wer ist, was ist, wo ist, wann war, was war - Lexikon / Chronik / Biografie / Wissen - Tabakrauchen


Werbung

Produkte / Services :|: Chronik CD :|: als Startseite | zu den | empfehlen :|: Impressum
Lexika @ InfoBitte.de :|: Universal-Lexikon | WeltKunst | Geteiltes Deutschland | Zweiter Weltkrieg
WeltChronik.de :|: Welt | Deutschland | Kultur/Kunst/Technik :|: BildDatenBank :|: Biografien

Navigation

WeltChronik
Deutsche Chronik
KulturChronik
Biografien
Bilddatenbank
Kalenderblatt
Epochen
Lexika @ InfoBitte.de
Produkte

Suchfunktionen
Chronik-Jahr direkt

Nur Zahl eingeben
Bereich: '0'-'2001'
PARTNER
Ahnenforschung

Quellen für die Schule

FREE 4 WebMasters

Wir haben eine ganze Palette kostenloser Angebote von uns
für WebMaster und HomePage Besitzer aufbereitet

Holen Sie sich hier ab

was Sie gerne einsetzen würden
Suchfunktionen, Kalenderblatt, uam
für Ihre WebSite



Tabakrauchen

ein InfoBitte / WeltChronik
Sach-Artikel (Enzyklopädie / Lexikon)

Entwickelt von ICA-D aus der XML-Version der deutschen WikiPedia
© 2004/2005 ff by de.wikipedia.org, teilw. by ICA-D
blättern» voriger Artikel | Hauptseite | nächster Artikel «blättern

Unter Tabakrauchen (verkürzt: Rauchen) versteht man das Inhalieren von Rauch, der durch das Verbrennen von tabakhaltigen Artikeln (Zigaretten, Zigarillos, Zigarren, in Pfeifen, Shishas etc.) entsteht.


Das Rauchen war in verschiedenen altamerikanischen Kulturen schon lange üblich und gelangte nach der "Entdeckung" Amerikas durch Columbus auch nach Europa, wo zuvor bereits einige andere Pflanzen geraucht worden sein sollen, so z.B. der Lavendel. Einige Jahrhunderte lang war das Rauchen v.a. bei Männern ein selbstverständlicher Bestandteil der europäischen und nordamerikanischen Kultur, jedoch wurde ab der Mitte des 20. Jahrhunderts die starke Gesundheitsschädlichkeit allgemein bekannt.


Inhaltsverzeichnis


1 Medizin

  1.1 Tabakrauchen als Gesundheitsrisiko

  1.2 Todesursache Tabakrauchen

2 Recht - Verbote des Tabakrauchens

3 Statistik - Anteil der Raucher an der Bevölkerung

4 Gesellschaft - Rauchen und sozialer Status

5 Körperliche Regeneration der Nichtraucher

6 Siehe auch

7 Weblinks


Medizin

Tabakrauchen als Gesundheitsrisiko

Nikotin ist neben Alkohol eine der in westlichen Ländern am weitesten verbreiteten legalen Drogen.


Das vor allem in den Blättern der Tabakpflanze enthaltene Alkaloid Nikotin (Nicotin) wird für die Suchtentwicklung bei Rauchern verantwortlich gemacht (Nikotinsucht). Das Rauchen gilt als Verursacher und mitverantwortliche Ursache zahlreicher Erkrankungen, vor allem des Lungenkrebs und vieler Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Versuche an Hunden zeigten, dass nach dem Inhalieren einer Zigarette sich keine Erektion mehr einstellte. Ähnliche Versuche bei Menschen führten allerdings zu einem anderen Ergebnis. Dennoch gilt Rauchen als eine Hauptursache für erektile Dysfunktionen bei Männern.


Desweiteren stellt das Rauchen eine Gefahr für die Gesundheit der Zähne dar. (siehe Weblink)


Die durchschnittliche Lebenserwartung von Rauchern ist im Vergleich zu Nichtrauchern um etwa zehn Jahre niedriger. Die Gesundheitsgefahren durch Rauchen sind durch ausgefeilte statistische Verfahren zweifelsfrei belegt.


