Stolberg wird urkundlich erstmalig 1188 erwähnt und ist berühmt für die frühe industrielle Metallverarbeitung die bereits im 13 Jhd. begann. Stolberg wird wegen seiner frühen Industrialisierung oft als Kupferstadt bezeichnet, aber in Wirklichkeit wurde in Stolberg Messing hergestellt. Dies Wissen geht u.a. auf franz. Hugenotten zurück, die nach ihrer Vertreibung zuerst aus Frankreich und dann aus Aachen, eine neue Heimat fanden. (um 1600) Stolberg ist bekannt durch hohe Umweltschäden, u.a. durch Schwermetalle wie Cadmium und Blei. Zu nennen sind ferner Krupphusten, die "Stolberger Bleikinder" und das "Gressenicher Krankheit" genannte Kuhsterben. In den 1960er Jahren wurde in Stolberg von der Pharmafirma Grünenthal Contergan produziert. Der Ort gehört zum Regierungsbezirk Köln, Kreis Aachen und Amtsgericht Eschweiler.
Im Ortsteil Donnerberg betreibt der Westdeutsche Rundfunk eine Sendeanlage für UKW und TV. Als Antennenträger dient ein über 200 Meter hoher, abgespannter Stahlfachwerkmast, der 1993 errichtet wurde. Er hat den alten Sendemast, der auch bis 1993 zur Abstrahlung eines Programms des WDRs auf Mittelwelle diente, ersetzt.
Burg -Höhenburg über dem Vichtbachtal aus dem 15. Jh. Besteht aus einem Herrenhaus, Türmen und einem Burgfried, nicht originalgetreu Anfang des 20. Jh. aufgebaut.
Heimat- und Handwerksmuseum -Zeigt die Geschichte des Stolberger Handwerks und der Industrie, nämlich "Gelbkupfer" Messing, Seife und Glas.
Kupferhöfe Grünenthal und Frankenthal -Mehrflüglige Gebäudeanlagen aus dem 17./18. Jh., waren Sitz der sog. "Kupfermeister".
Kupfermeisterfriedhof -1686 angelegter Friedhof der lutherisch-reformierten Gemeinde und Begräbnisstätte der sog. "Kupfermeister"
Museum Zinkhütter Hof -1996 eröffnetes Museum der Eschweiler-Stolberger und teilweise Aachener Industrie-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte
Kirchen -Eine Kirche findet sich im Ortsteil Büsbach. Die von den Bewohner als Dom der Voreifel bezeichnete neugotische Kirche steht unter dem Patronat von St. Hubertus. Nachdem 1996 der Kirchturm wegen Baufälligkeit und Geldmangel abgerissen werden musste, wurde 2003 auf dem Kirchgelände ein funktionaler Glockenturm errichtet.
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