Aufgrund seiner Reaktionsfreudigkeit kommt Strontium in der Natur nur in Verbindung mit anderen chemischen Elementen vor. (Strontianit, Celestit).
Das reine Metall ist weicher als Kalzium, und in Wasser auch reaktiver als selbiges; dabei entsteht Strontiumhydroxid und Wasserstoffgas.
Strontiumpulver entflammt spontan in Luft.
Verwendung
Strontium wird vorwiegend als Leuchtstoff in Fernsehschirmen eingesetzt.
Daneben wird es zur Herstellung von Ferritmagneten benutzt.
Strontiumtitanat besitzt einen sehr hohen Brechungsindex.
Daher findet es sich in optischen Geräten.
Strontiumsalze werden im Feuerwerk eingesetzt, um rote Farbwirkungen zu erzielen.
Neuere medizische Untersuchungen belegen, dass Strontium-Ralenat zur Behandlung von Osteoporose geeignet ist. Das neue Medikament senkt das Risiko, eine Fraktur zu erleiden.
Geschichte
Adair Crawford erkannte 1790, dass das MineralStrontianit, benannt nach der schottischen Stadt Strontian, von anderen Mineralen zu unterscheiden sei.
Klaproth und Hope wiesen Strontium selbst im Jahre 1798 nach;
Strontium hat vier stabile, natürlich vorkommende Isotope: Sr-84 (0,56%), Sr-86 (9,86%), Sr-87 (7,0%) und Sr-88 (82,58%).
Sr-87 ist ein Zerfallsprodult von Rubidium-87, das eine Halbwertszeit von 48,8 Millionen Jahren hat.
Daher kann man das Alter mancher Gesteine mit Hilfe ihrer Strontiumisotopenverhältnisse bestimmen.
Gesteine, die viel Kalzium enthalten, sind für derartige Altersbestimmungen geeignet, da Strontium aufgrund seines ähnlichen Atomradius und Bindungsstruktur im Kristallgefüge Kalzium ersetzen kann.
Daneben kennt man 16 instabile Isotope, deren bekanntestes und wichtigstes Sr-90 mit einer Halbwertszeit von 29 Jahren ist.
Es ist eines der energiereichsten, langlebigen Isotope, die Betastrahlung aussenden.
Daher wird es in Isotopenbatterien verwendet.
Vorsichtsmaßnahmen
Aufgrund seiner Reaktivität gilt reines Strontium als feuergefährlich.
Der Menschliche Körper unterscheidet kaum zwischen Kalzium und Strontium. (Kalzium ist ein wichtiger Bestandteil, unter anderem der Knochen.)
Die geringen Mengen natürlich vorkommenden Strontiums schaden dem Organismus nicht, aber das radioaktive Strontium-90 Isotop ist aufgrund seiner Anreicherung gefährlich. Mögliche Folgen sind Knochenerkrankungen und auch Knochenkrebs.
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