Spiel mir das Lied vom Tod ist ein Western-Film des italienischen Filmregisseurs Sergio Leone aus dem Jahre 1968. Eigentlich hatte er mit dem Thema Italo-Western abgeschlossen und wollte das Gangster-Epos Es war einmal in Amerika verfilmen, doch 1967 glaubte kein Geldgeber an den Bedarf des Publikums nach Gangster-Filmen. Man bat Leone, doch besser einen weiteren Western zu drehen. "Spiel mir das Lied vom Tod" wurde Leones erster Film, für den er in den USA drehte und für den er einen amerikanischen Co-Produzenten (Paramount) fand.
Leone gelang es, für seinen neuen Western Charles Bronson anstelle von Clint Eastwood für die Hauptrolle neben Henry Fonda durchzusetzen, obwohl Bronson damals nur wenig bekannt war.
Spiel mir das Lied vom Tod bezeichnet man als ersten Teil einer Reihe, die noch aus den Filmen Todesmelodie ("Giu la Testa" bzw. "a fistful of Dynamite") und Es war einmal in Amerika (den er 1984 schließlich doch noch drehen konnte) besteht. Die Werke werden oft die Es war einmal-Trilogie genannt, denn der Originaltitel des ersten Teils lautet "C'era una volta il West" (es war einmal im Westen) und für "Giu la Testa" hatte Leone ursprünglich den Titel "C'era una volta... la revolution!" (es war einmal... die Revolution!) geplant.
Ein Häftling auf der Flucht, eine Witwe ohne richtige Heimat und ein Mundharmonika spielender Fremder treffen in einer kleinen Stadt mitten im Wilden Westen aufeinander.
Allen gemeinsam ist ihre Verbindung zu Frank, einem gewissenlosen Gangster, der für den Industriellen Morton arbeitet. Frank möchte die Witwe Jill McBain vom Grundstück ihres verstorbenen Mannes vertreiben, dem flüchtenden Häftling Cheyenne eine Reihe von Morden anhängen und der Fremde... ja was der Fremde eigentlich von Frank will, ist niemandem so richtig klar. Wie aus dem Nichts taucht er auf, beobachtet und spielt auf seiner Mundharmonika.
Kritiken
"Once upon a Time in the West ist ein Bericht von einer Reise in ein fernes Land, das Amerika heißt und Atlantis bedeutet. Paradise Lost. Von seiner Reise hat Leone Bilder des Promised Land zurückgebracht, Bilder einer Sehnsucht und eines Traumes. Er hat diese Bilder mit den Mitteln einer populären mediterranen Kunstform, der Oper, verknüpft.(...)Und indem Leone amerikanische Bilder einer europäischen Struktur verpflichtet, macht er ihre Schönheit erfahrbar als die eines Traumes. Paradise Regained: Das in jeder Einstellung schmerzlich präsente Bewußtsein von der Vergeblichkeit, den Traum ungebrochen zu reproduzieren, sichert dem Film die Authentizität des Unwirklichen." (Hans C. Blumenberg, Zitat aus: Joe Hembus, Das Westernlexikon, 3.Auflage 1976, S. 610)
Preise
1969David de Donatello Award für die beste Produktion
1970Golden Laurel Award, 3.Platz für Charles Bronson als bester männlicher Hauptdarsteller
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