Die Schweinsfuß-Nasenbeutler kamen im gesamten mittleren und südlichen Teil Australiens vor.
Beschreibung
Vor allem die Füße unterschieden diese Art von den Nasenbeutlern. Sie waren lang und dünn, die Vorderbeine hatten nur zwei Zehen mit hufartigen Klauen, bei den Hinterfüßen wurde nur mehr die vierte Zehe zur Forbewegung benutzt. Die Ähnlichkeit der Vorderfüße mit denen der Paarhufer (wie den Schweinen) hat ihnen ihren Namen gegeben. Das Fell war gräulich bis orangebraun, die Schnauze wie bei allen Nasenbeutlern spitz. Die Ohren waren lang und ähnelten denen der Kaninchennasenbeutler. Die Körperlänge der Schweinsfuß-Nasenbeutler hat rund 25 cm betragen, der Schwanz war rund 10 bis 15 cm lang.
Lebensweise
Schweinsfuß-Nasenbeutler bewohnten neben wüstenartigen Gebieten auch Grasland und buschbewachsene Gebiete. Sie dürften nicht ganz so nachtaktiv gewesen sein wie die anderen Nasenbeutler. Als Ruheplätze dienten Grasnester oder flache Erdmulden. Interessant war die Fortbewegungsweise: während sie bei der Nahrungssuche ähnlich einem Hasen hoppelten, konnten sie bei der Flucht vor Feinden mit galoppierendem Lauf große Geschwindigkeiten erreichen. Schweinsfuß-Nasenbeutler waren Einzelgänger.
Nahrung
Zähne und Verdauungsapparat lassen darauf schließen, dass Schweinsfuß-Nasenbeutler vorwiegend Pflanzenfresser waren. Mit ihrem Geruchssinn suchten sie Gräser und Wurzeln, die sie mit den Vorderpfoten ausgruben. Berichte der Aborigines deuten an, dass sie daneben auch Termiten und Ameisen zu sich nahmen.
Fortpflanzung
Nach zwölftägiger Schwangerschaft kamen zwei bis vier Jungtiere zur Welt, die rund 50 Tage im Beutel der Mutter blieben. Die nach hinten geöffneten Beutel enthielten acht Zitzen, was darauf hindeutet, dass die Weibchen unmittelbar nach der Entwöhnung einen neuen Wurf zur Welt brachten. Die Zitzen schwollen beim Säugen an, sodass die Neugeborenen sich an die anderen hängten.
Das Aussterben
Die letzte gesicherte Sichtung eines Schweinsfuß-Nasenbeutlers gab es 1901. Berichte der Aborigines deuten an, dass sie in Wüstengebieten bis in die 1950er überlebt haben könnten. Hauptursache für das Aussterben dürfte die großflächigen Änderungen des Lebensraumes gewesen sein, das Ende der traditionellen kleinflächigen Brandrodung der Aborigines, die ein Flickwerk von frisch abgebrannnten und neubegrünten Gebieten hervorrief, die diesen Tieren als Lebensraum dienten. Damit verbunden war die Umwandlung großer Flächen in Weideland für Schafe und Rinder. Nur eine untergeordnete Rolle spielte wohl die Nachstellung durch eingeschleppte Räuber wie Katzen und Füchse.
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