Tahiti ist die größte Insel von Französisch-Polynesien in der Südsee, deren ursprünglicher Name Otaheite lautet. Die Hauptstadt Papeete liegt an der Nordwestküste.
Geographie
Die Insel besteht eigentlich aus zwei Inseln, die durch einen schmalen Isthmus miteinander verbunden sind und bedeckt 1043 km². Rund um die Insel liegt ein Korallenriff, das stellenweise unterbrochen ist. Etwa 70% der Bevölkerung von Französisch-Polynesien lebt auf Tahiti. Massive Regenwälder bedecken die Insel. Die Regenzeit dauert von November bis April.
Bevölkerung
Bevölkert wurde die Insel durch polynesische Einwanderer in der Zeit von 300 bis 800, obwohl einige Stellen älteren Datums gefunden wurden. Der fruchtbare Boden und der fischreiche Ozean boten reichlich Nahrung für die Einwanderer. Die entspannte Atmosphäre und die Zufriedenheit der ansässigen Kulturen beeindruckte die europäischen Besucher ungemein. Die berühmteste Geschichte darüber ist wohl die Meuterei auf der Bounty.
Geschichte
Die ersten europäischen Besucher waren Spanier1606 unter Fernandez de Quiros, aber da die Insel über keine Bodenschätze verfügte, war sie für die Eindringlinge nicht interessant. Die Insel wurde Sagittaria genannt. Die Besatzungen der Schiffe wurden von nackten Mädchen empfangen, schließlich hielt man sie für Götter. Die Mannschaften der nachfolgenden Schiffe unter Wallis (1767) und James Cook (1774) hinterließen nicht nur blonde Kinder, sondern auch Krankheiten, wie Syphilis und Grippe. Die Anzahl der Einwohner wurde damals auf etwa 200.000 geschätzt. 1768 wurde Tahiti zur französischen Kolonie und wenig später erreichten die ersten Missionare die Insel. Die nachfolgende Christianisierung ließ die ursprüngliche Kultur der polynesischen Einwanderer vollkommen verschwinden.
1842 wurde Tahiti zum französischen Protektorat erklärt und König Pomare V. anerkannte die Oberhoheit Frankreichs im Jahre 1880. Während des Zweiten Weltkrieges diente die Insel der USA als Vorposten im Südseeraum.
Heute genießt Tahiti den höchsten Lebensstandard von allen Südseestaaten. Der Tourismus ist ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor. Frankreich lässt sich die kleine Überseebesitzung jährlich etwa 1 Milliarde Euro kosten, aber die Insel zahlt mit 200 bis 300%igen Importzöllen auf alle Waren diesen geschenkten Betrag schwer zurück.
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