Bei einer Sternbedeckung zieht ein Himmelskörper unseres Sonnensystems, z.B. ein Planet, Asteroid oder Mond, von der Erde aus gesehen genau vor einem Stern vorbei.
Für den Beobachter wird das Licht des Sterns für einige Zeit verdunkelt. Aus der Dauer der Verdunklung und des Verlaufs der gemessenen Lichtkurve können wichtige Daten des Himmelskörpers erhalten werden, z.B. dessen Größe und Form (bei Asteroiden) oder die Zusammensetzung der Atmosphäre von Planeten (deren Atmosphäre absorbiert je nach Zusammensetzung bestimmte Anteile des Sternenlichts).
So konnte erstmals das feine Ringsystem des Planeten Uranus anhand einer Sternbedeckung nachgwiesen werden. Vor und nach dem Durchgang des Planeten wurde das Licht des dahinter liegenden Sterns mehrfach kurz verdunkelt.
Anhand von streifenden Sternbedeckungen, bei denen der Rand des Erdmondes einen Stern verdunkelt, kann das Profil der Mondoberfläche relativ genau bestimmt werden. Streifende Sternbedeckungen werden häufig von Amateurastronomen beobachtet und ausgewertet.
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