann in der Regel in der jeweiligen Tonart notiert werden.


Inhaltsverzeichnis


1 Geschichte

2 Bauformen

  2.1 verwandte Instrumente

3 Bekannte Trompeter


Geschichte

Geschichtlich entstammt die Trompete den Tierhörnern.


In der Bronzezeit wurden die Tierhörner erstmals aus Metall nachgebaut. Daraus entwickelten sich Naturtrompeten. Das sind Trompeten ohne Ventile, auf denen normalerweise nur Naturtöne gespielt werden können. (Siehe auch Fanfare.)


Trompeten (oder ähnliche Instrumente) wurden praktisch immer auch als Signalinstrumente verwendet. Beispielsweise mussten alle Türmer in den Städten (Signal-)Trompete spielen können. Daraus resultiert auch eine hohe gesellschaftliche Anerkennung der Trompeter, die sich meist auch finanziell bemerkbar machte. Oftmals waren die Türmer/Trompeter bereits seit dem Mittelalter auch als Berufsgruppe anerkannt - anders als alle anderen Musiker.


Aber auch im Militär-Handwerk spielten die Trompeter als Signalgeber (Datenüberträger) eine wichtige Rolle.


Erst im 19. Jahrhundert entwickelten sich die Ventile.


Moderne Trompeten besitzen drei Ventile. Damit sind alle chromatischen Tonabstufungen zwischen den Naturtönen spielbar.


In den letzten Jahrzehnten ist das Spielen der Trompete sehr populär geworden. Die Nachfrage nach Instrumenten wird heute meist durch große Instrumentenbaukonzerne gedeckt. Zu nennen sind hier vor allem Yamaha, Bach, Getzen, Blessing, Conn und Jupiter. Bei den "deutschen Trompeten" sind heimische Hersteller wie Monke, Kühn, Melton, Scherzer und Schargerl immer noch erste Wahl. Und natürlich gibt es nach wie vor eine Reihe von Blechblasinstrumentenbaumeistern, die in der Lage sind, perfekte Instrumente dem Musiker auf den Leib zu schneidern (was nicht unbedingt teuerer sein muss als ein Instrument von der Stange).


Der Preis für eine neue Trompete liegt ca. zwischen 150,- und 10.000,- Euro.


Bauformen

Man unterscheidet Trompeten in ihrer Ausführung mit Drehventilen (Zylinderventilen) oder Pumpventilen (auch Perinet-Ventile genannt). Trompeten mit Pumpventilen werden aufrecht gehalten; die Bauweise mit Drehventilen mehr oder weniger waagerecht. Beide Varianten waren zum Ende des 19. Jahrhunderts praktikabel entwickelt. Während in der Kunstmusik in Deutschland fast nur Trompeten mit Zylinderventilen ("Deutsche Trompete") gespielt werden, ist die "Jazztrompete" mit Pumpventilen das führende Instrument in der Unterhaltungsmusik.


Jazztrompeten sind gegenüber der klassischen Trompete mechanisch weniger aufwändig und erlauben die Generierung verschiedener Effekte durch nur teilweises Durchdrücken des Ventils ("schmieren", s. auch blue note). Außerdem haben Jazztrompeten meist einen "knackigeren" Ton als klassische Trompeten. Dieser Tonunterschied ist aber durch einen anderen Rohrverlauf und ein kleineres Schallstück bedingt.


Der Luftwiderstand fällt je nach verwendeter "Maschine" (Zylinder-/Drehventile) unterschiedlich hoch aus. Während bei Pumpventilen ein geringer Luftwiderstand aus den recht großen und geraden Bohrungen resultiert, ist er bei den Modellen mit Drehventilen deutlich höher. Dies liegt in den kleineren Bohrungen und der zusätzlichen Krümmung um 90° im Ventil begründet.


Dieses unterschiedliche Verhalten führt dazu, dass bei "Jazztrompeten" häufig Mundstücke mit kleineren Bohrungen verwendet werden, als bei Trompeten mit Umlenkventilen.


verwandte Instrumente

Eng verwandt mit der Trompete ist das Flügelhorn, wie bei Hörnern üblich hat dieses allerdings eine weitgehend konische Mensur und wird mit einem Trichtermundstück gespielt. Es ist im Klang deutlich weicher als die Trompete.


Zwischen Trompete und Flügelhorn liegt das Kornett, dessen Mensur zu 2/3 konisch ist. Das Kornett weist eineinhalb Rohrwindungen auf und ist deshalb - bei gleicher Stimmung - deutlich kürzer als die Trompete. Es existiert nur in den Stimmungen B (selten auch C ) und (Hoch-)Es und wird - außer in einigen Werken der französischen Musik des 19. Jahrhunderts - fast ausschließlich in Brass Bands gespielt. Sein Klangcharakter ist etwas weicher als der der Trompete, jedoch härter als der des Flügelhornsggvff


Bekannte Trompeter

Literatur: Edward Tarr, Die Trompete, Schott Verlag 1980


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