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Terroranschläge am 11. September 2001 in den USA

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[Bild extern:] Zerstörtes WTC


Inhaltsverzeichnis


1 Beschreibung

2 Ursachen

3 Folgen

  3.1 Internationale Politik

  3.2 Verhaftungen

  3.3 Afghanistan-Krieg

  3.4 Guantanamo-Häftlinge

  3.5 Irak-Krieg (Dritter Golfkrieg)

  3.6 Entwicklung seit dem Irak-Krieg

4 Film

5 Literatur

  5.1 Verschwörungstheorien

6 Weblinks


Beschreibung

Am Morgen des 11. September 2001 wurden durch die Terrororganisation Al-Qaida gleichzeitig in New York City und Washington, D.C. Anschläge verübt. Vier Passagierjets wurden gekapert, zwei wurden in die Türme des World Trade Center (WTC) und eins in das Pentagon gesteuert. Dabei wurde ein Teil des Pentagon zerstört. Die zwei Türme des WTC stürzten ein bis zwei Stunden nach den Kollisionen in sich zusammen. Das vierte Flugzeug stürzte in der Nähe von Pittsburgh, Pennsylvania in ein Feld, bevor es sein - noch immer unbekanntes - Ziel erreichten konnte. Es wird angenommen, dass es entweder in das Weiße Haus, oder aber auf den Landsitz des Präsidenten (Camp David) stürzen sollte.


Die Anschläge sind in den USA auch unter der Abkürzung 9-11 (nine-eleven) - sowohl die amerikanische Schreibweise des Datums als auch die Telefonnummer der Notrufzentrale - bekannt.


Um 8:45 Uhr flog ein Jet in den Nordturm, 18 Minuten später ein zweiter in den Südturm des WTC. Da die Flugzeuge zusammen rund 90 Kubikmeter Treibstoff geladen hatten, hatten sie die Wirkung großer Brandbomben. Der Südturm stürzte nach etwa 1,5 Stunden, der Nordturm nach 2 Stunden komplett ein. Nicht nur die beiden Türme, auch fünf weitere Gebäude des World Trade Center wurden zerstört, wie auch vier U-Bahnstationen. 23 weitere Gebäude, die das WTC umgaben, wurden zum Teil so schwer beschädigt, dass sie aufgegeben werden mussten.


In Arlington wurde ein Teil des Pentagons durch Feuer zerstört, ein weitere Abschnitt stürzte durch den Aufprall des Flugzeugs in sich zusammen.


Bei dem Terroranschlag starben 266 Passagiere in den Flugzeugen, ungefähr 2.600 Menschen im WTC (davon etwa 350 Feuerwehrleute) und 124 Personen im Pentagon.


In Schweigeminuten und Trauerfeiern wurde in zahlreichen Ländern der Opfer der Terroranschläge von New York und Washington gedacht. Die führenden Politiker aller Demokratien verurteilten die Anschläge.


Einige der Flugzeugpassagiere konnten noch Telefongespräche führen. Sie berichteten von mehreren Entführern in jedem Flugzeug, und dass diese, mit Messern bewaffnet, die Steuerung der Flugzeuge übernommen hätten.


Passagiere des vierten Fluges, die durch die Telefonate vom Schicksal der anderen drei Flugzeuge erfahren hatten, versuchten, die Entführer zu überwältigen. Die 9/11-Kommission des US-Kongresses stellte später fest, dass die Entführer kurz bevor die Passagiere das Cockpit stürmen konnten, das Flugzeug zum Absturz brachten.


Es handelt sich bei diesem Anschlag um den ersten Angriff auf das Festland der USA seit 1814.


Der Anschlag hatte weltweit sowohl politische als auch militärische Folgen, die sich unter dem Begriff "Kampf gegen den Terrorismus" zusammenfassen lassen.


Für die Anschläge ist nach ihren eigenen Verlautbarungen die Terrorgruppe Al-Qaida unter deren Anführer Osama Bin Laden verantwortlich, die sich den Kampf gegen "den Westen" und seine Werte zur Aufgabe gemacht hat (siehe unten den Text der Erklärung Osama Bin Ladens).


Die von der offiziellen Version der Angriffe vermeintlich ungeklärten oder widersprüchlichen Umstände boten Anlass für diverse Verschwörungstheorien. Diese reichen in der Bandbreite von verordneter Untätigkeit der US-Behörden, bis zu einer direkten Verstrickung der CIA oder anderer Bundesbehörden in Vorbereitung und Durchführung der Anschläge.


