wer ist, was ist, wo ist, wann war, was war - Lexikon / Chronik / Biografie / Wissen - Titan (Element)


Werbung

Produkte / Services :|: Chronik CD :|: als Startseite | zu den | empfehlen :|: Impressum
Lexika @ InfoBitte.de :|: Universal-Lexikon | WeltKunst | Geteiltes Deutschland | Zweiter Weltkrieg
WeltChronik.de :|: Welt | Deutschland | Kultur/Kunst/Technik :|: BildDatenBank :|: Biografien

Navigation

WeltChronik
Deutsche Chronik
KulturChronik
Biografien
Bilddatenbank
Kalenderblatt
Epochen
Lexika @ InfoBitte.de
Produkte

Suchfunktionen
Chronik-Jahr direkt

Nur Zahl eingeben
Bereich: '0'-'2001'
PARTNER
Ahnenforschung

Quellen für die Schule

FREE 4 WebMasters

Wir haben eine ganze Palette kostenloser Angebote von uns
für WebMaster und HomePage Besitzer aufbereitet

Holen Sie sich hier ab

was Sie gerne einsetzen würden
Suchfunktionen, Kalenderblatt, uam
für Ihre WebSite



Titan (Element)

ein InfoBitte / WeltChronik
Sach-Artikel (Enzyklopädie / Lexikon)

Entwickelt von ICA-D aus der XML-Version der deutschen WikiPedia
© 2004/2005 ff by de.wikipedia.org, teilw. by ICA-D
blättern» voriger Artikel | Hauptseite | nächster Artikel «blättern

Titan ist ein chemisches Element im Periodensystem der Elemente mit dem Symbol Ti und der Ordnungszahl 22. Es gehört zu den Übergangsmetallen.


Leicht, fest, dehnbar, weiß-metallisch glänzend und korrosionsbeständig ist es besonders für hochmobile und korrosive Anwendungen geeignet.


Tabelle


Inhaltsverzeichnis


1 Bemerkenswerte Eigenschaften

2 Anwendungen

3 Geschichte

4 Quellen

  4.1 Herstellung

5 Verbindungen

6 Vorsichtsmaßnahmen

7 Normen

8 Weblinks


Bemerkenswerte Eigenschaften

Titan bildet an Luft eine äußerst beständige oxidische Schutzschicht aus, die es in vielen Medien korrosionsbeständig macht. Bemerkenswert ist die hohe Festigkeit bei einer relativ geringen Dichte. Oberhalb einer Temperatur von 400°C gehen die Festigkeitseigenschaften aber schnell zurück.


Hochreines Titan ist duktil. Bei höheren Temperaturen versprödet es durch Aufnahme von Sauerstoff, Stickstoff und Wasserstoff sehr schnell.


Zu beachten ist auch die hohe Reaktivität von Titan mit vielen Medien bei erhöhten Temperaturen oder erhöhtem Druck, wenn die Passivschicht dem korrosiven Angriff nicht gewachsen ist. Hier kann die Korrosionsgeschwindigkeit bis zur Explosion anwachsen. In reinem Sauerstoff bei 25°C und 25 bar verbrennt Titan von einer frischen Schnittkante ausgehend vollständig zum Titandioxid. Bei Temperaturen oberhalb von 880°C reagiert es mit Sauerstoff, bei Temperaturen ab 550°C reagiert es mit Chlor.


Titan ist das einzige Element, das in Stickstoff brennen kann.


In verdünnter Schwefelsäure, Salzsäure, chloridhaltigen Lösungen und den meisten organischen Säuren ist Titan beständig. Wegen der Explosionsgefahr sind bei Anwendungen in Chlorgas die Betriebsbedingungen strikt einzuhalten.


Die mechanischen Eigenschaften und das korrosive Verhalten lassen sich durch meist geringfügige Legierungszusätze von Aluminium, Vanadium, Mangan, Molybdän, Palladium, Kupfer, Zirkonium und Zinn erheblich steigern.


Durch Beschuss mit Deuterium wird Titan radioaktiv. Es emittiert dann Positronen und gamma-Strahlung.


Unterhalb von 880°C liegt Titan in einer hexagonal dichtesten Kugelpackung vor. Oberhalb von 880°C bildet sich eine kubisch-innenzentrierte Gitterstruktur aus.


Besondere Erwähnung muß Titandioxid als Farbpigment finden. Es zeichnet sich durch eine extrem hohe "Weißkraft" aus und ist wegen seiner Ungiftigkeit als Lebensmittelzusatz E171 zugelassen.


Titanverbindungen mit Kohlenstoff, Bor und Stickstoff werden aufgrund ihrer hohen Festigkeit als Hartstoffe eingesetzt.


Anwendungen

Ungefähr 95% des Titans werden als Titandioxid verbraucht. Es zeichnet sich als Farbpigment durch eine hohe Deckkraft in Farben, in Papier und Kunststoffen aus. Farben mit Titandioxid als Weißpigment reflektieren auch Infrarotstrahlung.


