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Trappisten

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Die Trappisten sind ein im 17. Jahrhundert aus dem Zisterzienserorden entstandener katholischer Orden. Sein offizieller Name ist "Zisterzienser von der strengeren Observanz" (lt. ordo cisterciensis strictioris observantiae, kurz: OCSO). Die Ordenstracht der Trappisten ist ein weißes Gewand mit naturfarbenem Gürtel und schwarzem Schulterkleid (Skapulier).


Inhaltsverzeichnis


1 Geschichte

2 Spiritualität

3 Bekannte Trappisten

4 Klöster im deutschsprachigen Raum

5 Literatur

  5.1 zur Ordensgeschichte

  5.2 zur Ordensspiritualität

6 Weblinks


Geschichte

1662 führte Armand Jean Le Bouthillier de Rancé im Zisterzienserkloster La Trappe als Abt Reformen durch. Grundlegend war sein Bewusstsein der Notwendigkeit der Buße. Im Vordergund der Reform stand daher Selbstverleugnung, Demut und Askese. So lehnte Armand Jean Le Bouthillier de Rancé aus Demut jegliche wissenschaftlichen Studien im Kloster ab. Die Askese der Trappisten äußerte sich in strengen Schweigeregeln, harter Handarbeit, insbesondere in der Landwirtschaft, und strengen Abstinenzregelungen. Die Reformen Armand Jean Le Bouthillier de Rancés wurden dann von vier Männerlöstern und einem Frauenkloster übernommen. A. de Lestrange, seit 1785 Novizenmeister von La Trappe, führte das Reformwerk fort. Wegen der Französischen Revolution musste er La Trappe verlassen und in die Schweiz fliehen. Dort gründete er die Abtei Valsainte. 1794 veröffentlichte er die Regèlements, die Lebensgewohnheiten der Reformierten. Im gleichen Jahr bildete sich eine Kongregation von Klöstern, die die Reformen für sich übernommen hatten, der Ordo et congregatio Beatae Mariae de La Trappe entstand. 1814 konnten die Reformierten wieder nach La Trappe zurückkehren. In Frankreich gründeten sie außerdem mehrere Klöster neu und besiedelten alte Zisterzienserabteien wieder. 1830 gehörten 10 Männer- und 4 Frauenklöster zur Kongregation, die seinerzeit noch keinen selbständigen Orden bildete. Die Kongregation war noch dem Generalabt der Zisterzienser unterstellt. Erst 1892, unter Papst Leo XIII., entstand der Orden der Reformierten Zisterzienser, der 1902 die heute gültige Bezeichnung Orden der Zisterzienser von der strengeren Observanz erhielt.


Weltweit zählt der Orden heute 101 Männerklöster mit etwa 3000 Mönchen und 70 Frauenklöster mit etwa 1800 Nonnen. Im deutschsprachigen Raum gibt es heute je zwei Männer- und Frauenklöster der Trappisten. Das einzige Trappistenkloster in Deutschland ist die Abtei Mariawald (Eifel), gegründet 1864. Die dortigen Mönche erwarben 1952 das Gelände einer ehemaligen Schäferei in Dahlem (Kreis Euskirchen) und gründeten dort ein Trappistinnenkloster, die Trappistinnenabtei Mariafrieden. Das zweite deutsche Trappistinnenkloster ist das Kloster Gethsemani in Dannenfels. Das einzige Trappistenkloster Österreichs ist Engelszell.


Spiritualität

Die Trappisten führen ein kontemplatives Leben mit strenger Klausur. In der Regel nehmen sie außerhalb des Ordens keine Seelsorgsaufgaben wahr.


Charakteristisch für die Trappisten war eine strenge Askese, vor allem in Form von Schweigen und Buße. Nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil wurden diese Askeseregeln jedoch etwas gelockert.


Traditionell bestimmen Gebet, Lesung und körperliche Arbeit den Tagesrhytmus der Mönche. Siebenmal am Tag versammeln sich die Mönche zum Stundengebet in der Abteikirche. Die geistliche Lesung soll die Gedanken sammeln und auf Gott lenken. Durch ihre körperliche Arbeit solidarisieren sich die Mönche nicht nur mit den einfachen Menschen, die durch körperliche Arbeit ihren Lebensunterhalt verdienen müssen und die daher oft hart auf ihnen lastet. Die körperliche Arbeit gibt dem geistlichen Leben der Mönche auch die nötige Ausgewogenheit.


Einen wichtigen Platz im Leben der Trappisten nimmt die Marienverehrung ein. So enden in den meisten Häusern die einzelnen Gebetszeiten mit einer marianischen Antiphon, einem Überbleibsel des alten Marianischen Offiziums.


Bekannte Trappisten



Klöster im deutschsprachigen Raum



Literatur

zur Ordensgeschichte

  • Karl Suso Frank, Geschichte des christlichen Mönchtums, Darmstadt 1996 ISBN_3-896-785001
  • Karl Suso Frank, Trappisten, in: LThK³ 10 (2001) 193-195
  • David Knowles, Geschichte des christlichen Mönchtums. Benediktiner, Zisterzienser, Kartäuser, München 1969


zur Ordensspiritualität

  • Henri J. M. Nouwen, Ich hörte auf die Stille. Sieben Monate im Trappistenkloster, Freiburg i.Br. 1999 ISBN_3-451-180235


Weblinks



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