Siehe auch: Zeitlicher Ablauf - Hintergründe - Der 11.9.01 in Deutschland - Verschwörungstheorien allgemein


Ursachen

Seit einigen Jahren haben sich islamistische Gruppierungen wie Al-Qaida zu einem Kampf gegen "den Westen" und als dessen Exponenten die USA entschlossen. Geführt wird dieser Kampf sowohl propagandistisch als auch mit Gewalt, häufig in Form von Terrorakten gegen Zivilisten, es wurden aber auch schon militärische Ziele angegriffen. Zu den Ursachen dieser Kriegserklärung gibt es verschiedene Theorien. Insbesondere nach linken Erklärungsmustern wird der Westen (und wiederum ganz besonders die USA) selbst für den Hass verantwortlich gemacht, der sich auf ihn richtet.


Die Anschläge vom 11. September waren nicht die erste Auseinandersetzung zwischen der westlichen Welt und Bin Laden bzw. der Al-Qaida: Bereits in den Jahren zuvor gab es Raketenangriffe der USA auf Afghanistan, Irak, Sudan und Libyen - laut Regierung der USA, um dort die Unterstützung von Terroristen zu verhindern -, sowie Anschläge auf US-Kriegsschiffe im Jemen, auf US-Botschaften in Afrika sowie bereits 1993 einen ersten Anschlag auf das World Trade Center. Hintergrund und Motivation für die Anschläge waren laut Bin Laden nach einer Ausstrahlung in El Dschasira:


Ich bezeuge, dass es keinen Gott außer Allah gibt, und Mohammed ist sein Prophet.


Da ist Amerika, von Gott getroffen an einer seiner empfindlichsten Stellen. Seine größten Gebäude wurden zerstört, Gott sei Dank dafür. Da ist Amerika, voll Angst von Norden nach Süden, von Westen nach Osten. Gott sei Dank dafür.


Was Amerika jetzt erfährt, ist unbedeutend im Vergleich zu dem, was wir seit etlichen Jahren erfahren. Unsere Gemeinschaft erfährt diese Erniedrigung und diese Entwürdigung seit mehr als 80 Jahren. Ihre Söhne werden getötet, ihr Blut wird vergossen, ihre Heiligtümer werden angegriffen, und niemand hört es und niemand nimmt Notiz.


Als Gott eine der Gruppen des Islams segnete, Speerspitzen des Islams, zerstörten sie Amerika. Ich bete zu Gott, dass er sie erhöhen und segnen möge.


Während ich spreche, werden Millionen unschuldiger Kinder getötet. Sie werden in Irak getötet, ohne Sünden zu begehen, und wir hören keine Verurteilungen oder eine Fatwa von der Führung. Dieser Tage suchen israelische Panzer Palästina heim - in Dschenin, Ramallah, Rafah, Beit Dschalla und an anderen Orten im Land des Islams, und wir hören niemanden, der seine Stimme erhebt oder sich einen Schritt bewegt.


Wenn das Schwert niedergeht, nach 80 Jahren, richtet die Heuchelei ihr hässliches Haupt auf. Sie trauern und sie klagen um diese Mörder, die das Blut, die Ehre und die Heiligtümer der Moslems missbraucht haben. Das geringste, was man über diese Leute sagen kann, ist, dass sie verderbt sind. Sie sind der Ungerechtigkeit gefolgt. Sie haben dem Schlachter den Vorzug vor dem Opfer gegeben, dem Unterdrücker vor dem unschuldigen Kind. Möge Gott ihnen seinen Zorn zeigen und ihnen geben, was sie verdienen.


Ich sage, dass die Lage klar und offensichtlich ist. Nach diesem Ereignis, nachdem die Regierungsvertreter in Amerika gesprochen haben, angefangen mit dem Kopf der Ungläubigen weltweit, Bush, und seiner Begleiter, sind sie mit Macht mit ihren Männern angetreten und haben sogar die Länder, die zum Islam gehören, zu diesem Verrat bewogen, und sie wollen Gott ihre Kehrseite zeigen, um den Islam zu bekämpfen, um Menschen im Namen des Terrorismus zu unterdrücken.


