Die SoundBlaster-Karten waren die ersten Soundkarten für IBM-kompatiblePCs, die eine große Verbreitung erreichten. Dank der guten Qualität und des günstigen Preises dieser Karten schaffte es der Hersteller Creative Labs, einen De Facto-Standard für IBM-PC-Soundkarten zu etablieren.
Vor allem bei multimedialen Spieleanwendungen unter MS-DOS erfreuten sie sich bald großer Beliebtheit. Schon früh wurde CD-Qualität erreicht.
Die Soundblaster-Karten verfügten über einen D/A und A/D-Wandler für Ausgabe und Aufnahme von Tonsamples, einen frei programmierbaren FM-Synthesizer, der sich zur Ausgabe von MIDI-Daten eignete, einen Ton-Mixer und einen flexibel programmierbaren Digitalen Signalprozessor zur Steuerung der Ausgabe und Aufnahme von digitalen Samples. Außerdem war meist eine GamePort-Schnittstelle zum Anschluß von Spiel-Eingabegeräten integriert, an die alternativ auch MIDI-Geräte angeschlossen werden konnten.
Ein großer Vorteil war auch die Möglichkeit des DMA-Zugriffes: der Digitale Signalprozessor konnte so programmiert werden, daß er sich die auszugebenden Audiodaten selbständig aus dem Arbeitsspeicher holte. Der Zentralprozessor brauchte diesen Vorgang lediglich zu initiieren und so fiel für die Tonausgabe kaum Rechenleistung an. Die Initialisierung des DMA-Transfers wurde zyklisch über Interrupt-Requests gesteuert. Daher belegten Soundblaster-Karten immer einen IRQ-Kanal.
Viele NoName-Hersteller waren bald gezwungen, SoundBlaster-kompatible Soundkarten zu bauen, da ein eigener Standard sich auf dem Markt aufgrund mangelnder Software-Unterstützung nicht hätte behaupten können. Nur wenige Hersteller -wie etwa Gravis- trotzten diesem Trend. Als MS-DOS jedoch als Plattform für Computerspiele seine Bedeutung verlor, spielte der SoundBlaster-Standard keine große Rolle mehr. Windows mit seinem Treiber-Konzept (DirectSound) machte es möglich, daß jeder Soundkarten-Hersteller fortan sein eigenes Süppchen kochte.
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