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SRG SSR idée suisse

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Die SRG SSR idée suisse (Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft) ist ein Unternehmen als Verein (im Sinn von Artikel 60ff. des Schweizerischen Zivilgesetzbuches) und das größte Unternehmen für elektronische Medien in der Schweiz. Ihr Angebot ist vorwiegend auf die Schweiz bezogen.


Inhaltsverzeichnis


1 Die Sender der SRG

  1.1 Radio

  1.2 Fernsehen

2 Geschichte der SRG

3 Weblinks


Die Sender der SRG

Radio

  • 5 deutschsprachige Programme von Radio der deutschen und rätoromanischen Schweiz (SR DRS)
  • 4 französischsprachige Programme von Radio Suisse Romande (RSR)
  • 3 italienischsprachige Programme von Radio svizzera di lingua italiana (RSI)
  • 1 rätoromanisches Programm von Radio Rumantsch (RR)
  • 3 Musikprogramme von Swiss Satellite Radio (SsatR)
  • 2 mehrsprachige Programme von swissinfo und Schweizer Radio International (SRI)bis Oktober 2004


Fernsehen

  • 3 deutschsprachige Programme von Schweizer Fernsehen DRS (SF DRS)
  • 2 französischsprachige Programme von Télévision Suisse Romande (TSR)
  • 2 italienischsprachige Programme von Televisione svizzera di lingua italiana (TSI)


Rätoromanische Sendungen von Televisiun Rumantscha (TvR) auf SF1


Geschichte der SRG

1931 wurde die SRG als "Schweizerische Rundspruchgesellschaft" gegründet. In der SRG wurden alle bisherigen regionalen Radiostationen unter einem Dach vereint. Die SRG erhielt vom Bundesrat die alleinige Konzession für Radiosendungen in der Schweiz. In der Bewilligung gab es eine Klausel, dass die Sender der SRG ihre Informationen nur bei der SDA beziehen durften.


Im Laufe der dreißiger Jahre nahmen die ersten Sender ihren Dienst auf: Sottens (1931), Beromünster (1931) und Monte Ceneri (1933).


Im Jahre 1937 wurde die SRG erstmals reorganisiert und stärker zentralisiert. 1938 wurde Rätoromanisch als vierte offizielle Landessprache der Schweiz anerkannt, worauf das Radiostudio Zürich anfing, Beiträge in rätoromanischer Sprache zu senden.


An der Landesausstellung von 1939 wurde von der ETH Zürich erstmals in der Schweiz die neue Fernsehtechnik dem staunenden Schweizer Publikum vorgeführt. Zu diesem Anlaß organisierte die SRG einige Schauspielerinnen und Schauspieler, deren Aufführung gefilmt und direkt auf einen Fernsehbildschirm übertragen wurde.


Während des Zweiten Weltkriegs unterstützte die SRG mit ihren Radioprogrammen die "Geistige Landesverteidigung" und übernahm damit eine wichtige politische Funktion. Die Sendungen zur politischen und militärischen Lage wurden weltweit über Kurzwelle gesendet.


Ab den fünfziger Jahren veränderte sich die Radiolandschaft: Die Transistorradios begannen langsam, sich durchzusetzen, womit Radiohören alltäglich und ortsunabhängig wurde. Die drei Radiosender der SRG führten ihre zweiten Programme ein. Gleichzeitig zu den Transitorradios fing das Fernsehen an, sich langsam aber sicher durchzusetzen. Die SRG startet Versuchssendungen in Lausanne, Basel und Zürich. Ab 1953 wurde von der SRG ein offizieller Fernsehbetrieb eingeführt. An fünf Abenden pro Woche wurde in der Region Zürich ein einstündiges Programm gesendet. 1954 gründet die SRG gemeinsam mit acht andere europäischen Fernsehstationen die Eurovision.


