Beim Sturmgewehr 44 handelt es sich um eine automatische Waffe die 1944 im deutschen Heer eingeführt wurde.
Geschichte
Anfang des 2. Weltkrieges entwickelte die Firma Haenel im Auftrag des Heereswaffenamtes eine automatische Waffe für die neue 7,92 x 33 mm Patrone von Polte. Parallel zu Haenel wurde daran auch bei Walther gearbeitet. Um zu verdeutlichen, dass es sich dabei um keine Maschinenpistole handelte, wurde die Waffe Maschinenkarabiner genannt; MKb 42(H) für Haenels Entwicklung, MKb 42(W) für die von Walther. Erst später, als Hitler sich gegen die Einführung einer neuen Waffe aussprach, kehrte man zur Bezeichnung "Maschinenpistole" zurück. Die Waffe von Walther wurde abgelehnt, die von Haenel angenommen und 1942-1943 das verbesserte und nun MP43 genannte Modell erfolgreich an der Ostfront getestet. Von den guten Ergebnissen überzeugt, stimmte Hitler der Produktion zu. 1944 wird die Waffe in MP44 umbennant, später erhält sie den Propagandanamen "Sturmgewehr 44" (StG-44). Weil das lange 30-schüssige Standardmagazin beim Schießen im Liegen oft hinderlich war, entwickelte man kürzere Magazine für 15 und 20 Schuss.
Technik
Das StG-44 ist ein Gasdrucklader mit Kippblockverschluss. Frühe Prototypen waren zuschließend feuernde Waffen, spätere Modelle schossen aufschließend. Der Lauf wird verriegelt, indem der Verschluss sich unten am Systemkasten abstützt. Nach der Schußabgabe bewegt sich der Gaskolben zurück und hebt den Verschluss an, der so befreit wird und sich nun ebenfalls nach hinten bewegen kann. Dabei wird die leere Hülse ausgeworfen. Die Sicherung befindet sich auf der linken Seite und kann bequem mit dem Daumen bedient werden. Etwas weiter oben befindet sich der Wahlschalter für die Feuerart. Um das Gewehr zu zerlegen, muss der im Bodenstück der Schulterstütze steckende Stift entfernt werden. Jetzt kann die Schulterstütze abgenommen, das Griffstück abgekippt und der Verschluss samt Kolbengestänge herausgezogen werden.
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