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Toggenburg

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Das Toggenburg ist eine Sommer- und Wintersportregion und ein Wahlkreis im Kanton St. Gallen in der Schweiz. Der Name Toggenburg stammt von der ehemaligen Grafschaft Toggenburg ab.


Inhaltsverzeichnis


1 Geografie

2 Politik

3 Geschichte

4 Wirtschaft

5 Sport

6 Weblinks


Geografie

Die nördlichsten Grenzen des Toggenburgs befinden sich beim Fluss Thur bei Uzwil. Die Industriestadt Uzwil ist zudem mit rund 12'000 Einwohnern die grösste Toggenburger Gemeinde. Nordwestlich des Untertoggenburgs ist das Fürstenland mit der Stadt Wil SG.


Der im Neutoggenburg gelegene eigentliche Toggenburger Hauptort ist Wattwil.


Das Obertoggenburg, welches im Thurtal liegt, ist vor allem dank den an den Churfirsten gelegenen Wintersportorten Wildhaus, Unterwasser sowie Alt St. Johann über die Grenzen hinaus bekannt. Die Churfirsten bilden auch die südlichste Grenze des Toggenburgs, dahinter kommt der Walensee. Bei den Churfirsten befindet sich das Wildenmannlisloch.


Der ständige Begleiter des Toggenburgs ist die Thur, welche im Säntismassiv bei Wildhaus entspringt und durch das ganze Toggenburg über Wattwil und Uzwil fliesst.


Politik

Politisch ist das Toggenburg seit der Verfassungsrevision des Kanton St. Gallens vom 1. Januar 2003 ein Wahlkreis.




Historisch und geografisch gesehen gehören die untengenannten Bezirke zum Toggenburg, während der Wahlkreis vor allem Untertoggenburger Gemeinden ausschliesst. Dies wurde von der Bevölkerung betroffener Gemeinden im Voraus kritisiert.


Früher bestand es aus diesen vier Bezirken (geografisch von Norden nach Süden aufgelistet):




Geschichte

Das Toggenburg erhielt seinen Namen vom Adelsgeschlecht "von Toggenburg", welches 1044 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Eine der wichtigsten Personen in der Geschichte des Toggenburgs war Graf Friedrich VII., der sich um 1391/92 mit Elisabeth von Matsch vermählte, das brachte ihm deren Besitz im Prättigau ein. Während seiner Herrschaft schloss er Verträge mit Zürich, Schwyz und Glarus. Im Burgrechtsvertrag mit Zürich von 1400 wurde gegenseitige Hilfeleistung abgemacht. In der Erneuerung des Vertrags wurde auch der Verbleib der Besitzungen geregelt. Die Besitzungen müssten noch fünf Jahre nach Friedrichs Tod diesem Burgrecht unterstehen. Der Landrechtsvertrag mit Schwyz beinhaltete genau wie derjenige mit Zürich gegenseitige Hilfeleistung, ein ähnliches Bündnis kam auch mit Glarus zustande. In den Kriegen der Appenzeller mit den Österreichern hielt er sich beiseite, bis die Appenzeller "seine" Rheintaler gegen ihn aufhetzten. Friedrich wollte seine bündnerischen Gebiete mit dem Toggenburg verbinden. Die dazwischenliegenden Gebiete gehörten vor allem Herzog Friedrich IV. von Österreich ("Friedrich mit der leeren Tasche"). Dieser verpfändete seine Besitzungen im Rheintal, im Sarganser- und im Gasterland. Später entriss Graf Friedrich VII. dem Herzog Friedrich IV. Feldkirch, sowie das Montafon und den Bregenzerwald.


Das Toggenburg reichte nun von der Albula bis kurz vor Rapperswil und Wil SG und von Feldkirch links und rechts des Rheins bis zum Bodensee.


Damit war Friedrich VII. auf dem Gipfel seiner Macht angelangt, nun stellte sich die Frage, wer seine Besitztümer erben sollte. Mit seiner Frau Elisabeth hatte er keine Kinder, er hatte nur einen unehelichen Sohn namens Ritter Hans von Toggenburg, welcher bei den schwyzer Truppen Hauptmann war. Am 30. April 1436 starb Graf Friedrich VII. auf der Schattenburg in Feldkirch, er wurde zuerst dort bestattet, später in der Familiengruft in Rüti ZH. Dadurch wurde der Alte Zürichkrieg um das Toggenburg ausgelöst, vor allem auch um die wichtigen Verkehrswege.


Wirtschaft

Während das Untertoggenburg vor allem durch die Maschinenbau- sowie Nahrungsmittelindustrie lebt, ist das südliche Toggenburg, v.a. im Obertoggenburg, eher von der Landwirtschaft sowie der lokalen Industrie geprägt - welche immer mehr vom Tourismus verdrängt wird.


Im 19. Jahrhundert war die Textilindustrie, vor allem im Raume Wattwil der Hauptwirtschaftszweig.


Sport

Das Toggenburg brachte Sportgrössen wie Simon Ammann, Maria Walliser oder Walter Steiner hervor.


Weblinks



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