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Sollenau

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Das Wappen Sollenau's zeigt einerseits den Kirchturm als Wahrzeichen des Ortes und andererseits die Salweide, die dem Ort den Namen gab.


Postleitzahl: 2601


Telefonvorwahl: 02628


Sollenau liegt 47° 54' 40'' nördl. Breite und 16° 23' 16'' östl. Länge von Greenwich in einer Seehöhe von 265 m.


Mit seinen 10,7 km² und runde 5400 Einwohner zählt Sollenau zu einer der größten Gemeinde im Bezirk Wr. Neustadt.


Die Wasserversorgung wird durch das Wasserwerk Felixdorf - Sollenau aufrechterhalten.


Über 103 Hydranten stehen uns bei einem etwaigen Brandschadensereignis zur Verfügung.


Weiters durchfließt die Piesting und der Wr. Neustädter Kanal unseren Ort.


Quer durch unseren Ortskern schlängelt sich die Bundesstraße 17.


Über 60 km Strassennetz gehören zu unserem Einsatzgebiet.


Die Südbahnstrecke Wien - Wr. Neustadt führt ebenfalls an uns vorbei.


Sollenau hat nach der Stadt Wr.Neustadt die meisten Industriebetriebe wie Tischlereien, Betonfertigteilwerke, die Backfabrik Wewalka und das größte Sägewerk von Europa um nur einige zu nennen.


Zwei voneinander unabhängige Gewerbeparks und viele Dienstleistungsbetriebe sind bei uns angesiedelt.


Ein weiteres Gefahrenpotenzial liegt in der Lebenshilfe die auch über eine Brandmeldeanlage verfügt.


GESCHICHTLICHES:


Obwohl der Name Sollenau erst 1166 in einer in Hartberg ausgestellten Schenkungsurkunde erstmals erwähnt wurde, zählt der Ort sicherlich zu den älteren Ansiedlungen auf dem Steinfeld. Gegründet dürfte er etwa in der Mitte des 11.Jhdt. worden sein, als die babenbergischen Markgrafen Befestigungen gegen die aus dem Osten einfallenden Reitervölker errichten ließen.


Schon bald entwickelte sich Sollenau auf Grund seiner Lage (wichtige Nord - Süd Verbindung zwischen Wien und Triest) zu einem bedeutenden Ort. Dies beweist wohl die Tatsache, daß die Babenbergerherzöge hier mehrmals weilten und Urkunden ausstellten. Sehr früh erhielt der Ort auch eine Kirche (12. Jhdt.), die eine Filiale der Kirche von Traiskirchen war. Diese unterstand wiederum dem Stift Melk. Politisch war Sollenau im 12. und 13. Jhdt. mit Mödling verbunden. Dort regierte eine Seitenlinie der Babenberger, die aber bald wieder erlosch. Sollenau fiel somit an die Hauptlinie zurück.


Der Ort war aber seit seiner Gründung auch Grenzort. Die Piesting bildete die Grenze zwischen dem Herzogtum Österreich und dem Herzogtum Steiermark.Am Übergang über die Piesting wurde daher eine Maut eingerichtet. Sie war auf Grund des regen Nord-Süd Verkehrs recht ertragreich und deshalb verpfändeten die Herzöge die Maut immer wieder wenn sie in Geldverlegenheiten waren. Mit der Gründung der Stadt Wr. Neustadt 1194, verlor Sollenau zusehends an Bedeutung. Trotzdem behielt der Ort wegen der Mautstelle und seiner Lage noch immer seine Bedeutung innerhalb des Steinfeldes. Ab der 2. Hälfte des 14. Jhdts. gehörte Sollenau zur Herrschaft Schönau. Diese übte das Recht der Grund- und Ortsobrigkeit aus.


Festgehalten waren diese Rechte Banntaidingbüchel, das auch das Marktrecht Sollenaus regelte. Wann und von wem der Ort jedoch zum Markt erhoben wurde, ist nicht mehr feststellbar, man kann aber mit Sicherheit sagen, dass man dieses Recht bereits 1453 besaß. Auf Grund seiner Lage wurde der Markt des öfteren Ziel von räuberischen Überfällen. Matthias Corvinus fiel 1484 hier ein und verwüstete weite Teile des Landes, so auch Sollenau. 1529 waren es dann das erstemal die Türken, die auf ihrem Weg Richtung Wien alles zerstörten. 1605 führte schließlich Stefan Bocskay seine Truppen durch die Gegend. Wieder wurde der Ort und seine Umgebung zerstört. Die Häuser wurden dabei niedergebrannt und die Bevölkerung zur Gänze ermordet. 1621 schließlich war es Bethlem Gabor, der das Gesetz der Serie nicht abreisen ließ, bis es schließlich mit der zweiten Türkenbelagerung und der Befreiung Wiens im Jahre 1683 sein Ende fand. Daneben berichten Geschichtsquellen von Naturkatastrophen wie Erdbeben und Hagelstürmen, kalten Wintern und epidemischen Krankheiten wie Cholera und Pest. Die Bevölkerung wurde ständig gefordert. Mit der Übernahme der Amtsgeschäfte durch Maria Theresia, kehrte mehr Ruhe in die habsburgischen Länder ein, obwohl auch sie Kriege zum Zeichen der Stärke führen mußte.


