Swissair (offizieller Name Swissair Schweizerische Luftverkehr AG, IATA-Code SR, ICAO-Code SWR, Callsign Swissair) war von 1931 bis zu ihrer Nachlassstundung und Liquidation ab Ende 2001 die nationale Fluggesellschaft der Schweiz. Ein Teil der Flugzeuge und Destinationen der Swissair werden heute von der neuen Fluggesellschaft SWISS (an)geflogen, die in der Folge der Swissair-Pleite auf Grundlage der damaligen Swissair-Tochtergesellschaft Crossair gegründet worden war.
Februar 1947: Nach dem Zweiten Weltkrieg nimmt die Swissair ihren Betrieb wieder auf und erhöht ihr Aktienkapital auf 20 Millionen Schweizerfranken, wovon die Schweizerische Eidgenossenschaft 30,6 Prozent übernahm. Damit sind auch die ersten Langstreckenflüge nach New York sowie an Destinationen in Südafrika und Südamerika möglich.
5. Juni1950: Mit Unterstützung der Schweizerischen Eidgenossenschaft, die ein Darlehen von 15 Millionen Schweizer Franken gewährt, kauft die Swissair zwei Verkehrsflugzeuge vom Typ Douglas DC-6B.
1958: Die Swissair schliesst mit der skandinavischen SAS einen Vertrag über die Zusammenarbeit; die beiden Fluggesellschaften bestellen gemeinsam Verkehrsflugzeuge vom Typ Douglas DC-8 sowie Caravelle-Düsenflugzeuge für die Kurzstrecke.
1971: Die Swissair nimmt die erste Boeing 747-200 (Jumbo) in ihre Flotte auf. 1972 folgen die ersten Maschinen vom Typ Douglas DC-10, welche bis Anfang der 90er-Jahre die Langstreckenflotte der Swissair prägten.
1983: Ähnlich wie viele andere Fluggesellschaften führt die Swissair eine Business Class ein und verabschiedet sich vom Flugbetrieb mit nur einer Klasse.
16. März1989: Dei Swissair unterzeichnet einen Zusammenarbeitsvertrag mit der amerikanischen Delta Airlines; gleichzeitig werden Kooperationen mit SAS und Singapore Airlines vereinbart.
1993: Die europäischen Fluggesellschaften Austrian Airlines, KLM, Swissair und SAS planen unter der Bezeichnung Alcázar die Fusion, die jedoch am Widerstand in der Schweiz scheitert.
4. Mai1995: Die Swissair übernimmt 49,5 Prozent an der belgischen Sabena und beteiligt sich in den folgenden Jahren an weiteren europäischen Fluggesellschaften, um eine für den zunehmend liberalisierten Luftverkehrsmarkt überlebensfähige Grösse zu erreichen (Hunter-Strategie).
1997: Aus der bisherigen Fluggesellschaft Swissair wird der KonzernSAirGroup geschaffen; die bisherige Swissair wird eine von vielen Tochtergesellschaften.
3. September1998: Ein MD-11-Verkehrsflugzeug der Swissair stürzt auf dem Flug von New York nach Genf ins Meer vor Halifax; 229 Menschen finden den Tod.
13. Oktober1999: Delta Airlines, Sabena und Swissair kündigen ihre Zusammenarbeit im Rahmen der so genannten Atlantic Excellence Alliance auf.
Januar 2001: Die Hunter-Strategie wird abgebrochen, weil die SAirGroup die daraus folgenden Lasten nicht mehr tragen kann.
Oktober 2001: Die Swissair muss ihre gesamte Flotte mangels Liquidität am 2. Oktober2001 grounden und ein Gesuch um Nachlassstundung beantragen; bis Ende März 2002 wird ein Teil des Flugbetriebes der neu gegründeten SWISS übertragen. Seither befindet sich die Swissair in Nachlassstundung beziehungsweise Liquidation.
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