Als Menschen am Ende der Welt, in Japan, zu Hunderttausenden getötet wurden, Junge und Alte, wurde das nicht als Kriegsverbrechen betrachtet, sondern es gilt als etwas, das gerechtfertigt ist. Millionen Kinder in Irak, auch das ist etwas, das gerechtfertigt ist. Aber wenn sie Dutzende Menschen in Nairobi und Daressalam verlieren, wird Irak angegriffen und Afghanistan angegriffen. Die Heuchelei stand mit ganzer Macht hinter dem Kopf der Ungläubigen weltweit, hinter den Feiglingen dieses Zeitalters, Amerika und denen, die auf dessen Seite sind.


Diese Ereignisse haben die ganze Welt in zwei Lager geteilt: das Lager der Gläubigen und das Lager der Ungläubigen, möge Gott euch von ihnen fernhalten. Jeder Moslem muss danach drängen, seiner Religion zum Sieg zu verhelfen. Der Sturm des Glaubens ist gekommen. Der Sturm der Veränderung ist gekommen, um die Unterdrückung von Mohammeds Insel auszumerzen, Friede sei mit ihm.


An Amerika und sein Volk richte ich nur wenige Worte. Ich schwöre bei Gott, der den Himmel ohne Säulen errichtet hat, weder Amerika noch die Menschen, die dort leben, werden von Sicherheit träumen, bevor wir diese in Palästina leben, und nicht bevor alle ungläubigen Armeen das Land Mohammeds verlassen, Friede sei mit ihm.


Gott ist groß, möge der Stolz mit dem Islam sein. Möge Frieden und Gottes Gnade mit euch sein.


Folgen

Internationale Politik

Aufgrund der Terroranschläge erklärte die USA einen Krieg gegen den Terrorismus. Dieser Kampf wurde in vielen westlichen Ländern genutzt, um Einreisebedingungen zu verschärfen, Überwachungsmaßnahmen auszuweiten und grundlegende Menschenrechte einzuschränken. China erklärte bereits einige Jahre zuvor einen Krieg gegen den Terror, der hauptsächlich gegen tibetanische Separatisten und Angehörige von Falun Gong geführt wird. Durch das Einschwenken der USA auf diesen Kurs wurde die Position der chinesischen Führung gestärkt. Russland erklärte nachträglich seinen Kampf in Tschetschenien als Kampf gegen den Terror, um die Kritik daran abzuschwächen. George W. Bush erklärte im Kampf gegen den Terror das Recht der USA auf Präventivkriege, das als Bush-Doktrin bekannt wurde. Einerseits gab es verstärkte Zusammenarbeit verschiedener Länder, die zur Festnahme von Terroristen und zur Zerstörung von Terrorgruppen führte, andererseits - hauptsächlich von US-amerikanischer Seite - auch eine Abkehr von internationalen Verträgen und Abmachungen, die vor allem außerhalb der USA zu Irritationen führten und führen. So prägte US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld den Begriff des Alten Europa, womit er diejenigen europäischen Staaten, deren Regierungen sich gegen einen Krieg gegen den Irak 2003 wandten, insbesondere Deutschland, Frankreich und Russland meinte.


Weltweit wurden die Anstrengungen für die Flughafensicherheit verstärkt.


Verhaftungen

Im Zusammenhang mit den Anschlägen wurden in den USA über 1000 Menschen verhaftet, von denen viele bis heute in Haft sind. Bei ihnen handelt es sich größtenteils um Ausländer, meist arabischer oder asiatischer Herkunft. Menschenrechtsorganisationen kritisieren die Bedingungen, unter denen diese Menschen gefangen gehalten werden. Im Einzelnen wird ihnen Kontakt nach außen verwehrt, sie werden ohne Anklage festgehalten und ihre Identität wird geheim gehalten (so dass keine unabhängigen Untersuchungen durchgeführt werden können). Eine Klage auf öffentliche Verhandlung wurde in der Berufungsinstanz abgewiesen. [1] [2] [3]


Afghanistan-Krieg

In Folge der Anschläge wurde von den USA und ihren Verbündeten ein Krieg gegen Afghanistan geführt. Dieser Krieg richtete sich gegen das Taliban-Regime und die in Afghanistan operierende Al-Qaida, die für die Terroranschläge verantwortlich gemacht wurde. Anfangs forderten die USA die Auslieferung Osama Bin Ladens von den Taliban. Als diese darauf eingingen und ihn sowie andere Beschuldigte an neutrale Länder ausliefern wollten, stellten die USA neue Bedingungen und begannen schließlich den Krieg. Die reinen Kampfhandlungen waren erwartungsgemäß innerhalb weniger Wochen zugunsten der US-Streitkräfte und ihrer hochmodernen Waffensysteme beendet, jedoch wurde keine wirksame Strategie zur Friedenssicherung angewandt, so dass heute (2004) die politische wie auch die Sicherheitslage in Afghanistan sehr instabil ist. Seit dem Beginn des Dritten Golfkriegs spielt Afghanistan in der öffentlichen Berichterstattung nur noch eine untergeordnete Rolle.