Von besonderem Interesse sind dabei die Feststellungen an sog. statistischen Zwillingen. Dies sind Personen, die aus einer großen Zahl von Probanden ausgewählt worden sind, weil 25 Faktoren, die gesundheitliche Bedeutung haben, bei ihnen übereinstimmten. Dazu gehörten Alter, Geschlecht, Familienstand, Größe und Gewicht, Vorkrankheiten, erbliche Belastung für Krebs, aber auch Erziehung und Religion, Stadtwohnung oder Landwohnung, schließlich selbst Abstammung und Nationalität. In dem zu prüfenden Faktor aber stimmten sie nicht überein: die einen rauchten, die anderen nicht. Hammond hat 36.975 derartige statistische Zwillingspaare im Alter zwischen 40 und über 80 Jahren über einige Jahre untersucht. Am Ende der Beobachtungszeit waren 1.385 Raucher, aber nur 662 Nichtraucher gestorben, das ist ein Verhältnis von mehr als 2 : 1. Von den Nichtrauchern starben 12 an Lungenkrebs, von den Rauchern hingegen 110 (Public Health, 1161-1187, Mai 1964).


Weiterhin wurde nachgewiesen, dass das im Tabakrauch enthaltene Benzo(a)-pyren das für die Krebsabwehr zuständige Gen P-53 schädigt.


Aber auch das Passivrauchen von z.B. Zigarettenqualm kann eine ernsthafte Gefährdung der Gesundheit darstellen, so enspricht z.B. ein Aufenthalt von 3-4 Stunden Dauer als Passivraucher in einem von Zigarettenqualm gefüllten geschlossenen Raum (wie z.B. in Discos oder Kneipen) einem "aktiven" Rauchen von 4-9 Zigaretten.


Todesursache Tabakrauchen

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, die Staatsekretärin im Bundesgesundheitsministerium, Marion Caspers-Merk spricht für 2003 von 110 000 Todesfällen als Folge des Rauchens in Deutschland (Zum Vergleich: Drogentod durch illegale Drogen 1 477, Tod als Folge von Alkoholkonsum: 40 000 ).


(Quelle: Drogen- und Suchtbericht 2004)


Recht - Verbote des Tabakrauchens

Seitdem die gesundheitsschädlichen Wirkungen des Rauchens medizinisch erwiesen sind, gab es in verschiedenen Ländern immer wieder und mit steigender Tendenz Appelle an politische Entscheidungsträger, von staatlicher Seite dem Rauchen entgegenzuwirken. Als übergeordnete Gründe derartiger Appelle stehen die Aufforderung an den Staat, einer gesundheitlichen Fürsorgepflicht gegenüber den Bürgern zu genügen sowie der Hinweis auf den durch die gesundheitlichen Folgen verursachten volkswirtschaftlichen Schaden im Vordergrund.


Der Staat seinerseits tut sich häufig schwer mit derartigen Forderungen, da er sich in einem Dilemma befindet: Einerseits lockt die Vorstellung, sich als fürsorglicher Schützer der Volksgesundheit zu profilieren; andererseits ist der Staat (speziell in Deutschland) an fortgesetztem Tabakkonsum der Bürger interessiert, weil die Einnahmen aus der Tabaksteuer eine wichtige staatliche Einnahmequelle darstellen.


Als eine der ersten staatlichen Reaktionen auf die Forderung nach Eindämmung des Rauchens ist die in Frankreich in den 1990er Jahren erlassene Regelung zu sehen, wonach in Restaurants rauchfreie Zonen einzurichten sind (was in der Praxis allerdings zumeist ignoriert wird). In zunehmendem Maße geraten auch in den USA die Raucher unter Druck, wobei dort in der Regel kommunale Verordnungen vorschreiben, inwieweit das Rauchen toleriert wird oder nicht. Hier sind bereits Fälle bekannt, wo in einer Kommune das Rauchen in der Öffentlichkeit (also auch auf öffentlichen Straßen und Plätzen) generell verboten wurde. In New York City wurde 2003 das Rauchen in Restaurants verboten. Zugleich gelten hier extrem hohe Zigarettenpreise.


Als erstes EU-Land führte die Republik Irland im Jahr 2004 ein totales Rauchverbot in öffentlichen Einrichtungen ein. Betroffen waren in erster Linie die 10 000 Pubs des Landes. Bis zu 400 amtlich bestellte Kontrolleure überwachen die Einhaltung. Den Besitzern von Kneipen, Bars und Restaurants - sowie allen anderen Arbeitgebern - drohen Geldstrafen von bis zu 3 000 Euro, wenn in ihren Einrichtungen gegen das Gesetz verstoßen wird.


