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SECAM

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SECAM ist eine vor allem in Frankreich und Osteuropa gebräuchliche analoge Fernsehnorm für die Farbübertragung und wurde von H. de France entwickelt. Die Abkürzung SECAM steht für Sequentiel Couleur avec Mémoire, zu deutsch "Sequenzielle Farbe mit Speicher".


SECAM verwendet zur Farbübertragung die Frequenzmodulation. Dabei werden zeilenweise abwechselnd die Farbdifferenzsignale Rot minus Helligkeit und Blau minus Helligkeit übertragen. Zur Dekodierung wird jeweils eine Zeile in einer Verzögerungsleitung gespeichert. Dadurch verringert sich die vertikale Auflösung der Farbübertragung, was sich aber durch verringerte Empfindlichkeit des menschlichen Auges für farbiges Sehen relativiert.


Da bei Frequenzmodulation ständig der Träger vorhanden ist, auch im Fall, das gar keine Farbe im Bild ist, wird zur Vermeidung der Bildung von Störmustern der Träger regelmäßig in der Phase umgeschaltet.


Für die beiden Farbdifferenzsignale werden zwei unterschiedliche Trägerfrequenzen benutzt.


Für die Grundlagen der Farbübertragung siehe ebenda. Siehe auch: Fernsehsignal.


Geschichte


Die Entwicklung von SECAM in Frankreich war politisch motiviert, um die einheimische Geräteindustrie vor Importen schützen zu können. Bei der Einführung von SECAM in den ehemaligen Ostblockstaaten haben ebenfalls politische Gründe eine Rolle gespielt. Frankreich befand sich in einer Annäherung an diese Staaten. Weiterhin wollte es eine Verbreitung seines Systemes erreichen und hat Studio- und Sendetechnik günstig abgegeben. In der DDR wollte man Westfernsehen unattraktiv gestalten, indem man es nur Schwarz-Weiß sehen konnte. Dies war freilich nur von kurzer Dauer, da sehr bald PAL-Decoder in Eigenbau entstanden und die überhaupt wenigen Farbfernsehgeräte zumindest zum Teil ab Werk mit SECAM/PAL-Decodern ausgestattet wurden, nachdem sich reine SECAM-Geräte als unverkäuflich erwiesen. Einige der osteuropäischen Länder haben ihre Fernsehsysteme von SECAM auf PAL umgestellt, andere befinden sich noch in der Umstellung.


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