1. in der Botanik ein spitzer Vorsprung am Stängel einer Pflanze. Im Gegensatz zu den Dornen werden Stacheln nur aus den oberen Zellschichten (Epidermis, Rindengewebe) gebildet. Sie sind also nur Oberflächenstrukturen (Emergenzen), gewissermaßen die pflanzliche Entsprechung dicker Hornhautschwielen. Stacheln enthalten kein tieferliegendes Gewebe, z.B. Holz, und lassen sich daher meist relativ leicht vom Stängel abbrechen, ohne die Pflanze zu verletzen. Die botanische Definition stimmt oft nicht mit der Umgangssprache überein. So besitzen Rosen und Brombeeren im botanischen Sinn Stacheln, obwohl man im Volksmund oft von Dornen spricht.
3. bei Insekten und Skorpionen: Ein scharfes oder spitzes Gebilde, das zur Verteidigung und zum Erlegen von Beutetieren dient und mit einer Giftdrüse in Verbindung steht (Giftstachel)
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