Im beginnenden 19. Jhdt. kam, durch die industrielle Revolution getragen, viel Schwung in das Leben der Menschen. Betriebe wurden errichtet, neue Verkehrswege erschlossen und damit Arbeit für tausende Personen geschaffen.


In Sollenau baute man eine Baumwollspinnerei und mit dem Wr. Neustädter Kanal, der Südbahn und der Eisenbahnlinie Wien-Aspang wurden neue Verkehrswege geschaffen. Am Beginn des 20 Jhdts. waren es Rüstungsbetriebe wie die K.u.k. Pulverfabrik in Blumau, die Böhlerwerke und die Benzol, die das industrielle Zeitalter noch einmal aufblühen ließen. Doch nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurden diese Unternehmungen auf Grund der Weltwirtschaftskrise, der großen Konkurrenz und der finanziellen Situation nach und nach geschlossen. Heute erinnern nur mehr Industrieruinen an die Hochblüte industriellen Schaffens am Ende des 19. und Beginn des 20. Jhdts. Aber auch Austrofaschismus und Nationalsozialismus trugen das ihrige bei, daß sich die Situation der Bevölkerung kaum besserte. Erst mit der Unterzeichnung des Staatsvertrages am 15. Mai 1955 schöpften die Menschen nicht nur in Sollenau wieder Hoffnung. Als freie Bürger in einem freien Staat begann man, den Wiederaufbau schnellstens voranzutreiben. Dörfer, Märkte und Städte blühten wieder auf. Es wurde ausgebessert, neu errichtet oder umstrukturiert. Auch in Sollenau entstanden neue Wohnbauten, wurden neue Arbeitsplätze geschaffen und zum Wohle der Ortsbürger Entscheidungen getroffen.


Als im Jahre 1958 Sollenau sein 800-jähriges Jubiläum feierte, konnte man schon voller Stolz auf viele geleistete Arbeiten zurückblicken. In den letzten zwanzig Jahren blieb man dieser Richtung treu. Wohnbauten, Kanalisation, Sozialeinrichtungen, Sportstätten und Arbeitsplätze waren das erklärte Ziel der sollenauer Kommunalpolitik. Mit diesen Errungenschaften zählt der einst durch die Landwirtschaft geprägte Ort heute zu den modernen Industriegemeinden mit best ausgebauter Infrastruktur.


Das Wappen Sollenau's zeigt einerseits den Kirchturm als Wahrzeichen des Ortes und andererseits die Salweide, die dem Ort den Namen gab. Postleitzahl: 2601 Telefonvorwahl: 02628


Sollenau liegt 47° 54' 40'' nördl. Breite und 16° 23' 16'' östl. Länge von Greenwich in einer Seehöhe von 265 m. Mit seinen 10,7 km² und runde 5400 Einwohner zählt Sollenau zu einer der größten Gemeinde im Bezirk Wiener Neustadt. Die Wasserversorgung wird durch das Wasserwerk Felixdorf - Sollenau aufrechterhalten. Über 103 Hydranten stehen uns bei einem etwaigen Brandschadensereignis zur Verfügung. Weiters durchfließt die Piesting und der Wiener Neustädter Kanal unseren Ort. Quer durch unseren Ortskern schlängelt sich die Bundesstraße 17. Über 60 km Straßennetz gehören zu unserem Einsatzgebiet. Die Südbahnstrecke Wien - Wiener Neustadt führt ebenfalls an uns vorbei. Sollenau hat nach der Stadt Wiener Neustadt die meisten Industriebetriebe wie Tischlereien, Betonfertigteilwerke, die Backfabrik Wewalka und das größte Sägewerk von Europa um nur einige zu nennen. Zwei voneinander unabhängige Gewerbeparks und viele Dienstleistungsbetriebe sind bei uns angesiedelt. Ein weiteres Gefahrenpotenzial liegt in der Lebenshilfe die auch über eine Brandmeldeanlage verfügt.


GESCHICHTLICHES:


Obwohl der Name Sollenau erst 1166 in einer in Hartberg ausgestellten Schenkungsurkunde erstmals erwähnt wurde, zählt der Ort sicherlich zu den älteren Ansiedlungen auf dem Steinfeld. Gegründet dürfte er etwa in der Mitte des 11.Jhdt. worden sein, als die babenbergischen Markgrafen Befestigungen gegen die aus dem Osten einfallenden Reitervölker errichten ließen.


Schon bald entwickelte sich Sollenau auf Grund seiner Lage (wichtige Nord - Süd Verbindung zwischen Wien und Triest) zu einem bedeutenden Ort. Dies beweist wohl die Tatsache, dass die Babenbergerherzöge hier mehrmals weilten und Urkunden ausstellten. Sehr früh erhielt der Ort auch eine Kirche (12. Jhdt.), die eine Filiale der Kirche von Traiskirchen war. Diese unterstand wiederum dem Stift Melk. Politisch war Sollenau im 12. und 13. Jhdt. mit Mödling verbunden. Dort regierte eine Seitenlinie der Babenberger, die aber bald wieder erlosch. Sollenau fiel somit an die Hauptlinie zurück.


