In der Antike sind Throne von Anbeginn das Symbol der König und Götter gewesen. Der Thron diente für die Krönungszeremonien und die Inthronisation. Dem Thron wurde eine direkte Verbundenheit mit der königlichen Macht zugesprochen.
Die Griechen reservierten nach Homer einen zusätzlichen leeren Thron im königlichen Palast und den Tempeln für die Götter. Das berühmteste dieser Throne war der Thron von Apollo in Amyclae.
Die Römer hatten auch zwei Throne, einen für den Kaiser und einen für die Göttin Roma, deren thronende Statuen zum religiösen Zentrum wurden.
Die Bibel erwähnt vielfach Throne. Gott regierte von einem Thron und auch König Salomo (als Repräsentant Gottes auf Erden): "... Der König schuf einen großen Thron von Elfenbein und überzog ihn mit edelstem Gold (19) Und der Thron hatte sechs Stufen und hinten am Thron waren Stierköpfe, und es waren Lehnen auf beiden Seiten am Sitz und zwei Löwen standen an den Lehnen.(20) Und zwölf Löwen standen auf den sechs Stufen zu beiden Seiten. Dergleichen ist nie gemacht worden in allen Königreichen..." (Könige 10,18-20).
Die Beschreibung des Thrones Salomons wurde bis ins 20. Jahrhundert hinein immer wieder in der bildenden Kunst (Thronsessel Gottes, Marias, Jesu, der heiligen Bischöfe, des Königs Salomo), aber auch in der Anlage von Thronen zum Vorbild genommen, zuletzt wahrscheinlich in der des Thrones für Kaiser Wilhelm II. im Palazzo Caffarelli durch den Berliner Architekten Alfred Messel 1894-98.
Im Mittelalter verband man den Thron von Salomo mit Maria.
Der Prophet Johannes schaut in der Offenbarung: " ... Und ich sah einen großen, weißen Thron und den, der darauf saß; vor seinem Angesicht flohen die Erde und der Himmel, und es wurde keine Stätte für sie gefunden ..."
Hartwig Fischer, Ein wilhelminisches Gesamtkunstwerk auf dem Kapitol. Hermann Prell und die Einrichtung des Thronsaales in der Deutschen Botschaft zu Rom 1894-1899, Mewe-Verlag, Basel, 1998.
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