Statistik - Anteil der Raucher an der Bevölkerung

Der Anteil der Raucher an der Bevölkerung (Alter über 15 Jahre) der jeweiligen EU-Länder (Quelle: Europäische Kommission, 1999)


Tabelle


Gesellschaft - Rauchen und sozialer Status

Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts war das Rauchen sozial weitgehend akzeptiert und sogar positiv besetzt als Mittel zum Ausdruck von gesellschaftlichem Rang, Gelassenheit und Überlegenheit. Hiervon zeugen auch soziale Gepflogenheiten wie etwa der in gehobenen bürgerlichen Kreisen und im Adel bis in das 20. Jahrhundert hinein herrschende Brauch, dass nach einem Essen in Gesellschaft die anwesenden Männer sich geschlossen in das Rauchzimmer (das oft zugleich die Hausbibliothek beherbergte) begaben, um dort im Tabakrauch über Politik und Weltgeschehen zu räsonnieren.


Aus der allgemeinen Akzeptanz und Praxis des Rauchens erwuchs geradezu ein Zwang, selbst ebenfalls zu rauchen, um "dazu zu gehören". Mit der zunehmenden Verbreitung der medizinischen Erkenntnisse über die gesundheitsschädlichen Folgen des Rauchens hat sich die allgemeine Einschätzung des Rauchens jedoch stark zum Negativen hin gewendet. Personen des öffentlichen Lebens vermeiden es heute meist, sich öffentlich zum Rauchen zu bekennen.


Allerdings ist die Rezeption der medizinischen Erkenntnisse und die individuelle Entscheidung, daraus persönliche Konsequenzen zu ziehen (im Sinne einer Ablehnung des Rauchens), an ein gewisses Bildungsniveau gebunden. Entsprechend ist der Anteil von Rauchern in gut ausgebildeten Schichten deutlich niedriger als in schlecht ausgebildeten Schichten. Die WHO berichtet 2004, dass in China unter Menschen ohne Schulbildung siebenmal häufiger Raucher anzutreffen sind als unter Menschen mit College-Abschluss.


In Deutschland beträgt laut einer 2004 veröffentlichten Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) Heidelberg der Raucheranteil unter Männern mit einem Einkommen von weniger als 730 Euro im Monat 43%; bei Männern mit einem Einkommen oberhalb dieser Schwelle liegt der Anteil nur bei 23%. Von Personen, die einfache, angelernte Tätigkeiten ausüben, rauchen etwa 50%. Der Anteil der Raucher in der Gruppe der Ärzte, Gymnasial- und Hochschullehrer liegt dagegen bei nur 15%.


In der Gruppe der 18-19Jährigen mit Hauptschulabschluss liegt der Anteil der Raucher bei 64%; bei gleichaltrigen Abiturienten beträgt der Anteil lediglich 39%.


In einer weiteren Studie zur gesundheitlichen Situation von Jugendlichen, die Anfang Juni 2004 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) veröffentlicht und in Deutschland von der Universität Bielefeld betreut wurde, werden deutsche Jugendliche als "Europameister" beim Rauchen bezeichnet: Der Studie zufolge, der in Deutschland Befragungen von 5600 Jugendlichen zugrundeliegen, geben 25% der 15jährigen Jungen und 27% der gleichaltrigen Mädchen an, täglich zu rauchen. Die Studie zeigt einen Zusammenhang auf zwischen diesem Befund und Indizien für geringe Lebenszufriedenheit, eine negative gesundheitliche Selbsteinschätzung und geringen Schulerfolg der rauchenden Jugendlichen.


Körperliche Regeneration der Nichtraucher

Schon zwanzig Minuten nach der "letzten Zigarette" startet der Körper organische Veränderungen, die über Jahre fortgesetzt werden. Allerdings wird dieser Regenerationsprozeß schon durch nur eine einzige Zigarette pro Tag wieder hinfällig!


