wer ist, was ist, wo ist, wann war, was war - Lexikon / Chronik / Biografie / Wissen - Stoph, Willi


Werbung

Produkte / Services :|: Chronik CD :|: als Startseite | zu den | empfehlen :|: Impressum
Lexika @ InfoBitte.de :|: Universal-Lexikon | WeltKunst | Geteiltes Deutschland | Zweiter Weltkrieg
WeltChronik.de :|: Welt | Deutschland | Kultur/Kunst/Technik :|: BildDatenBank :|: Biografien

Navigation

WeltChronik
Deutsche Chronik
KulturChronik
Biografien
Bilddatenbank
Kalenderblatt
Epochen
Lexika @ InfoBitte.de
Produkte

Suchfunktionen
Chronik-Jahr direkt

Nur Zahl eingeben
Bereich: '0'-'2001'
PARTNER
Ahnenforschung

Quellen für die Schule

FREE 4 WebMasters

Wir haben eine ganze Palette kostenloser Angebote von uns
für WebMaster und HomePage Besitzer aufbereitet

Holen Sie sich hier ab

was Sie gerne einsetzen würden
Suchfunktionen, Kalenderblatt, uam
für Ihre WebSite



Stoph, Willi
eine InfoBitte / WeltChronik
Biografie / Biographie / Biography

* 9. Juli 1914 - † 13. April 1999

Entwickelt von ICA-D aus der XML-Version der deutschen WikiPedia
© 2004/2005 ff by de.wikipedia.org, teilw. by ICA-D
blättern» voriger Artikel | Hauptseite | nächster Artikel «blättern

Der kommunistische Arbeitersohn Willi Stoph (* 9. Juli 1914 in Berlin-Schöneberg; † 13. April 1999 in Berlin) war als SED-Politiker von der Gründung bis zum Zerfall der DDR in deren innerstem Machtzirkel.


Inhaltsverzeichnis


1 Biografie

  1.1 Kindheit, Ausbildung, Krieg

  1.2 Politische Karriere in der DDR

  1.3 Wende in der DDR

  1.4 Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit durch bundesdeutsche Gerichte

2 Siehe auch:

3 Weblinks


Biografie

Kindheit, Ausbildung, Krieg

Willi Stoph wird am 9. Juli 1914 in Berlin-Schöneberg als Sohn einer Arbeiterfamilie geboren. Nach Besuch der Volksschule schließt er eine Maurerlehre in Berlin ab. Als Mitglied im Kommunistischen Jugendverband Deutschland (KJVD) arbeitet Stoph in verschiedenen Funktionen. 1931 wird er Mitglied der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD). Willi Stoph verdient seinen Lebensunterhalt mit Gelegenheitsarbeiten als Maurer. Er arbeitet beim KPD-Nachrichtendienst und beteiligt sich am kommunistischen Widerstand gegen die Nationalsozialisten. Von 1935 bis 1937 leistet er seinen Wehrdienst im Artillerieregiment in Brandenburg an der Havel ab und bringt es bis zum Oberkanonier. In den Jahren 1939/1940 arbeitet er als Bautechniker in einem Architekturbüro in Berlin. 1940 wird Willi Stoph Soldat im Zweiten Weltkrieg. 1942 wird er verwundet. Im April 1945 gerät er in sowjetische Kriegsgefangenschaft.


