1. was dem Träumenden nach dem Aufwachen als manifester Trauminhalt in bewusster Erinnerung verblieben ist, sei es "verständlich oder absurd, klar oder verworren"
2. was an latenten Traumgedanken hinter dem bloßen "Traumtext" des manifesten Trauminhalts vermutet wird und somit den "eigentlichen" Trauminhalt ausmacht.
Mittels der Technik der Traumdeutung - u.a. der freien Assoziation - und der Theorie der Traumarbeit werden die manifesten in die latenten Trauminhalte umgewandelt.
"Wir haben - zugegeben, recht willkürlich - die Voraussetzung gemacht, das Postulat aufgestellt, dass auch dieser unverständliche Traum ein vollgültiger, sinn- und wertvoller psychischer Akt sein müsse, den wir in der Analyse wie eine andere Mitteilung verwenden können. Ob wir recht haben, kann nur der Erfolg des Versuchs zeigen." (Sigmund Freud, Neue Folge der Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse: Revision der Traumlehre, 1932).
"Aber kein Missverständnis! Die Assoziationen zum Traum sind noch nicht die latenten Traumgedanken." (ebendort)
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