Paul Strand ( * 1890 in New York, † 1976) war einer der einflussreichsten Fotografen des 20. Jahrhunderts.
Strand kam als Sohn böhmischer Einwanderer in New York zur Welt. Mit zwölf Jahren bekam er eine Kamera geschenkt, mit 14 Jahren wurde er von (u.a.) Lewis Hine unterrichtet. 1916 widmete Alfred Stieglitz ihm die beiden letzten Ausgaben der Zeitschrift Camera Work. Nach dem Ersten Weltkrieg verdiente er den Lebensunterhalt mit Filmen, um seine Fotografie nicht zu kompromittieren. Auch später pendelte er immer wieder zwischen Fotografie und Dokumentarfilm. 1936 gründete Strand gemeinsam mit Berenice Abbott die Photo League in New York. 1946 widmete ihm das Museum of Modern Art eine Retrospektive.
Strand, der seit 1948 in Frankreich lebte, starb am 31. März1976.
Seine Arbeiten sind nicht nur dokumentarisch, sondern kompromisslos in ihrer Wahrheitssuche. Stieglitz schrieb 1916: »Strand hat etwas Neues dem Alten hinzugefügt. Seine Aufnahmen sind brutal, direkt, frei von jeglichem Humbug, frei von Kunstgriffen und unbeeinflusst von jeglichem Ismus.«
Literatur
L. Fritz Gruber (Hrsg.): Große Photographen unseres Jahrhunderts. Deutsche Buchgemeinschaft, Darmstadt 1964, S. 64 ff.
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