Wegen der Summe der Eigenschaften bezüglich Festigkeit, Dichte und Beständigkeit werden Titanlegierungen in kleinen Mengen in so unterschiedlichen Erzeugnissen wie Raketenbau, Golfschlägern, Mountainbikes, Gehäuse für Lap Tops, Verdampferanlagen und Wärmetauschern für chloridhaltige Medien eingesetzt. Da Titan sehr teuer ist, aber gleichzeitig eine geringe Dichte und äußerst robuste Materialeigenschafte aufweisen, lohnt sich die Verwendung von Titan vor allem im Bau von militärischen Flugzeugen und Hubschraubern.


Eine Besonderheit stellen die Shape-Memory-Metalle dar. Seit längerer Zeit bekannt ist Nitinol, eine binäre Nickel-Titan-Legierung. Verformte Shape-Memory-Metalle nehmen durch Erwärmung ihre ursprüngliche Form wieder an.


Titan verhält sich inert zum Körpergewebe. Auch verursacht es keine allergischen Reaktionen. In den letzten Jahren wird es daher vermehrt für Schmuck (Uhren, Brillen), Körperschmuck (Body Piercing) und medizinischen Implantaten wie beispielsweise künstlichen Hüftgelenken genutzt.


Weitere Anwendungen :


  • Anwendungen in Seewasser und chloridhaltigen Medien :
    • Propellerteile wie Wellen, sowie Verspannungen für maritime Anwendungen
    • Einbauteile in Meerwasserentsalzungsanlagen
    • Bauteile für die Eindampfung von Kaliumchlorid-Lösungen
  • Herstellung relativ weicher künstlicher Edelsteine (gemstones)
  • Als Titantetrachlorid zur Herstellung von Glasspiegeln und künstlichen Nebel
  • Als Ferrotitan Zusatz in Stählen als Karbidbildner
  • Bildung von intermetallischen Phasen (Ni3Ti) in hochwarmfesten Nickellegierungen
  • Supraleitende Niob-Titan-Legierungen
  • in der Pyrotechnik


Verbindungen des Titans mit Bor, Kohlenstoff oder Stickstoff finden Verwendung als Hartstoffe. Auch zur Herstellung von Cermets, Verbundwerkstoffen aus Keramik und Metall, werden Titanverbindungen eingesetzt.


Geschichte

Titan (lat. Titan; nach "Titanen", den riesenhaften Gestalten der griechischen Mythologie, welche von Zeus besiegt wurden),


wurde 1791 in England durch den Geistlichen und Amateurchemiker William Gregor im Ilmenit bemerkt.


Mehrere Jahre später entdeckte es der deutsche Chemiker Heinrich Klapproth im Rutilerz erneut. 1795 benannte er das neue Element Titan.


Reines Titanmetall (99,9%) stellte erstmals Matthew A. Hunter 1910 durch Erhitzen von Titantetrachlorid mit Natrium in einer Stahlbombe auf 700-800°C her.


Erst die Einführung der großtechnisch durchgeführten Reduktion von Titantetrachlorid mit Magnesium (Kroll-Prozess durch William Justin Kroll;1946) erschloss dem Titan kommerzielle Anwendungen.


Quellen

Titan kommt in der Lithossphäre nur in Verbindungen mit Sauerstoff als Oxid vor.


Es ist keineswegs selten, steht es doch an 9. Stelle der Elementhäufigkeit. Meist ist es aber nur in geringer Konzentrationen vorhanden. Wichtige Mineralien sind :


  • Ilmenit (Titaneisenerz) FeTiO3
  • Leukoxen, ein eisenarmes Ilmenit
  • Rutil TiO2
  • Anatas TiO2
  • Brookit TiO2
  • Titanit (Sphen) CaTi[SO4]O
  • Perowskit CaTiO3
  • Titanate wie Bariumtitanat (BaTiO4)
  • Begleiter in Eisenerzen


Die Hauptvorkommen liegen in Australien, Skandinavien, Nordamerika, Australien und Malaysia.


Meteoriten können Titan enthalten. In der Sonne und in Sternen des M-Typs (?) wurde ebenfalls Titan nachgewiesen. Gesteinsproben der Apollo 17 Mission enthielten bis zu 12,1% TiO2.


Auch in Kohlenaschen, Pflanzen und im menschlichen Körper ist es enthalten.


Herstellung

Meist vom Ilmenit oder Rutil ausgehend wird angereichertes Titandioxid mit Chlor zu Titantetrachlorid in der Hitze umgesetzt. Anschließend erfolgt eine Reduktion zum Titan durch flüssiges Magnesium (Kroll Prozess nach William Justin Kroll).


Zur Herstellung von bearbeitbaren Legierungen muß der erhaltene Titanschwamm im Vakuum-Lichtbogenofen umgeschlozen werden.


Verbindungen

Während metallisches Titan wegen der Herstellkosten anspruchsvollen technischen Anwendungen vorbehalten bleibt, ist das preiswerte und ungiftige Farbpigment Titandioxid (Titanweiß) ein Begleiter des täglichen Lebens geworden. Praktisch alle heutigen weißen Kunststoffe und Farben, auch Lebensmittelfarben, enthalten es.


