Die Schweizerische Eidgenossenschaft (franz. Confédération Suisse, ital. Confederazione Svizzera, rätoroman. Confederaziun Svizra, lat. Confoederatio Helvetica), kurz Schweiz, ist ein Staat in Mitteleuropa. Der Name Schweiz ist die verdeutschte Form des Kantonsnamens Schwyz, der auf die gesamte Eidgenossenschaft übertragen wurde.
Etwa 41% der Schweizer sind römisch-katholisch, 40% sind evangelisch-reformiert, 11% ohne Zugehörigkeit.
Das Landeskennzeichen ist "CH" (Confoederatio Helvetica). Als Autokennzeichen werden in der Schweiz allgemein die Kantonsabkürzungen benutzt (zwei Grossbuchstaben, siehe Liste der Schweizer Kantone).
Die Schweiz gliedert sich in fünf geografische Räume, die klimatisch grosse Unterschiede aufweisen: den Jura, das Mittelland, die Voralpen, die Alpen und die Alpensüdseite.
Die geologische Struktur der Schweiz ist im Wesentlichen das Ergebnis einer PlattenkollisionAfrikas und Europas während der letzten Jahrmillionen.
Geologisch wird die Schweiz in fünf Hauptregionen eingeteilt: Die Alpen bestehen im Kern aus Granit, der Jura ist ein junges Faltengebirge aus Kalkstein. Zwischen Jura und den Alpen liegt das teils flache, teils hügelige Mittelland. Dazu kommen noch die Poebene bei Chiasso sowie die Oberrheinische Tiefebene bei Basel, welche zum allergrössten Teil ausserhalb der Schweiz liegen.
Dreissig Prozent der Landoberfläche der Schweiz ist bewaldet.
In den Alpen dominieren Nadelhölzer (Tannen, Fichten, Lärchen, Arven). Die Wälder in den Alpen haben wichtige Funktionen als Lawinenschutz (Bannwald) und Hochwasserschutz (der Wald fängt die Regenmenge auf und gibt sie nur langsam wieder ab).
Im Mittelland, im Jura und auf der Alpensüdseite unterhalb von 1000 Metern wachsen Laubmischwälder und Laubwälder.
Im Tessin gibt es als regionale Besonderheit ausgedehnte Kastanienwälder, die in früheren Zeiten eine Hauptrolle bei der Ernährung der Bevölkerung spielten.
Vier Sprachen sind in der Verfassung seit 1938 als Landessprachen (bis 1999: "Nationalsprachen") verankert: Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch. Nur die ersten drei davon sind aber Amtssprachen. Rätoromanische Schweizer haben jedoch das Recht, in ihrer eigenen Sprache zu sprechen, speziell im Umgang mit Behörden.
Aussenstehende nehmen manchmal an, dass, weil es in der Schweiz vier Landessprachen gibt, alle Schweizer vier Sprachen sprechen. Mit der Realität hat das nichts zu tun. Ausser den Rätoromanen, die heute alle auch Deutsch beherrschen, sind die Schweizer im Prinzip als Individuen einsprachig, obwohl alle in der Schule Unterricht in mindestens einer weiteren Landessprache geniessen, dessen Qualität jedoch allgemein als nicht genügend bezeichnet wird. Viersprachig ist einzig der Bundesstaat als Institution, sodass jeder Schweizer das Recht hat, sich in seiner Muttersprache an die eidgenössische Verwaltung zu wenden und in dieser Sprache auch Antwort zu erhalten. Diese institutionelle Mehrsprachigkeit gilt jedoch nicht auf Kantons- oder gar Gemeindeebene. Diese Staatswesen regeln in eigener Kompetenz, was auf ihrem Territorium als Amtssprache gilt. So hat also ein Deutschschweizer, der in den Kanton Genf zieht, genauso wenig ein Recht auf den Gebrauch des Deutschen mit den Behörden wie ein französischsprachiger Schweizer, der in den Kanton Zürich übersiedelt.
Deutsch (hellgrau; 63.7% der Bevölkerung; Stand 2002) ist die meistverbreitete Sprache. 17 der 26 Kantone sind einsprachig Deutsch. Die Bevölkerung spricht aber gemeinläufig einen der vielen schweizerdeutschen Dialekte (siehe auch: Schweizer Hochdeutsch).
Französisch (blau; 20.4%) wird im Westen der Schweiz gesprochen. Dieser Teil des Landes wird häufig die Suisse Romande oder Romandie genannt. Gerade vier Kantone sind einsprachig Französisch: Genf, Jura, Neuenburg, Waadt. Drei der Schweizer Kantone sind offiziell zweisprachig: Bern (mit deutschsprachiger Mehrheit) sowie Freiburg und das Wallis (wo das Französische die Mehrheit hat).
Italienisch (rot; 6.5%) wird im Tessin und vier Südtälern des Kantons Graubünden gesprochen. In diesen beiden Kantonen ist Italienisch auch Amtssprache. Der Bund fördert die Sprache aktiv. Dies ist auch der Fall mit dem Rätoromanischen (grün; 0.5%), welches in Graubünden gesprochen wird. Jeder Räroromane ist mindestens zweisprachig, d.h. er spricht auch Schweizerdeutsch (den Bündner Dialekt) und Hochdeutsch. Der Kanton Graubünden ist der einzige dreisprachige Kanton der Schweiz.