1957 erhielt die SRG die erste offizielle Fernsehkonzession der Schweiz, die auf den 1. Januar 1958 in Kraft trat. Ab Mitte 1958 wurden die Sendungen in Zürich durch deutsch- und französischsprachige Sendungen aus Zürich und Genf ergänzt, der Tessiner Sender übertrug Programme aus den anderen Landesteilen mit italienischen Kommentaren.


1961 erhielt der Kanton Tessin ein erstes eigenes Fernsehstudio und 1963 wurde die erste rätoromanische Sendung ausgestrahlt. 1964 wurde die SRG neu organisiert. Im selben Jahr bewilligte der Bundesrat die Einführung von Fernsehwerbung und die SRG gründete eine Tochtergesellschaft, die "AG für Werbefernsehen".


1965 wurde das Radio- und TV-Studio im Bundeshaus eingeweiht und 1966 in Chur ein kleines Studio für rätoromanische Sendungen eingerichtet, von dem aus Sendungen über DRS 2 ausgestrahlt werden.


Ab 1966 werden die zweiten Sender (DRS 2, RSR 2 und RSI 2) offiziell zu Radioprogrammen, die "höheren Ansprüchen in Bezug auf Musik, Unterhaltung und Information" genügen sollen. Ab 1968 werden alle Fernsehsendungen in Farbe ausgestrahlt.


In den siebziger Jahren wurden neue Fernsehstudios in Genf, Zürich und Comano in Betrieb genommen. Ab 1971 wurden die Radionachrichten nicht mehr von der SDA produziert, sondern gingen in die Verantwortlichkeit der SRG über. Ebenfalls in den siebzigern wurde dem Rätoromanischen einen immer größeren Stellenwert zugestanden und 1975 wurde das Ressort Televisiun Rumantscha geschaffen. Ab 1978 sendeten die Radiosender der SRG in Stereo.


In den achtziger Jahren wurden erstmal die rigiden Bestimmungen des Mediengesetzes gelockert und erste private, sowie kommerzielle Lokalradios wurden erlaubt. 1983 führte die SRG dritte Programme für das jugendliche Publikum ein: DRS 3, Couleur 3 und Rete 3.


Ab 1984 gab es auf den Schweizer Fernsehsendern erstmals Teletext. Im selben Jahr startete die SRG gemeinsam mit dem ZDF und dem ORF ein gemeinsames Programm, 3sat.


1991 wurde die SRG erneut restrukturiert und zu einer aktienrechtlichen Holding umgewandelt, die sich jedoch weiter in öffentlicher Hand befand. 1992 wurde der Kulturauftrag der SRG im Gesetz festgeschrieben.


1993 startete eine neue Fernsehkette der SRG, die "S Plus", die ab 1995 "Schweiz - Suisse - Svizzera - Svizra 4" hieß. 1995 spaltete sich die "Radio e Televisiun Rumantscha" von SF und SR DRS ab und wurde zur unabhängigen Einheit innerhalb der SRG. 1997 wurde die erfolglose vierte Fernsehsenderkette "Schweiz 4" eingestellt und durch die zweiten Programme SF2, TSR 2 und TSI 2 ersetzt. Der bisherige Telefonrundspruch wurde ebenfalls eingestellt und durch die drei Programmketten von Swiss Satellite Radio ersetzt.


Bei der Reorganisation von 1999 erhielt die SRG ihren neuen Namen "SRG SSR idée suisse", wobei die "Schweizerische Idee" für den Service Public stehen soll.


1999 eröffnete Schweizer Radio International die erste Internetplattform der SRG. Auf swissinfo.org wurde der weltweite Zugang zu den SRG-Programmen und zu Informationen aus der Schweiz ermöglicht. Im selben Jahr ging Virus als erstes digitales Radio der Schweiz auf Sendung.


Ab 2001 änderte Schweizer Radio International seine Strategie und wandelte sich in ein Multimedia-Unternehmen, das fortan unter dem Namen Swissinfo agiert.


Ab 2003 sendete die SRG all ihre Fernseh- und Radioprogramme digital über Satellit aus.


Weblinks



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