Tabula (lat.: das Brett) wird als Weiterentwicklung des römischen Spiels Duodecim Scripta angesehen und gilt heute als direkter Vorgänger des Backgammons.
Etwa um Beginn der Zeitrechnung kamen in Rom immer mehr Varianten des bereits bekannten und beliebten Spiels Duodecim Scripta auf, welches sich aus dem alt-ägytischen Spiel Senet entwickelt hatte. Ziel der Regelveränderungen war es, das etwas starre Spiel zu verfeinern und spannender zu gestalten. Eine der beliebtesten Varianten war das Tabula, welches auf dem selben Brett wie Duodecim Scripta gespielt wurde, dem heute bekannten Backgammon-Spielfeld.
Im wesentlichen unterschied sich Tabula von seinem Vorgänger Duodecim Scripta dadurch, daß es nun auch möglich war die Steine des Gegners zu schlagen. Im Gegensatz zum Backgammon spielte man es aber noch mit drei Würfeln. Es wird angenommen, daß sich aus dem "dritten" Würfel später der "Doppelerwürfel" beim Backgammon entwickelte.
Tablua war das Lieblingsspiel des Kaisers Claudius, der auch ein Buch darüber geschrieben hat, das aber leider nicht überliefert ist.
Wie alle Glücksspiele, war auch Tabula im antiken Rom offiziell verboten und durfte daher nur "privat" gespielt werden.
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