Wissenschaftlich bilden die Tiere ein Reich der Domäne der Eukaryoten. Das Tierreich ist in diverse Untergruppen untergliedert, darunter auch die so genannten Stämme, die auch Phyla genannt werden. Die Naturwissenschaft von den Tieren ist die Zoologie.
Tiere sind oft mit Sinnesorganen ausgestattete Lebewesen, die ihre Energie nicht durch Photosynthese gewinnen, sondern sich von anderen tierischen oder pflanzlichen Organismen ernähren und Sauerstoff zur Atmung benötigen. Die meisten Tiere sind ortsbeweglich.
Naturwissenschaftlich gesehen ist auch der Mensch als Tier zu betrachten. Die Verhaltensforschung hat gezeigt, dass höher entwickelte Tiere sich komplizierter Verhaltensmuster und gewisser Zeichensysteme bedienen (Tiersprache). Auch zu abstraktem Denken zeigen sich neben dem Menschen einige Tierarten zumindest in Ansätzen fähig. Außer dem Menschen sind allerdings keine Tierarten bekannt, die in der Lage sind, hochentwickelte Kulturen hervorzubringen. Die in den meisten Sprachen übliche Unterscheidung zwischen Mensch und Tier ist wissenschaftlich gesehen jedoch nicht haltbar. Zum Verhältnis des Menschen zu anderen Tieren (»Mensch-Tier-Verhältnis«) siehe auch Philosophische Anthropologie.
Meist werden die Tiere heute mit den so genannten Vielzellern gleichgesetzt. Traditionell werden allerdings auch eine ganze Gruppe von Einzellern, die Protozoa zu den Tieren gerechnet. Dies kann biologisch allerdings nicht mehr gerechtfertigt werden. Die mit den eigentlichen Vielzellern am engsten verwandte Gruppe sind die so genannten Kragenflagellaten (Choanoflagellata). Sie werden in dieser Systematik mit zu den Tieren gezählt. Die evolutionäre Schwestergruppe der Tiere sind dann interessanterweise die Pilze, die traditionell zu den Pflanzen gerechnet wurden. Tiere (in dieser Definition) und Pilze zusammen werden auch als Opisthokonthen bezeichnet.
Tiere und der Mensch
Tiere werden vom Menschen seit frühesten Zeiten verehrt, bekämpft und auch als Nutz- oder Haustiere gehalten.
Der Mensch unterscheidet je nach dem gegenseitigen Verhältnis:
Heilige Tiere können lebendige Manifestationen von Tiergöttern sein, die beispielsweise im Alten Ägypten viel verehrt wurden. Im Verlauf von rituellen Handlungen können Tiere auch als Opfer dienen.
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