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The Beatles

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The Beatles waren die erfolgreichste Popgruppe der 60er Jahre. Sie entwickelten sich aus den Liverpooler Vorläufergruppen The Quarry Men (1957), Johnny And The Moondogs (1959) und The Silver Beetles (1960), um die Gruppe besser vermarkten zu können, nannte ihr Manager sie die "Beat Brothers" .


Die vier Musiker der Gruppe - oft als "Fab Four" oder (wegen ihrer Frisur in den Anfangsjahren) scherzhaft als "Pilzköpfe" bezeichnet - waren




John Lennon und Paul McCartney komponierten die meisten Lieder der Band, darunter zahlreiche Hits wie Yesterday, Let It Be, I Want To Hold Your Hand, She Loves You, Michelle, Yellow Submarine, Lucy in the Sky with Diamonds (nach dem Lucy, das berühmte Australopithecus-Skelett benannt wurde), Hey Jude und I am the Walrus.


George Harrison entwickelte vor allem in der Spätzeit ebenfalls beachtliche kompositorische Fähigkeiten, etwa mit den Liedern Here Comes The Sun und Something.


Zeitweilig wirkten in der Gruppe mit:




Inhaltsverzeichnis


1 Musikalische Bedeutung

2 Bedeutung für die Pop-Kultur

3 Alben

4 Filme

5 Entwicklung

6 Weblinks


Musikalische Bedeutung

Die Beatles sind die wichtigste Pop-Band der 1960er Jahre und haben nahezu alle Genres der Pop/Rock-Musik nachhaltig beeinflusst. Bis zum Jahr 2003 hatten sie 1,2 Milliarden Tonträger verkauft. Anfänglich standen sie namengebend für die Musikrichtung des Beats. Dies war ein Gitarren-lastiger Musikstil, der sich durch den schnellen 4/4-Takt und eingängige Melodien auszeichnete. Seine Bedeutung liegt darin, dass er zum ersten Mal einen eigenständigen Rockstil in Großbritannien etablierte und damit eine musikalische Unabhängigkeit von den US-Vorbildern ermöglichte.


Ab 1965 begannen die Beatles sich musikalisch radikal weiterzuentwickeln und mit anderen Musikstilen zu experimentieren. So zeigt das Album "Rubber Soul" deutliche Einflüsse aus der Folk- und Country-Musik. Das vorangegangene Album "Help" enthält mit der Ballade Yesterday ein Stück, in dem der Sänger (McCartney) neben seiner Akustikgitarre nur von einem Streichquartett begleitet wird. Das '66er Album "Revolver" beeindruckte durch ein breites Panoptikum unterschiedlichster Pop-Derivate. Darin zeigte sich eine wesentliche Stärke der Beatles: Sie vermochten unterschiedliche Geschmäcker zu bedienen, ohne dabei ihren eigenen Charakter zu verlieren. Mit dem '67er Album 'Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band' schließlich legten sie das erste Konzeptalbum der Popgeschichte vor, das auch von "Pet Sounds" der Beach Boys inspiriert ist und Brian Wilson in die Depression trieb. Mit den Alben "The Beatles" (sog. White Album) demonstrierten die Beatles noch einmal ihr gesamtes songwriterisches Spektrum, u.a. mit "Helter Skelter", einem der ersten Hardrock-Stücke der Rock-Geschichte. Mit dem letzten eingespielten Album "Abbey Road" lieferten sie Ansätze, die eindeutig in Richtung Artrock gingen.


Bedeutung für die Pop-Kultur

Bis dahin hatte lediglich Elvis Presley eine ähnliche Welle der Begeisterung und fanatischen Verehrung losgetreten. Dabei nahmen die Beatles gegenüber den Rolling Stones die Rolle der "braven Jungs" ein und blieben auch textlich noch recht lange dem harmlosen Schlager treu. Doch im Rahmen der geistigen und gesellschaftlichen Veränderung der späten 60er Jahre änderten auch die Beatles ihren Stil. Ab 1965 wurden die Texte inspiriert durch Bob Dylan allmählich tiefgründiger und persönlicher. Songwriting und Arrangements wurden zunehmend komplexer.


In Liedern wie "Yellow Submarine", "Day Tripper" oder "Dr. Robert" verarbeiteten sie die ab 1964 gemachten Erfahrungen mit Rauschgift. Unter anderem um ihren Drogenkonsum unter Kontrolle zu bringen, ließen sie sich durch indische Spiritualität inspirieren und bekannten sich 1967 zu dem Guru Maharishi und seiner Meditationstechnik. Letztlich verstanden es die Beatles meisterhaft, sich den jeweiligen gesellschaftlichen Strömungen anzupassen, ohne sich zu sehr zu exponieren. So experimentierten sie zwar 1967 mit psychedelischen Elementen in der Musik, blieben dabei aber wesentlich gemäßigter als etwa Pink Floyd zur selben Zeit. Nicht zuletzt durch ihre Filme - insbesondere durch "Yellow Submarine" (1967) - übten sie einen nachhaltigen Einfluss auf die Pop-Kultur aus und trugen zur Entwicklung des Musikvideos bei.