Guantanamo-Häftlinge

Im Afghanistan-Krieg wurde eine Reihe Gefangener als illegale Kämpfer (illegal combatants) deklariert, um damit internationales Recht für Kriegsgefangene zu umgehen. Diese Kämpfer wurden und sind bis in die Gegenwart in Guantanamo Bay, dem Stützpunkt der US-Armee auf Kuba, inhaftiert. Für die Art der Inhaftierung und die Bedingungen der Haft hat die US-Regierung internationale Kritik auf sich gezogen.


Zusätzlich wurden Details in Form von bisher unveröffentlichten Fotos über die Art und Weise der Behandlung (Folter) von Kriegsgefangenen in verschieden irakischen und afghanischen Gefängnissen und anderen Lagern im Mai 2004 bekannt. Diese Veröffentlichungen setzen die amerikanische Regierung erheblich unter Erklärungszwang (siehe weiter unten: Entwicklung nach dem Irak-Krieg).


Irak-Krieg (Dritter Golfkrieg)

Die Anschläge des 11. September 2001 wurden von den USA zum Anlass genommen, den Dritten Golfkrieg gegen den Irak zu führen. Die Amerikaner griffen im März 2003 zusammen mit alliierten Truppen aus Großbritannien und anderen Staaten entgegen dem Willen der Mehrheit der im UN-Sicherheitsrat vertretenen Staaten, den Irak an. Die von den USA genannten Gründe für diesen nach Meinung einer großen Mehrheit der Welt-Staatengemeinschaft (UNO) völkerrechtswidrigen "Präventivkrieg" waren:


  • Die angenommene Zusammenarbeit Saddam Husseins mit Terrorgruppen (teilweise aufgrund falscher Geheimdienstinformationen, und wofür es ansonsten bisher nur Indizien gibt)
  • Die Herstellung von ABC-Waffen im Irak (bisher wurden keine gefunden)
  • Verletzung der Völkerrechte und Menschenrechte durch Saddam Hussein
  • Nichteinhaltung der Waffenstillstandsauflagen nach dem 2. Golfkrieg


Die Kriegsgegner, die im Februar weltweit millionenfach gegen den geplanten Krieg auf die Straße gingen, vermuten die Erlangung der amerikanischen Kontrolle über die im Irak lagernden hochwertigen Ölvorräte, Eroberung strategisch wichtiger Standorte gegenüber den arabischen und ex-sowjetischen Staaten oder bzw. und Förderung der US-Rüstungsindustrie und Ankurbelung der US-Wirtschaft als den wahren Kriegsgrund.


Im Krieg kamen ca. 3000 irakische und ca. 130 amerikanische Soldaten ums Leben, weiterhin eine bisher unbekannte Zahl von Zivilisten. Auch nach dem offiziellen Ende der Kampfhandlungen am 1. Mai 2003 kommen bis heute fast täglich Soldaten und Zivilisten durch Anschläge, Morde und Raubmorde ums Leben. Tatsächlich starben nach dem offiziellen Ende des Krieges bislang mehr Menschen durch gewaltsame Konflikteskalationen als während des Krieges. In 2004 besteht die reale Gefahr eines Bürgerkriegs. Anschläge auf und Entführungen von Ausländern im Irak und zunehmend auch in anderen arabischen Ländern, im Mai 2004 beispielsweise in Saudi-Arabien häufen sich.


Entwicklung seit dem Irak-Krieg

Auch der Kampf der Terrorgruppen außerhalb des Irak wurde nach dem Krieg fortgesetzt. So kam es zu mehreren Bombenanschlägen in Istanbul / Türkei und am 11. März 2004 zu einem Bombenattentat auf einige U-Bahn-Züge in Madrid / Spanien mit etwa 140 Todesopfern, dem bis dahin verheerendsten Anschlag nach dem 11. September 2001, der Al Quaida zugeschrieben wird. Die Befürchtungen der Kritiker des US-amerikanischen Kriegskurses in dessen Vorfeld, dass der Krieg gegen den Irak den islamistischen Terrorismus nicht schwächen, sondern im Gegenteil forcieren würde, scheinen sich aufgrund der neueren Entwicklungen immer mehr zu bewahrheiten.


