Adapa ist die Erzählung von einem Mann, dem die Möglichkeit zur Unsterblichkeit geboten wird. Hierzu muss er lediglich Speisen und Getränke der Götter zu sich nehmen, die ihm von Tammuz and Ningishzida im Auftrag von Anu angeboten werden. Doch da ihm sein Gott Enki geraten hat davon nicht zu essen, weil er sonst sterben würde, verweigert er beides. Enki gibt seinem Anhänger Adapa stattdessen große Weisheit und magische Kräfte. Der Gott Anu ist natürlich verärgert als er davon Kenntnis erhält. (Vergleiche auch die Motive der griechischen Prometheus-Sage, in der Prometheus den Göttervater Zeus verärgerte weil er den Menschen das Feuer bringt.)
In der babylonische Fassung der Sintflut warnt der Gott Enki je nach Fassung den Menschen Ziusudra, Atrahasis oder Utnapishtim vor der Gefahr einer Flut die alles menschliche Leben vernichten wird und rät ihm ein Schiff zu bauen. (In der biblischen Fassung spricht der Gott Jahwe/Elohim direkt zu Noah.) Die Situation wird durch einen Verschwiegenheits-Eid den Enki den anderen Göttern schwören musste verkompliziert, so dass Enki mit der List nur gegen eine Schilfwand des Hauses in dem der Mensch schläft zu sprechen, seine Verpflichtung erfüllt und dennoch den Menschen Kenntnis von der Flut verschafft. Daraufhin reißt der Mensch sein Haus ein und baut daraus ein Boot mit dem er dann sein Leben und das Leben seiner Familie rettet. (Shurrupak im unteren Mesopotamien wird als die Stadt angesehen in der Utnapishtim wohnte. Aufgrund von Sedimenten ist im Bereich 4. bis 3. Jahrtausends v. Chr. eine Flut um den Fluss Euphrat herum bekannt.)
Der Gott Enki (mit Beinamen "Herr der List" oder "Herr von Eridu", der Gott der Weisheit und des Wissens, En-ki bedeutet "Herr der Erde") selbst ist der Gott der Geheimnisse und wird auch mit Ea oder Ia bezeichnet. (möglicher Bezug zu Iah/Yah?) Sein Thron soll sich unter der Erde bei Abzu/Apsu in Eridu (in der Region des unteren Mesopotamien) befinden, wobei aus am Thron angebrachten Gefäßen zwei Wasserströme entspringen. Er wurde auch als Grundwasser und Quellengottheit verstanden. Das salzhaltige Wasser des Meeres wird als separate Einheit gesehen.
Enki manipuliert bzw. betrügt und hintergeht sowohl andere Götter wie auch die Menschen für seine Zwecke - und entspricht somit dem Trickster der indianischen Mythen. So wird Enki zugeschrieben, die zauberkäftige Ursprache nam-shub der Menschen verwirrt und so das Ende eines goldenen Zeitalters bewirkt zu haben. Die Geschichte findet sich später und in neuer Form in der Bibel als "Turmbau zu Babel" wieder.
Im Gegensatz dazu bringt der Gott Enlil den Menschen die Sprache bei. Als Regionen werden die Länder der Shubur-Hamazi, der polyglotten Sumer, Uri, und das Land der Martu benannt.
Inanna, "die Königin des Himmels", wird jedes Frühjahr durch eine Heirats-Zeremonie geehrt. Der König stellt dabei den menschlichen Ehegatten Tammuz dar, der mit einer Priesterin zusammenkommt, welche als eine Personifikation der Göttin gilt. Damit wird Inannas Wohlwollen gewährleistet, was eine gute Ernte und den Schutz vor Feinden garantiert.
Literatur
Samuel Noah Kramer. History Begins at Sumer, Twenty-seven 'Firsts' in Man's Recorded History. Garden City, New York. Doubleday Anchor Books. [1956] 1959
Samuel Noah Kramer and John Maier. Myths of Enki, the Crafty God. New York and Oxford. Oxford University Press. 1989
Eine Verarbeitung der Legenden um Enki und Inanna in einem modernen Roman findet sich in "Snow Crash" von Neal Stephenson. Dort wird Enki unter anderem als Gott der Hacker dargestellt.
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