Der Ort war aber seit seiner Gründung auch Grenzort. Die Piesting bildete die Grenze zwischen dem Herzogtum Österreich und dem Herzogtum Steiermark. Am Übergang über die Piesting wurde daher eine Maut eingerichtet. Sie war auf Grund des regen Nord-Süd Verkehrs recht ertragreich und deshalb verpfändeten die Herzöge die Maut immer wieder wenn sie in Geldverlegenheiten waren. Mit der Gründung der Stadt Wiener Neustadt 1194, verlor Sollenau zusehends an Bedeutung. Trotzdem behielt der Ort wegen der Mautstelle und seiner Lage noch immer seine Bedeutung innerhalb des Steinfeldes. Ab der 2. Hälfte des 14. Jhdts. gehörte Sollenau zur Herrschaft Schönau. Diese übte das Recht der Grund- und Ortsobrigkeit aus.


Festgehalten waren diese Rechte Banntaidingbüchel, das auch das Marktrecht Sollenaus regelte. Wann und von wem der Ort jedoch zum Markt erhoben wurde, ist nicht mehr feststellbar, man kann aber mit Sicherheit sagen, dass man dieses Recht bereits 1453 besaß. Auf Grund seiner Lage wurde der Markt öfters Ziel von räuberischen Überfällen. Matthias Corvinus fiel 1484 hier ein und verwüstete weite Teile des Landes, so auch Sollenau. 1529 waren es dann das erste Mal die Türken, die auf ihrem Weg Richtung Wien alles zerstörten. 1605 führte schließlich Stefan Bocskay seine Truppen durch die Gegend. Wieder wurde der Ort und seine Umgebung zerstört. Die Häuser wurden dabei niedergebrannt und die Bevölkerung zur Gänze ermordet. 1621 schließlich war es Bethlem Gabor, der das Gesetz der Serie nicht abreisen ließ, bis es schließlich mit der zweiten Türkenbelagerung und der Befreiung Wiens im Jahre 1683 sein Ende fand. Daneben berichten Geschichtsquellen von Naturkatastrophen wie Erdbeben und Hagelstürmen, kalten Wintern und epidemischen Krankheiten wie Cholera und Pest. Die Bevölkerung wurde ständig gefordert. Mit der Übernahme der Amtsgeschäfte durch Maria Theresia, kehrte mehr Ruhe in die habsburgischen Länder ein, obwohl auch sie Kriege zum Zeichen der Stärke führen musste.


Im beginnenden 19. Jhdt. kam, durch die industrielle Revolution getragen, viel Schwung in das Leben der Menschen. Betriebe wurden errichtet, neue Verkehrswege erschlossen und damit Arbeit für tausende Personen geschaffen.


In Sollenau baute man eine Baumwollspinnerei und mit dem Wiener Neustädter Kanal, der Südbahn und der Eisenbahnlinie Wien-Aspang wurden neue Verkehrswege geschaffen. Am Beginn des 20 Jhdts. waren es Rüstungsbetriebe wie die K.u.k. Pulverfabrik in Blumau, die Böhlerwerke und die Benzol, die das industrielle Zeitalter noch einmal aufblühen ließen. Doch nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurden diese Unternehmungen auf Grund der Weltwirtschaftskrise, der großen Konkurrenz und der finanziellen Situation nach und nach geschlossen. Heute erinnern nur mehr Industrieruinen an die Hochblüte industriellen Schaffens am Ende des 19. und Beginn des 20. Jhdts. Aber auch Austrofaschismus und Nationalsozialismus trugen das ihrige bei, dass sich die Situation der Bevölkerung kaum besserte. Erst mit der Unterzeichnung des Staatsvertrages am 15. Mai 1955 schöpften die Menschen nicht nur in Sollenau wieder Hoffnung. Als freie Bürger in einem freien Staat begann man, den Wiederaufbau schnellstens voranzutreiben. Dörfer, Märkte und Städte blühten wieder auf. Es wurde ausgebessert, neu errichtet oder umstrukturiert. Auch in Sollenau entstanden neue Wohnbauten, wurden neue Arbeitsplätze geschaffen und zum Wohle der Ortsbürger Entscheidungen getroffen.


Als im Jahre 1958 Sollenau sein 800-jähriges Jubiläum feierte, konnte man schon voller Stolz auf viele geleistete Arbeiten zurückblicken. In den letzten zwanzig Jahren blieb man dieser Richtung treu. Wohnbauten, Kanalisation, Sozialeinrichtungen, Sportstätten und Arbeitsplätze waren das erklärte Ziel der sollenauer Kommunalpolitik. Mit diesen Errungenschaften zählt der einst durch die Landwirtschaft geprägte Ort heute zu den modernen Industriegemeinden mit best ausgebauter Infrastruktur.


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