Text bezeichnet im engeren Sinne einen zusammenhängenden Bereich geschriebenerSprache, im weiteren Sinne auch die nicht geschriebene, aber schreibbare Sprachinformation (beispielsweise eines Liedes, Films oder einer improvisiertenTheateraufführung).
Text kann einfach oder komplex strukturiert sein. Unstrukturierter Text ist oft schwerer zu verstehen als strukturierter. Mit dem Textzusammenhalt über Satzgrenzen hinaus befassen sich Kohäsion (formaler Zusammenhalt) und Kohärenz (auf Wissen beruhender inhaltlicher Zusammenhalt).
Der in Sprache rücktransformierte Text muss keinen Sinn ergeben. Es gibt durchaus Texte, welche aus zusammenhanglosen Worten oder gar Lauten, zum Teil bis zu bloßen Geräuschen reduzierten Klangmalereien bestehen, welche im Ganzen dennoch, wenn auch vielschichtig interpretierbar, einen Sinn ergeben (siehe z.B. Dadaismus).
Durch die Einführung der geschriebenen Sprache wurde eine Möglichkeit geschaffen, Texte, wie zum Beispiel Geschichtsschreibung, Erzählungen und Sagen für die Nachwelt zu archivieren. Ein großer Teil unseres Wissens über vergangene Epochen stammt von schriftlichen Aufzeichnungen, die archiviert wurden oder zufällig erhalten blieben.
Die ägyptischeHochkultur entwickelte schon knapp 2000 Jahre vor unserer Zeitrechnung eine Schrift, die so genannten Hieroglyphen, die zunächst als Bilderschrift entstand und sich zu einer Silbenschrift entwickelte.
Die heutigen Alphabetschriften stammen von der phönizischen Schrift ab.
Heute wird Text oft elektronisch kodiert und gespeichert.
Text kann in verschiedene Sprachen übersetzt werden. Dabei bleibt der Inhalt im wesentlichen erhalten. Sprachklang und verschiedene kulturelle Eigenschaften werden bei der Übersetzung geändert.
Schriftlicher Text ist oft urheberrechtlich geschützt. Vom Urheberrecht wird die Form, nicht der Inhalt des Textes geschützt.
http://www.lichtensteiger.de/methoden.html - "Texte haben keinen einheitlichen Sinn, keine geschlossene Struktur, keinen fixierbaren Kontext, Texte sind immer schon Zitate." Das "Anrennen gegen die Grenzen der Sprache" - Methoden des Schreibens und Strategien des Lesens. Eine Diskussion mit Roland Barthes, André Breton, Gilles Deleuze und Raymond Federman, Paris, 18. Februar 1965 / von Ralph Lichtensteiger
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