Alben



Neben den Originalalben erschienen bei Odeon sowie unter dem Beatles-eigenen Schallplattenlabel Apple


auch diverse Zusammenstellungen:


  • The Beatles Beat, enthält frühe Hits (1964)
  • The Beatles / 1962-1966, inoffiziell auch als "rotes Album" bekannt 1973
  • The Beatles / 1967-1970, inoffiziell auch als "blaues Album" bekannt (1973)
  • The Beatles "Lovesongs", enthält Liebeslieder und Balladen (1977)
  • The Beatles "Rarities", enthält u.a. zwei deutschsprachige Liedversionen (1978)
  • The Beatles "1", enthält alle Nummer 1 - Hits der Gruppe in verschiedenen Ländern


Außerdem wurden einige ihrer Alben digital überarbeitet und auf CD oder HDCD veröffentlicht:


(Teilweise mit leicht geänderten Tracklisten)


  • Yellow Submarine (1999)
  • Let It Be... Naked (2003)


In den Jahren 1995-1996 erschienen auch die 3 "Anthology"-Alben.


Filme



Entwicklung

Die Beatles traten nicht aus dem Nichts auf die Bühne, sondern entwickelten sich aus einer Reihe von Vorläuferbands um John Lennon, der eine Schülerband mit wechselnder Besetzung und wechselndem Namen leitete: Diese Schülerband aus Liverpool war The Quarry Men, die Skiffle-Musik und Rock'n Roll spielte. Sie war zunächst benannt nach der Quarry Bank High School, auf welche die Mitglieder gingen. Gründer und Bandleader war der Gitarrist John Lennon. Die Mitglieder der Quarrymen wechselten ständig, was nicht unwesentlich am exzentrisch-strengen Bandleader Lennon lag. Zwei weitere Musiker setzten sich jedoch durch, es waren die Gitarristen Paul McCartney und George Harrison. Die Band wurde dann in Johnny And The Moondogs umgetauft, später in The Silver Beetles.


Schließlich kam Lennon die Idee, das Wort Käfer (Beetle) mit dem musikalischen Schlag (Beat) zu verbinden:


  • 27. Dezember 1960 - Erster Auftritt unter dem Namen "The Beatles" im Gemeindesaal des Liverpooler Vororts Litherland
  • 13. April 1962 - Erster Deutschland-Auftritt zur Eröffnung des Hamburger "Star-Clubs"
  • 16. Februar 1963 - Die Beatles landen mit «Love me Do« ihren ersten Hit.
  • 9. März 1963 - Beginn der ersten Tournee durch Großbritannien
  • 3. August 1963 - Letztes Konzert der Beatles in dem Liverpooler "Cavern Club" (Hier begann 1961 ihre Weltkarriere.)
  • 1. Februar 1964 - Platz 1 in der amerikanischen Hitparade mit dem Titel "I Want To Hold Your Hand"
  • 7. Februar 1964 - Eintreffen in den USA, was eine Massenbegeisterung auslöst
  • 9. Februar 1964 - Erster Auftritt im US-Fernsehen ("Ed Sullivan Show"), wodurch die Beatles einem Millionenpublikum bekannt werden
  • 15. August 1965 - Das größte Live Concert der Beatles findet im ein Jahr zuvor fertiggestellten New Yorker Shea Stadium vor 55.600 Zuschauern statt.
  • 26. Oktober 1965 - Auszeichnung im Londoner Buckingham Palace mit dem Orden "Member of the British Empire" durch Elisabeth II.. John Lennon gibt seinen Orden ein paar Jahre später aus Protest gegen die Beteiligung Großbritanniens am Biafra-Krieg wieder zurück.
  • 24. Juni 1966 - Die Beatles treten während einer Drei-Tage-Tournee durch die Bundesrepublik in München auf.
  • 25. Juni 1966 - In der Essener Gruga-Halle geben die Beatles eines ihrer weltweit letzten Live-Konzerte.
  • 29. August 1966 - Letzter öffentlicher Auftritt im Candlestick Park in San Francisco.
  • 24. März 1969 - John Lennon und seine frisch angetraute Frau Yoko Ono laden zu "öffentlichen Flitterwochen", einem einwöchigen "Bed-In", in einem Amsterdamer Hotel ein, um für den Weltfrieden zu demonstrieren. (Eine Wiederholung wenig später in den USA scheitert an der Visaverweigerung.)
  • 30. Januar 1969 - Das letzte inoffizielle Konzert der Beatles findet auf dem Dach des bandeigenen Apple-Studios in der Londoner Savile Row statt. Die Aufnahmen zum letzten Album Let It Be waren damit beendet.
  • 10. April 1970 - Paul McCartney erklärt durch eine Pressemitteilung seine Trennung von der Gruppe, die damit endgültig auseinanderbricht.
  • 8. Mai 1970 - Das Album Let It Be erscheint.
  • 8. Dezember 1980 - Ermordung John Lennons in New York durch Mark David Chapman
  • 8. Januar 1996 - Aufnahme des Lehrbetriebs an der ersten europäischen Pop-Hochschule "Liverpool Institute For Performing Acts" (LIPA) des Beatle Paul McCartney
  • 11. März 1997 - Paul McCartney wird von der britischen Königin Elizabeth II. zum Ritter geschlagen und darf sich künftig Sir Paul nennen.
  • 11. Juni 2002 - Paul McCartney und Heather Mills (34 Jahre alt) heiraten - beide in zweiter Ehe - in der Schlosskirche St. Salvator in Irland.
  • 29. November 2001 - George Harrison stirbt in Los Angeles an Krebs.
  • 30. Oktober 2002 - George Harrison erhält posthum für seine Verdienste um den britischen Film die Auszeichnung "Independent Film Award".
  • November 2003 - Die neu abgemischte Version des Albums Let It Be erscheint unter dem Titel Let It Be.._. Naked.


Weblinks



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