Aber auch im Bereich der Elektro- und Werkstofftechnik werden Titanverbindungen eingesetzt.


  • Bariumtitanat, BaTiO3
  • Titan(III)-chlorid, TiCl3
  • Titanborid, TiB
  • Titancarbid, TiC
  • Titannitrid, TiN
  • Titan(IV)-chlorid, TiCl4
  • Titan(IV)-oxid (Titanweiß), TiO2
  • Titan(IV)-oxidsulfat (Titanylsulfat) , TiOSO4
  • Ferrotitan
  • Memory Metall NiTi (Nitinol)


Vorsichtsmaßnahmen

Titanpulver ist feuergefährlich. Die meisten Titansalze gelten als harmlos. Unbeständige Verbindungen wie Titantrichlorid oder Titantetrachlorid sind stark korrosiv, da sie mit Spuren von Wasser Salzsäure bilden.


Titantetrachlorid wird in Nebelkerzen und Nebelgranaten eingesetzt; es reagiert mit der Luftfeuchte und bildet einen weißen Rauch aus Titandioxid, außerdem Salzsäurenebel.


In siliziumhaltigem (silica?)


(könnte ein Übersetzungsfehler sein, da "silica" im technischen Bereich für Quarz (SiO2) steht!) Körpergewebe neigt Titan zur Anreicherung.


Eine biologische Rolle des Titans im menschlichen Körper ist zur Zeit nicht bekannt.


Normen

Titan und Titanlegierungen sind unter anderem genormt in:


  • DIN 17850, Ausgabe:1990-11 Titan; Chemische Zusammensetzung
  • ASTM B348 ? 03: Standard Specification for Titanium and Titanium Alloy, Bars and Billets


Weblinks



blättern» voriger Artikel | Hauptseite | nächster Artikel «blättern

Dieser Beitrag ist aus der XML-Version der deutschen WikiPedia® entwickelt worden und unterliegt inhaltlich den GNU FDL-Lizenzbestimmungen. Linkziele außerhalb der wikipedia-Inhalte unterliegen den Urheberrechten der jeweiligen Anbieter




Wörterbuch


Produkte
2000 Jahre
Chronik CD-ROM


Kalenderblatt in
Schmuckblatt
Ausführung


Geburtstags-Bios

Suchen/Google-Ads
Kalenderblatt
druckfertig
( DirectDownloads )
Kalenderblätter
druckfertig aufbereitet für Schmuckblätter
zum Selbstdrucken

im Word DOC6/RTF Format, je Euro 5
über Click&Buy
JAN | FEB | MÄRZ
APRIL | MAI | JUNI
JULI | AUG | SEPT
OKT | NOV | DEZ

Das Geschenk für jeden Anlass, nicht nur bei 'runden' Jubiläen
Andere Einzeltage
oder Zahlungsarten

bitte HIER bestellen


© 2000 ff by ICA-D, D-76751 Jockgrim, Germany
Verantwortlich im Sinne des Presse- und Multimedia-Rechts: Dipl.-Ing. Rainer Detering, Waidweg 18, 76189 Karlsruhe


| Immer | Unsere | InfoBitte weiterempfehlen
KALENDERBLATT von HEUTE | SUCH-Funktionen ALLE und nach BEREICHEN | Startseite
Welt-Chronik | Kunst-, Kultur-, Technik-Geschichte | Deutsche Chronik | 2000 Biografien | Bild-Datenbank
Gesetzestexte | SkateGuide | Online Jigsaw Puzzles | GeschenkTip | Produkte, Services, Impressum



*NEU* bei InfoBitte *NEU*



die deutsche WikiPedia
bei InfoBitte.de mit
650,000 Querverweisen zu
2000 Jahre Chronik



InfoBitte
Portal zu Portalen
Hauptseite


Suchfunktionen

Wissen, Biografien, Geschichte
besser gezielt suchen mit
domain-Filterung

die Links führen im neuen Fenster
zu den jeweiligen Hauptseiten,
das Anklicken eines Buttons zur
Filterung für die Google-Suche



Google
Lexika @ InfoBitte.de

ib InfoBitte.de (alle Lexika)
ib Universal-/Hand-Lexikon
die WikiPedia @ InfoBitte
ib L. WeltKunstGeschichte
ib L. Geteiltes Deutschland
ib L. Zweiter Weltkrieg

2000 Jahre Chronik

WeltChronik.de (Texte)
  
WeltChronik auf CDROM
deutsche Geschichte
Kultur-/TechnikGeschichte
WeltChronik Bilder
Chronik Biografien

Google
2000 Jahre Chronik
offline auf CDROM

Hier Kaufen


WeltChronik Jahr...
(eigene Suchfunktion)

Nur Zahl eingeben
Bereich: '0'-'2001'





Diese Web Site verdient ihr Geld durch Produktverkäufe (CD-ROM, downloads) und in erster Linie durch Anzeigen. Wenn Sie als Webmaster zuverlässige Partner suchen für Ihr eigenes Anzeigenschäft, dürfen Sie sich gerne auf unsere Empfehlungen stützen:
z.B.: GigaCash & ProfiWin