  • 20 Minuten - Der Blutdruck und Puls sinken auf eine normale Höhe. Die Körpertemperatur von Händen und Füßen steigt wieder auf einen Normalwert.
  • 8 Stunden - Das giftige Kohlenmonoxid, welches sich an den roten Blutkörperchen anlagert, ist durch Sauerstoff ersetzt worden.
  • 24 Stunden - Rückgang des Herzinfarktrisikos.
  • 48 Stunden - Die Nervenenden regenerieren sich. Geruchs- und Geschmackssinn funktionieren besser.
  • 2 Wochen bis 3 Monate - Der Blutkreislauf stabilisiert sich. Das Gehen fällt leichter. Die Lungenfunktion verbessert sich um bis zu 30 Prozent.
  • 1 bis 9 Monate - Der Raucherhusten verschwindet, ebenso die Verstopfung der Nasennebenhöhlen. Abgespanntheit und Kurzatmigkeit nehmen ab. Körperliche Energiereserven nehmen zu.
  • 1 Jahr - Das Risiko eines Herzinfarkts halbiert sich.
  • 5 Jahre - Das Lungenkrebs-Todesrisiko eines Durchschnittsrauchers (eine Schachtel pro Tag) verringert sich fast auf die Hälfte.
  • 10 Jahre - Das Lungenkrebsrisiko hat sich auf das eines Nichtrauchers verringert.
  • 15 Jahre - Das Herzinfarktrisiko ist nun so groß wie das eines Nichtrauchers.


Siehe auch

Inhaltsstoffe und Herstellung von Zigaretten, Tabaktrafik, Nichtraucherschutz


Weblinks



blättern» voriger Artikel | Hauptseite | nächster Artikel «blättern

Dieser Beitrag ist aus der XML-Version der deutschen WikiPedia® entwickelt worden und unterliegt inhaltlich den GNU FDL-Lizenzbestimmungen. Linkziele außerhalb der wikipedia-Inhalte unterliegen den Urheberrechten der jeweiligen Anbieter




Wörterbuch


Produkte
2000 Jahre
Chronik CD-ROM


Kalenderblatt in
Schmuckblatt
Ausführung


Geburtstags-Bios

Suchen/Google-Ads
Kalenderblatt
druckfertig
( DirectDownloads )
Kalenderblätter
druckfertig aufbereitet für Schmuckblätter
zum Selbstdrucken

im Word DOC6/RTF Format, je Euro 5
über Click&Buy
JAN | FEB | MÄRZ
APRIL | MAI | JUNI
JULI | AUG | SEPT
OKT | NOV | DEZ

Das Geschenk für jeden Anlass, nicht nur bei 'runden' Jubiläen
Andere Einzeltage
oder Zahlungsarten

bitte HIER bestellen


© 2000 ff by ICA-D, D-76751 Jockgrim, Germany
Verantwortlich im Sinne des Presse- und Multimedia-Rechts: Dipl.-Ing. Rainer Detering, Waidweg 18, 76189 Karlsruhe


| Immer | Unsere | InfoBitte weiterempfehlen
KALENDERBLATT von HEUTE | SUCH-Funktionen ALLE und nach BEREICHEN | Startseite
Welt-Chronik | Kunst-, Kultur-, Technik-Geschichte | Deutsche Chronik | 2000 Biografien | Bild-Datenbank
Gesetzestexte | SkateGuide | Online Jigsaw Puzzles | GeschenkTip | Produkte, Services, Impressum



*NEU* bei InfoBitte *NEU*



die deutsche WikiPedia
bei InfoBitte.de mit
650,000 Querverweisen zu
2000 Jahre Chronik



InfoBitte
Portal zu Portalen
Hauptseite


Suchfunktionen

Wissen, Biografien, Geschichte
besser gezielt suchen mit
domain-Filterung

die Links führen im neuen Fenster
zu den jeweiligen Hauptseiten,
das Anklicken eines Buttons zur
Filterung für die Google-Suche



Google
Lexika @ InfoBitte.de

ib InfoBitte.de (alle Lexika)
ib Universal-/Hand-Lexikon
die WikiPedia @ InfoBitte
ib L. WeltKunstGeschichte
ib L. Geteiltes Deutschland
ib L. Zweiter Weltkrieg

2000 Jahre Chronik

WeltChronik.de (Texte)
  
WeltChronik auf CDROM
deutsche Geschichte
Kultur-/TechnikGeschichte
WeltChronik Bilder
Chronik Biografien

Google
2000 Jahre Chronik
offline auf CDROM

Hier Kaufen


WeltChronik Jahr...
(eigene Suchfunktion)

Nur Zahl eingeben
Bereich: '0'-'2001'





Diese Web Site verdient ihr Geld durch Produktverkäufe (CD-ROM, downloads) und in erster Linie durch Anzeigen. Wenn Sie als Webmaster zuverlässige Partner suchen für Ihr eigenes Anzeigenschäft, dürfen Sie sich gerne auf unsere Empfehlungen stützen:
z.B.: GigaCash & ProfiWin