Er wurde als Science-Fiction-Autor bekannt, dessen Experimente mit neuen Medien wie Virtual Reality und dem World Wide Web sich in seinen Werken widerspiegeln. Er gilt deshalb auch als einer der Hauptvertreter des Cyberpunk.
Oft mischen sich in seinen Büchern historische Elemente mit futuristischen Technikfantasien, so porträtiert er beispielsweise in The Diamond Age eine Gesellschaft, die sich hochentwickelter Nanotechnologie bedient, aber gesellschaftlich einem viktorianisch-puritanischen Rollenmodell huldigt. Seit Ende der 1990er Jahre entfernt Stephenson sich zunehmend vom Genre der Science-Fiction. Cryptonomicon zum Teil und besonders der Baroque Cycle im Ganzen sind dem Genre des historischen Romans zuzuordnen.
Sein Roman Snow Crash spielt in einem Amerika, das in unzählige Mininationen zersplittert ist, die als Franchiseunternehmen großer Konzerne betrieben werden, und bis hin zu Polizei und Strafvollzug vollständig privatisiert ist. Eine wichtige Rolle spielt dabei ein fortgeschrittenes System der virtuellen Realität, das mit einer florierenden Hacker-Kultur einher geht. Weitere Bezüge bestehen zu der sumerischen Mythologie mit ihrem Gott Enki.
Sein Cryptonomicon, befasst sich in zwei Zeitsträngen mit dem Thema Kryptographie. Stephenson verwebt hier die Lebensgeschichte von Lawrence Waterhouse, eines fiktiven, an der Entschlüsselung der Enigma beteiligten Mathematikers in der Endphase des Zweiten Weltkriegs und die Geschichte seines Nachfahren, Randy Waterhouse, der in Südostasien einen »Datenhafen« errichten will. Eine zentrale Rolle im Roman spielt ein von Bruce Schneier entworfener Verschlüsselungsalgorithmus.
Die Romane Quicksilver und The Confusion, die ersten beiden Bände des Baroque Cycle, spielen Ende des 17. und Anfang des 18. Jahrhunderts. Sie erzählen erneut in mehreren Handlungssträngen die Geschichte des Mitglieds der Royal SocietyDaniel Waterhouse, der adligen Ränkeschmiedin Eliza und des Vagabunden Jack Shaftoe und greifen damit der Handlung des Cryptonomicons voraus.
Stephensons In the Beginning... Was the Command Line ist im Gegensatz zu seinen anderen Werken kein Roman sondern ein Aufsatz über Freie Software. Insbesondere werden mittels einer Metapher die BetriebssystemeMac OS, Linux, Microsoft Windows und BeOS miteinander verglichen.
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