Viele der Ausländer, die sich in Schweiz niedergelassen haben, haben ihre eigene Sprache mitgebracht. Zusammen sind diese Sprachen (9%) weiter verbreitet als das Italienische und das Rätoromanische. Die grösste dieser Sprachgruppen ist das Serbische/Kroatische mit 1.4%; Englisch ist die Hauptsprache für 1% der Bevölkerung. Diese nicht offiziellen Sprachen der Schweiz sind im ganzen Land verteilt, aber konzentriert in den grösseren Städten.
Von den Schweizer Bürgern sind 41% katholisch, 40% reformiert, 2.5% in Freikirchen und 11% ohne Zugehörigkeit. Von den Ausländern in der Schweiz sind 44% katholisch, 5% reformiert, 17% orthodox, 18% islamisch, und 2% ohne Bekenntnis.
Auch die Abspaltung des Kantons Jura vom Kanton Bern 1978 geht auf den konfessionellen Gegensatz zurück; dies ist daran erkennbar, dass sich die ebenfalls französischsprachigen, aber reformierten Amtsbezirke des Südjuras für den Verbleib beim Kanton Bern aussprachen.
Der Schweizer Bundesstaat besteht aus 26 Kantonen (davon sechs (Obwalden, Nidwalden, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Basel-Stadt und Baselland), die aus historischen Gründen als Halbkantone bezeichnet werden und daher auch nur je einen von 46 Ständeratssitzen zugeteilt erhalten. Die Kantone haben eine sehr grosse politische Autonomie und können vieles in eigener Kompetenz regeln. Im Allgemeinen gilt, dass der Bund nur die in der Bundesverfassung einzeln aufgezählten Kompetenzen hat; alle anderen fallen automatisch den Kantonen zu.
Die Schweiz ist zwar bekannt für ihren Käse und hat oft noch den Ruf eines Bauernlandes, aber tatsächlich arbeiten heute weniger als fünf Prozent der Bevölkerung in der Landwirtschaft. Trotzdem wird dieser Wirtschaftszweig vom Bund mit beträchtlichen Mitteln unterstützt (Subventionen).
In der Schweiz dominiert in der Landwirtschaft die integrierte Produktion. Der biologische Anbau beträgt etwa 9% der Produktion und ist stark im Wachsen. Es gibt keinen Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzensorten, ausser zu Forschungszwecken.
Mehrere Minen, die in der Vergangenheit Eisenerz (Sargans, Fricktal, Stechelberg), Asphalt (Travers), Kupfer (Zinal) oder Gold (Gondo) lieferten, wurden mittlerweile geschlossen.
Die Schweizer bezeichnen sich als "Willensnation", da sie weder ethnisch, noch sprachlich, noch religiös eine Einheit bilden. Das Zusammengehörigkeitsgefühl speist sich vor allem aus
Die Schweiz geht auf einen im 16. Jahrhundert entstandenen Staatenbund aus Kantonen zurück. Der Bundesbrief von 1291 war bloss ein Beistandspakt und wurde erst im 19. Jahrhundert als Ursprung der Eidgenossenschaft festgesesetzt. Er reiht sich ein in verschiedene andere Bündnisse die zu dieser Zeit geschlossen wurden. Der berühmte Rütlischwur ist ein Geschichtsmythos.
Literatur
Jürg Altwegg: Ach, du liebe Schweiz - Essay zur Lage der Nation - NAGEL & KIMCHE - 2002 - ISBN_3-312-00291-5 - Jürg Altwegg, Kulturkorrespondent der FAZ, analysiert und porträtiert die Schweiz und ihre Bewohner.
Thomas Küng: Gebrauchsanweisung für die Schweiz Piper 2002. ISBN_3-492-27507-9
René Goscinny und Albert Uderzo: Asterix bei den Schweizern. Delta Verlag 2002. ISBN_3-770-400-16X
Dieser Beitrag ist aus der XML-Version der deutschen WikiPedia® entwickelt worden und unterliegt inhaltlich den GNU FDL-Lizenzbestimmungen. Linkziele außerhalb der wikipedia-Inhalte unterliegen den Urheberrechten der jeweiligen Anbieter
( DirectDownloads ) Kalenderblätter druckfertig aufbereitet für Schmuckblätter zum Selbstdrucken im Word DOC6/RTF Format, je Euro 5 über Click&BuyJAN | FEB | MÄRZ APRIL | MAI | JUNI JULI | AUG | SEPT OKT | NOV | DEZ
Das Geschenk für jeden Anlass, nicht nur bei 'runden' Jubiläen Andere Einzeltage oder Zahlungsarten bitte HIER bestellen
Diese Web Site verdient ihr Geld durch Produktverkäufe (CD-ROM, downloads) und in erster Linie durch Anzeigen. Wenn Sie als Webmaster zuverlässige Partner suchen für Ihr eigenes Anzeigenschäft, dürfen Sie sich gerne auf unsere Empfehlungen stützen:
z.B.: GigaCash & ProfiWin