Als Elfjähriger begann Schulz seine Laufbahn im Boxsport. Ab dem Jahre 1982 boxte er für SK Vorwärts Frankfurt/Oder, vom 13. bis zum 17. Lebensjahr wurde Schulz DDR-Jugendmeister.Bei den Europameisterschaft 1986 in Dänemark holte er sich den Juniorentitel im Halbschwergewicht und wurde 1988, trainiert von Manfred Wolke, DDR-Meister im Schwergewicht. Mit Silber bei den Europameisterschaften 1989 in Athen und Bronze bei der Weltmeisterschaft in Moskau schaffte Schulz den internationalen Durchbruch.
1990 gab er nach 98 Amateurkämpfen (78 Siege) mit einem Sieg über George Ajio sein Profidebüt. 1992 setzte Schulz sich in Kassel gegen Bernd Friedrich durch und wurde deutscher Meister im Schwergewicht. Im selben Jahr kämpfte er gegen den Briten Henry Akinwande um den vakanten Europameistertitel. Dieser Kampf endete mit einem Unentschieden, den Rückkampf im Frühjahr 1993 verlor Schulz nach Punkten. 1995 forderte er den 46-jährigen Weltmeister George Foreman heraus und verlor nach einem umstrittenen Urteil den Kampf nach Punkten. Im Dezember desgleichen Jahres boxte Schulz erneut um den inzwischen vakanten WM-Titel gegen den Südafrikaner François Botha. Der Deutsche unterlag in diesem Kampf. Doch Botha wurde kurze Zeit später des Dopings überführt, und das Ergebnis des Kampfes wurde nach einem Protest und einer Klage annulliert.
Im Sommer 1996 erhielt Schulz seine dritte Chance, nach Max Schmeling als zweiter deutscher Boxer Weltmeister im Schwergewicht zu werden. Er konnte sich jedoch nicht gegen den Amerikaner Michael Moorer durchsetzen. In den folgenden Jahren konnte Schulz die hohen Erwartungen, die durch seine WM-Kämpfe entstanden waren, nicht erfüllen. 1997 folgten Siege gegen den Amerikaner Jorge Valdes und den Iren Kevin McBride, 1998 gegen den Briten Julius Francis und den Amerikaner Richard Mason. Nach einer K.O.-Niederlage gegen den ukrainischen Europameister Wladimir Klitschko beendete Schulz seine Karriere mit einer Bilanz von 25 Siegen, fünf Niederlagen und einem Unentschieden in 31 Kämpfen.
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