Der Begriff der Strategie stammt aus dem Griechischen und bedeutet Heerführung. Ein Stratege war im antiken Griechenland ein gewählter Heerführer (stratos = Heer, agein = führen). Strategie meint soviel wie ein zielorientiertes Vorgehen, einen langfristigen Plan, im Gegensatz zur kurzfristigen Taktik als Teil einer Strategie.
Carl von Clausewitz schreibt über den Unterschied von Strategie und Taktik: "Die Taktik ist die Lehre vom Gebrauch der Streitkräfte im Gefecht, die Strategie die Lehre vom Gebrauch der Gefechte zum Zweck des Krieges."
Strategie wird jedoch nicht nur in der Kriegsführung benötigt, auch in Spielen ist Strategie gefragt: die bekanntesten Strategiespiele sind Schach und in der asiatischen Welt Go.
Mit dem Aufkommen von Computerspielen entwickelten sich auch dort Spiele zur Strategie, in denen nur genau geplantes Vorgehen zum Erfolg führt.
Die Strategie in der Unternehmensführung (Unternehmensstrategie) zeigt auf, wie (auf welche Art) ein mittelfristiges (ca. 2-4 Jahre) oder langfristiges (ca. 4-8 Jahre) Unternehmensziel erreicht werden kann. Die Unternehmensstrategie wird von der Vision und dem Leitbild abgeleitet und kann in Teilstrategien unterteilt werden. Daraus weiter abgeleitete Jahresziele finden die Umsetzung der Strategie zum Beispiel im Jahresbudget.
Eine der Weiterentwicklungen der Strategielehre besteht in der Kybernetischen Managementlehre EKS® (Engpaß - Konzentrierter - Strategie).
Die Strategie der Architekten beim Entwurf komplexer Bauten (Entwurfsstrategie) zielt u.a. auf die Sicherung ggf. erforderlicher Veränderbarkeit der Gebäude oder Gebäudeteile bei sich wandelnden Nutzeranforderungen.
Der Strategie geht ein eigentümliches Rationalitätsverständnis voraus, das versucht einen Überblick (Wissen, Objekte) und Weitsicht (Zeit) zu gewinnen. Ein für die Moderne typischer Strategiebegriff korrespondiert demnach mit einem Panoptismus, der die Möglichkeit vorsieht, Raum und Zeit kalkulierbar zu machen und die sich im Raum befindenden Objekte zu beherrschen.
In der Postmoderne wird dieses Raumverständnis für gescheitert erklärt. Es gibt nicht den einen Raum, der kalkulierbar wäre. Damit einher geht die Vorstellung einer reflexiven Strategie, die sich selbst kontingent setzt, indem Sie z.B. die Unterscheidungen mit der sie operiert wechselt. Damit wird der Raum zu einem Vexierbild. Nach dem Linguistic Turn wird Strategie somit nicht mehr mit Überblick zu übersetzen sein, sondern mit Durchblick, das die Beherrschung des Raums aufgegeben hat, sondern die Welt als Labyrinth versteht, indem es nun gilt, eine adäquate Weise der Bewegung zu finden.
Wirtschaftliche Strategien werden im Marketing behandelt.._..
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