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Tanker

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Ein Tanker ist ein Schiff zum Transport von flüssigen Medien, wie Wasser, Rohöl, Öle und Kraftstoffe jeder Art, wie Benzin, Schweröl, Dieselöl usw.


Die Silhouette eines Tankers ist leicht von der anderer Schiffe zu unterscheiden.


Er besitzt ein flaches Deck, das außer der Brücke kaum Aufbauten trägt. Er benötigt kein Ladegeschirr (auf Deck montierte Kräne), bis auf den mittschiffs auf allen Tankschiffen montierten so genannten Manifoldkran, mit dem Schläuche von Land an Bord gehoben werden können, um sie mit dem Leitungssystem des Schiffes zu verbinden. Diese Anschlüsse (auch Manifold genannt) sind aus der Entfernung ebenfalls gut zu erkennen.


Tanker haben ihre Pumpen zum Löschen der Ladung an Bord. Überwacht werden auch bei Tankern, wie mittlerweile bei fast allen Schiffen, alle Lade- und Löschoperationen mit einem Ladungsrechner, mit dem sich alle Kräfte, die auf das Schiff einwirken, vorhersagen lassen.


Hauptbestandteile der Schiffstechnik ist die Kesselanlage, die Antriebsturbine, die Generatorturbinen, Ladepumpen mit einer Einzelleistung von über 10.000 t pro Stunde und eine Inertgasanlage.


Bei entflammbaren Tankladungen werden heutzutage Schiffsbrände und -explosionen durch Befüllen der Leerräume der Tanks mit Inertgas gefüllt. Das Inertgas ersetzt die voherige Tankatmosphäre, die ja Sauerstoff enthielt, durch eine fast sauerstofffreie, um so zu garantieren, dass die Ladungsgase sich nicht entzünden können. Inertgas kann entweder ein speziell aufbereitetes, auf dem Schiff hergestelltes Verbrennungsgas sein aber auch jedes andere - mit der jeweiligen Ladung kein brennbares Gemisch bildendes - Gas sein.


Inhaltsverzeichnis


1 Öltanker

  1.1 Größenwachstum

2 Zwei-Hüllen-Tanker

  2.1 Entwicklungsgeschichte

3 Umweltgefahren

4 Siehe auch:

5 Weblinks


Öltanker


Öltanker sind Schiffe, die speziell für den Transport von Erdöl gebaut werden.


Ölanker, die den europäischen Markt mit Rohöl aus den erdölfördernden Länder versorgen, haben fast immer eine Größe von über 100.000 BRT.


Ihr Antrieb ist zu 90% eine Dampfturbine. Dieses bietet sich bei der Konstruktion eines solchen Schiffes an, da zur Beheizung der Ladung große Dampfkessel sowieso an Bord sind. Rohöl wird im beheizten Zustand geladen und wird während der gesamten Seereise weiterhin beheizt, um im Löschhafen abgepumpt werden zu können.


Da Geschwindigkeit beim Transport von Erdöl nicht so wichtig ist, sind Öltanker mit etwa 15 Knoten (28 km/h) relativ langsame Schiffe.


Größenwachstum

Der erste Öltanker war die Glückauf, die am 13. Juli 1886 zu ihrer ersten Fahrt auslief. Sie war 97 Meter lang und konnte rund 3000 Tonnen Öl laden. Da die Transportkosten pro Tonne Rohöl bei größeren Schiffen niedriger sind, wurden immer größere Öltanker gebaut. Der erste Tanker mit über 100.000 Tonnen wurde 1959 gebaut, 1966 folgte der erste 200.000 Tonnen-Tanker, bereits 1968 wurde die 300.000 Tonnen-Grenze überschritten. 1976 wurde zum ersten Mal ein Tanker mit mehr als 500.000 Tonnen Ladevermögen in Dienst gestellt. Nur wenige Schiffe dieser Größenklasse wurden gebaut. Der 1979 größte bislang gebaute Tanker und gleichzeitig das größte Schiff überhaupt war die Seawise Giant, später umbenannt in Jahre Viking. Mit einer Tragfähigkeit von 564.763 Tonnen, einer Länge von 458 Metern, einer Breite von 68,8 Metern sowie einem Tiefgang von fast 25 Metern. Zum Vergleich: Das Empire State Building ist nur 443 Meter hoch.


Öltanker über 200.000 Tonnen werden als VLCC (Very Large Crude Carrier), Tanker über 300.000 Tonnen als ULCC (Ultra Large Crude Carrier) bezeichnet. Bei einem Gesamtgewicht von über 250.000 t spricht man von einem Supertanker. Trotz ihrer Größe kommen auch die größten Tanker in der Regel mit 30-40 Mann Besatzung aus.


Das Größenwachstum brachte jedoch nicht nur Vorteile, sondern führte auch zu Problemen. Bei Schiffen dieser Größe treten strukturelle Probleme auf, da die Kräfte, die auf die 3-4 cm dicke Schiffshülle wirken, so groß sind, dass es zu Verformungen und Rissen kommen kann. Durch den großen Tiefgang können nur noch wenige Häfen angelaufen werden, außerdem sind sie zu breit für den Panama- und Suez-Kanal.


Zwei-Hüllen-Tanker

Ein Zwei-Hüllen-Tanker ist ein Transportschiff zum Transport flüssiger Güter, das eine doppelte Aussenhülle aufweist.


Im Gegensatz zu herkömmlichen Ein-Hüllen-Tankern bieten diese eine höhere Sicherheit gegen das Auslaufen des Transportgutes.


Entwicklungsgeschichte

Nach der Tankerkatastrophe 1989 (Exxon Valdez) hat die Regulierungsbehörde Internationale Seeschifffahrts-Organisation IMO beschlossen, dass alle Tanker, die ab 1996 gebaut werden und über 5000 Tonnen Transportgewicht haben, nur noch mit Doppelhülle ausgestattet sein dürfen.


Nach der "Erika-Katastrophe" (2001) hat die IMO beschlossen, dass ab 2015 nur noch Öltanker mit doppelwandigen Außenhüllen die Weltmeere befahren dürfen.


Ursprünglich war die Entwicklung der doppelwandigen Tanker nicht aus Sicherheitsgründen vorgenommen worden, sondern um Energie (und damit Kosten) zu sparen für den Transport von heißen Gütern, wie Bitumen, Melasse oder Paraffin. Eine Doppelhülle bietet eine gute Wärme-Isolierung.


Umweltgefahren

Das bei Tankerunglücken auslaufende Erdöl verursacht große Schäden an der Natur ("Ölpest"). Wasservögeln und im Wasser lebenden Säugetieren werden Gefieder bzw. Fell verklebt, durch giftige Bestandteile gehen Fische, Muscheln und Krebse zugrunde, wodurch vielen anderen Tieren die Nahrungsgrundlage entzogen wird.


Um die Gefahr des Auslaufens von Erdöl bei Schiffskollisionen oder beim Auflaufen auf ein Riff zu verringern, beschloss die International Maritime Organization (IMO), dass nur noch Zwei-Hüllen-Tanker gebaut werden dürfen. Bis 2015 sollen alle Einhüllentanker stillgelegt werden.


Siehe auch:



Weblinks




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