Dieser Artikel befasst sich mit der libyschen Hauptstadt Tripolis. Weiteres siehe:Tripolis (Begriffsklärung)
Tripolis (arab.:Tarabulus) ist die Hauptstadt Libyens und hat etwa eine Million Einwohner. Die Stadt liegt im Nordwesten des Landes am Mittelmeer.
Geschichte
Die Stadt wurde im 7. Jahrhundert v. Chr. von den Phöniziern unter dem Namen Oea gegründet. Unter den sizilischen Griechen wurde sie gemeinsam mit den benachbarten Städten Sabratha und Groß-Leptis unter dem Namen Tripolis zusammengefasst. Tripolis bildete im Altertum ein mittelbares Gebiet Karthagos, die so genannte Regio Syrtica. Nach dem zweiten Punischen Krieg wurde es von den Römern den numidischen Königen überlassen, nach deren Unterwerfung zu der römischen Provinz Africa geschlagen. Unter Septimius Severus wurde im 3. Jahrhundert n. Chr. die Provincia Tripolitana gebildet mit Oea als Hauptstadt, auf welche sodann der Name Tripolis überging.
Nach der Invasion der Araber im 7. Jahrhundert teilte Tripolis die Geschicke der Berberei. Nachdem es längere Zeit zu Tunis gehört hatte, erlangte es zu Ende des 15. Jahrhundert seine Unabhängigkeit. 1509 wurde die Stadt Tripolis von den Spaniern unter Graf Pietro von Navarra erobert und ein spanischer Statthalter eingesetzt. Kaiser Karl V. überließ sie 1530 den Johannitern als Lehen, aber schon 1551 wurde sie von den Türken wiedererobert.
1714 machte sich der türkische Pascha Hamed Bei (der Große) fast unabhängig von der Pforte, indem er nur noch Tribut zahlte, und begründete die Dynastie der Karamanli. Der 1728 unternommene Kriegszug der Franzosen gegen Tripolis endigte mit der fast gänzlichen Zerstörung von Tripolis. Dessen ungeachtet machte erst die französische Eroberung Algiers (1830) der Seeräuberei auch in Tripolis ein Ende. 1835 fand sich die Pforte durch die in Tripolis herrschende innere Zerrüttung zum Einschreiten veranlasst und machte der Herrschaft der Familie Karamanli ein Ende, worauf Tripolis als Wilajet dem türkischen Reich einverleibt würde.
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