Wenige Tage nach dem Madrider Anschlag waren Parlamentswahlen in Spanien. Die noch amtierende konservative Regierung unter Ministerpräsident Jose Maria Aznar, die sich im Irak-Krieg ebenfalls gegen den Willen der Mehrheit der spanischen Bevölkerung auf die Seite der USA gestellt hatte und ebenfalls mit Truppen am Krieg beteiligt war, versuchte zunächst, den Anschlag auf die U-Bahn der baskischen Untergrundorganisation ETA anzuhängen, was aber so nicht haltbar war. Bei der Wahl wurde Aznar schließlich abgewählt. Der neu gewählte sozialistische Ministerpräsident Jose Luis Rodrigues Zapatero zog schließlich die spanischen Einheiten, wie vor der Wahl versprochen, aus dem Irak ab.


Inzwischen verliert die US-Besatzungsmacht und mit ihr die US-Regierung unter George W. Bush selbst zunehmend an Glaubwürdigkeit. Anfang Mai 2004 drangen Informationen an die weltweite Öffentlichkeit, nach denen US-Militärpersonal in irakischen und auch afghanischen Gefängnissen Kriegsgefangene grausamen und extrem entwürdigenden Folterprozeduren einschließlich sexueller Nötigung und Misshandlung unterzieht, bei denen auch schon mehrere irakische Gefangene um's Leben kamen. Der Skandal, der zunächst mit entsprechenden Photos und Videos aus dem Militärgefängnis Abu Ghoreib in Bagdad belegt wurde, zog schnell weitere Kreise, bis auch weitere ähnliche und teilweisere schlimmere Misshandlungen aus Abu Ghoreib und anderen Gefängnissen bekannt wurden und ebenfalls mit Bildern belegt wurden. Damit wurde und wird zunehmend in den Augen vieler der Anspruch der Bush-Regierung, im Namen einer höheren Moral, der Menschenrechte und anderer freiheitlicher Werte gegen den Terrorismus vorzugehen, ad absurdum geführt. Die US-Regierung bemühte und bemüht sich zwar, den politischen Schaden zu begrenzen, stellte einige Soldaten unter Anklage und versprach eine Aufklärung und Reformen in den Gefängnissen. Offiziell wird bis dato in den USA von Regierungsseite die Version verbreitet, dass es sich um einzelne Vorkommnisse handele, begangen von Einzeltätern. Verschiedene Indizien und Hinweise deuten allerdings zunehmend darauf hin, dass die Folterungen System haben. Die politisch als verantwortlich Geltenden, allen voran US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld, blieben weiter im Amt.


Film



Literatur

  • Aust, Stefan und Schnibben, Cordt (Hrsg.): 11. September 2001. Geschichte eines Terrorangriffs, Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 2002. ISBN_3-421-05656-0
  • Pohly, Michael und Durán, Khalid: Osama bin Laden und der internationale Terrorismus, Ullstein, München 2001. ISBN_3-548-36346-6
  • Woodward, Bob: Bush at War - Amerika im Krieg, Heyne, München 2003. ISBN_3-453-87447-1
  • Schölzel, Arnold (Hrsg.): Das Schweigekartell. Fragen & Widersprüche zum 11. September; Kai Homilius Verlag, Berlin 2002. ISBN_3-89706-892-3
  • Thoden, Ronald (Hrsg.): Terror und Staat. Der 11. September - Hintergründe und Folgen; Kai Homilius Verlag, Berlin 2004. ISBN_3-89706-882-6


Verschwörungstheorien



Weblinks



Siehe auch: Al-Qaida - World Trade Center - Pentagon - New York City - Washington, D.C. - Verteidigungsministerium (USA) - FBI - Terrorismus - Osama bin Laden - Taliban - Islamismus - Afghanistan - kollektives Trauma - Innere Sicherheit - Deutsche Bundeswehr - Kommando Spezialkräfte (KSK) - Der Krieg der USA gegen den Terrorismus - Neue Weltordnung


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