Politische Karriere in der DDR

Im Juli 1945 wird er aus der sowjetischen Kriegsgefangenschaft entlassen und Leiter der Abteilung Baustoffindustrie und Bauwirtschaft des KPD-Vorstandes. 1948 wird er Leiter der Abteilung Wirtschaftspolitik beim SED-Parteivorstand. Von 1950 bis 1952 ist er Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses der Volkskammer, Leiter des Büros für Wirtschaftsfragen beim Ministerrat der DDR und an der Gründung des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) und dem Ausbau der Kasernierten Volkspolizei (KVP) beteiligt. 1950 wird Willi Stoph Mitglied des Zentralkomitees (ZK) der SED und Abgeordneter der Volkskammer. Beides bleibt er bis zum Ende der DDR im Jahre 1989. Von 1952 bis 1955 ist Stoph Minister des Inneren. In dieser Funktion hat er offiziell die Verfügung über alle bewaffneten Kräfte der DDR. Nach der Niederschlagung des Volksaufstandes am 17. Juni 1953 wird Stoph Mitglied des Politbüros der SED. Von 1954 bis 1962 ist er stellvertretender Vorsitzender des Ministerrates. Ab 1955 ist Willi Stoph verantwortlich für die Kasernierte Volkspolizei (KVP), das Ministerium für Staatssicherheit (MfS), das Amt für Technik, das Amt für Kernforschung und Kerntechnik sowie für den Wissenschaftlichen Rat für die friedliche Anwendung der Atomenergie. Von 1956 bis 1960 ist Willi Stoph Minister für Nationale Verteidigung und in dieser Funktion einer der Stellvertreter des Oberkommandierenden der Vereinten Streitkräfte der Warschauer Pakt-Staaten. 1960 wird Stoph mit der Koordinierung und Kontrolle der Durchführung der Beschlüsse des ZK der SED und des Ministerrates im Staatsapparat beauftragt. Von 1962 bis 1964 ist er 1. Stellvertretender Vorsitzender des Ministerrates. 1963/1964 ist er Mitglied des Staatsrates. Von 1964 bis 1973 ist Willi Stoph als Nachfolger des verstorbenen Otto Grotewohl Vorsitzender des Ministerrates und stellvertretender Vorsitzender des Staatsrats. Stoph versucht 1967 mit einem brief an Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger deutsch-deutsche Gespräche in Gang zu bringen. 1970 trifft er sich mit Bundeskanzler Willy Brandt erst in Erfurt, dann in Kassel. Nach dem Tod Walter Ulbrichts 1973 ist Stoph Vorsitzender des Staatsrates und somit Staatsoberhaupt der DDR. Nach den Volkskammerwahlen 1976 wird die Staats- und Parteispitze umgestaltet. Erich Honecker wird - wie vor ihm Ulbricht - nach sowjetischem Vorbild in Personalunion Vorsitzender des Staatsrats und SED-Parteichef. Stoph wird wieder Vorsitzender des Ministerrates und stellvertretender Vorsitzender des Staatsrats.


Wende in der DDR

Schon 1986 schickt Willi Stoph zusammen mit MfS-Chef Erich Mielke dem sowjetischen Staatsoberhaupt Michail Gorbatschow vertraulich eine ehrliche Analyse über den Zustand der DDR, in der er die Ablösung Honeckers vorschlägt. Er erhält darauf jedoch keine Antwort.


Willi Stophs Worte "Erich, es geht nicht mehr. Du musst gehen." leiten am 18. Oktober 1989 den Rücktritt Erich Honeckers ein. Unter andauerndem Druck durch Massenflucht und Demonstrationen tritt Stoph am 7. November gemeinsam mit seiner Regierung zurück. Bis zur Neubildung der Regierung unter Hans Modrow bleibt Stoph geschäftsführend im Amt. Er bekennt vor der Volkskammer, dass der Ministerrat seine politische Verantwortung gemäß der Verfassung nicht wahrgenommen habe. Honecker und Günter Mittag bezeichnet er als die Hauptverantwortlichen für das Scheitern der DDR. Am 8. November tritt das gesamte Politbüro des ZK der SED (damit auch Stoph) zurück. Am 17. November wird Willi Stoph als Mitglied des Staatsrates abberufen und scheidet aus der Volkskammer aus. Am 3. Dezember wird er durch das ZK der SED aus der Partei ausgeschlossen. Am 8. Dezember wird durch den Generalstaatsanwalt ein Ermittlungsverfahrens unter dem Verdacht des Amtsmissbrauches und der Korruption zum Schaden der Volkswirtschaft und zur persönlichen Bereicherung gegen Willi Stoph eingeleitet und er wird verhaftet. Im November war ein Jagdhaus Stophs inmitten eines Naturschutzgebietes an der Müritz entdeckt worden. Im Februar 1990 wird er jedoch aus gesundheitlichen Gründen aus der Haft entlassen.


Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit durch bundesdeutsche Gerichte

Im Mai 1991 wird Willi Stoph in Zusammenhang mit den Todesopfern an der Berliner Mauer verhaftet. Aus gesundheitlichen Gründen erfährt er im August 1992 Haftverschonung und wird am 14. August 1992 Gründen aus der Untersuchungshaft entlassen. Im November wird das Verfahren gegen Stoph und weitere fünf ehemalige DDR-Spitzenpolitiker vor dem Berliner Landgericht eröffnet. Im Juni 1993 wird das Verfahren gegen Stoph wegen Verhandlungsunfähigkeit endgültig eingestellt. Am 10. Oktober 1994 entscheidet das Berliner Verwaltungsgericht, dass Stoph sein 1990 beschlagnahmtes Sparguthaben in Höhe von 200.000 DM nicht zurückerhält.


Willi Stoph stirbt am 13. April 1999 in Berlin.


Siehe auch:



Weblinks



blättern» voriger Artikel | Hauptseite | nächster Artikel «blättern

Dieser Beitrag ist aus der XML-Version der deutschen WikiPedia® entwickelt worden und unterliegt inhaltlich den GNU FDL-Lizenzbestimmungen. Linkziele außerhalb der wikipedia-Inhalte unterliegen den Urheberrechten der jeweiligen Anbieter




Wörterbuch


Produkte
2000 Jahre
Chronik CD-ROM


Kalenderblatt in
Schmuckblatt
Ausführung


Geburtstags-Bios

Suchen/Google-Ads
Kalenderblatt
druckfertig
( DirectDownloads )
Kalenderblätter
druckfertig aufbereitet für Schmuckblätter
zum Selbstdrucken

im Word DOC6/RTF Format, je Euro 5
über Click&Buy
JAN | FEB | MÄRZ
APRIL | MAI | JUNI
JULI | AUG | SEPT
OKT | NOV | DEZ

Das Geschenk für jeden Anlass, nicht nur bei 'runden' Jubiläen
Andere Einzeltage
oder Zahlungsarten

bitte HIER bestellen


© 2000 ff by ICA-D, D-76751 Jockgrim, Germany
Verantwortlich im Sinne des Presse- und Multimedia-Rechts: Dipl.-Ing. Rainer Detering, Waidweg 18, 76189 Karlsruhe


| Immer | Unsere | InfoBitte weiterempfehlen
KALENDERBLATT von HEUTE | SUCH-Funktionen ALLE und nach BEREICHEN | Startseite
Welt-Chronik | Kunst-, Kultur-, Technik-Geschichte | Deutsche Chronik | 2000 Biografien | Bild-Datenbank
Gesetzestexte | SkateGuide | Online Jigsaw Puzzles | GeschenkTip | Produkte, Services, Impressum



*NEU* bei InfoBitte *NEU*



die deutsche WikiPedia
bei InfoBitte.de mit
650,000 Querverweisen zu
2000 Jahre Chronik



InfoBitte
Portal zu Portalen
Hauptseite


Suchfunktionen

Wissen, Biografien, Geschichte
besser gezielt suchen mit
domain-Filterung

die Links führen im neuen Fenster
zu den jeweiligen Hauptseiten,
das Anklicken eines Buttons zur
Filterung für die Google-Suche



Google
Lexika @ InfoBitte.de

ib InfoBitte.de (alle Lexika)
ib Universal-/Hand-Lexikon
die WikiPedia @ InfoBitte
ib L. WeltKunstGeschichte
ib L. Geteiltes Deutschland
ib L. Zweiter Weltkrieg

2000 Jahre Chronik

WeltChronik.de (Texte)
  
WeltChronik auf CDROM
deutsche Geschichte
Kultur-/TechnikGeschichte
WeltChronik Bilder
Chronik Biografien

Google
2000 Jahre Chronik
offline auf CDROM

Hier Kaufen


WeltChronik Jahr...
(eigene Suchfunktion)

Nur Zahl eingeben
Bereich: '0'-'2001'





Diese Web Site verdient ihr Geld durch Produktverkäufe (CD-ROM, downloads) und in erster Linie durch Anzeigen. Wenn Sie als Webmaster zuverlässige Partner suchen für Ihr eigenes Anzeigenschäft, dürfen Sie sich gerne auf unsere Empfehlungen stützen:
z.B.: GigaCash & ProfiWin