wer ist, was ist, wo ist, wann war, was war - Lexikon / Chronik / Biografie / Wissen - Schöffer, Peter


Werbung

Produkte / Services :|: Chronik CD :|: als Startseite | zu den | empfehlen :|: Impressum
Lexika @ InfoBitte.de :|: Universal-Lexikon | WeltKunst | Geteiltes Deutschland | Zweiter Weltkrieg
WeltChronik.de :|: Welt | Deutschland | Kultur/Kunst/Technik :|: BildDatenBank :|: Biografien

Navigation

WeltChronik
Deutsche Chronik
KulturChronik
Biografien
Bilddatenbank
Kalenderblatt
Epochen
Lexika @ InfoBitte.de
Produkte

Suchfunktionen
Chronik-Jahr direkt

Nur Zahl eingeben
Bereich: '0'-'2001'
PARTNER
Ahnenforschung

Quellen für die Schule

FREE 4 WebMasters

Wir haben eine ganze Palette kostenloser Angebote von uns
für WebMaster und HomePage Besitzer aufbereitet

Holen Sie sich hier ab

was Sie gerne einsetzen würden
Suchfunktionen, Kalenderblatt, uam
für Ihre WebSite



Schöffer, Peter
eine InfoBitte / WeltChronik
Biografie / Biographie / Biography

Entwickelt von ICA-D aus der XML-Version der deutschen WikiPedia
© 2004/2005 ff by de.wikipedia.org, teilw. by ICA-D
blättern» voriger Artikel | Hauptseite | nächster Artikel «blättern

[Bild extern:] Portrait von Peter Schöffer aus Gernsheim


Peter Schöffer (Petrus Schoiffer); * um 1425 in Gernsheim am Rhein, † um 1503 in Mainz.



Peter Schöffer war einer der ersten Buchhändler und Verleger überhaupt. Er entwickelte die von Johannes Gutenberg gemachte Erfindung, das Druckens mit beweglichen Lettern, wesentlich weiter und machte sie in der ganzen Welt bekannt.


Inhaltsverzeichnis


1 Leben und Wirken

2 Bedeutende Werke

3 Technik

4 Forschung

5 Denkmal

6 Literatur

7 Weblinks


Leben und Wirken

Peter Schöffer wurde zu Beginn der Neuzeit, um 1425, in Gernsheim am Rhein geboren. Wahrscheinlich ist er in Mainz zur Schule gegangen, wie Prof. Aloys Ruppel, ehemaliger Direktor des Mainzer Gutenberg-Museums, vermutet. 1444 und 1448 war er an der Universität Erfurt immatrikuliert, an der Sorbonne in Paris studierte er entweder Rechtswissenschaft oder Theologie. 1449 war er in der französischen Metropole als Schreiber und Kalligraph tätig, was im Kolophon (Schlussschrift) einer Handschrift aus diesem Jahr nachgewiesen ist, in der er als ?Petrus de Gernsheim alias Moguntia? erwähnt wird. Zurück in Deutschland, trat Peter Schöffer - laut dem Forscher Ferdinand Geldner - um 1452 in Mainz als Mitarbeiter an der 42zeiligen Bibel Gutenbergs als Typograph und Drucker auf.


Johannes Gutenberg lieh sich mehrfach von dem Mainzer Juristen Johannes Fust Geld, wofür sich dieser im Gegenzug die Teilhaberschaft an seinem Werk sicherte. 1455 ließ Fust den Erfinder pfänden. Im Prozess gegen Gutenberg trat Peter Schöffer als Zeuge auf, was historisch belegt ist. Nach der Übernahme eines Teiles der Gutenberg-Werkstatt durch Johannes Fust wurde Schöffer zunächst Werkstattleiter, später Inhaber.


Als Mitarbeiter Gutenbergs hatte Schöffer nach Prof. Michael Giesecke gesellschaftlich und innerbetrieblich eine weitaus höhere Kompetenz als die eines Gehilfen. Schöffer war Urheber technischer und ästhetischer Verbesserungen an den Lettern und entwickelte eigene Drucktypen. Heute wird ihm sogar nachgesagt, dass er als Typograph und Drucker Gutenberg wesentlich übertraf. 1462 erschien im Kolophon der 48zeiligen Bibel erstmals ein Druckersignet mit seinem Namen. Das letzte Werk mit der gemeinsamen Firmenbezeichnung von Fust und Schöffer war Ciceros De Officiis, abgeschlossen 1466. Im Jahr darauf erschien ein Teilband der Summa des Thomas von Aquin, bei dem der Gernsheimer als alleiniger Drucker und Verleger firmierte.


Das von Schöffer und Fust verwandte Druckersignet benutzte der Börsenverein des deutschen Buchhandels mit dem Zusatz "BV" im linken Teil von 1952 bis 1986. Als offizielles Emblem wird es heute noch immer von der International Association of Printing House Craftsman (IAPHC) benutzt, einem Zusammenschluss von Druckern, Grafikern und Künstlern, sowie Vertretern der Druck- und Kunstindustrie.


Der Forscher Dr. Hellmut Lehmann-Haupt sieht in Peter Schöffer einen der hervorragendsten Drucker, Verleger und Buchhändler Europas, der bis an die künstlerischen Grenzen gestoßen sei; durch dessen geschäftliche Tüchtigkeit sich der internationale Buchmarkt für intellektuelle Debatten beziehungsweise zur Massenkommunikation geöffnet habe. Etwa 1470/71 erwarb Schöffer den Hof zum Humbrecht in Mainz, der später Schöfferhof genannt wurde. Der Offizin Schöffer werden mehr als 250 Einblattdrucke und Bücher zugeschrieben. Von 1489 bis zu seinem Tode 1503 war Peter Schöffer weltlicher Richter in Mainz. Das letzte Werk aus seiner Offizin war die vierte Auflage des Mainzer Psalters, fertiggestellt am 20. Dezember 1502. Sein Tod zwischen diesem Datum und dem 8. April 1503 ist bezeugt.


Mit Ehefrau Christina Fust hatte Peter Schöffer vier Söhne: Gratian schuf sich eine eigene Druckerei in Oestrich, Johann übernahm die Mainzer Werkstatt des Vaters, Peter wurde Drucker von Musikalien in Mainz, Worms, Straßburg, Basel und Venedig. Über Ludwig ist nichts bekannt.


Bedeutende Werke

Bedeutende Werke von Peter Schöffer sind der Mainzer Psalter von 1457, eines der kostbarsten Druckwerke aller Zeiten (gemeinsam mit Johannes Fust), für den erstmals dreifarbig mit einem Druckstock gearbeitet wurde; die 48zeilige Bibel von 1462 (ebenfalls gemeinsam mit Fust), Hortus sanitatis von 1485 und die Chronecken der Sassen von 1492.


Technik

Mit dem Mainzer Psalter versuchte Schöffer, den Buchdruck zu vereinfachen, indem er dem Drucker nicht nur die Arbeit des Schreibers, sondern auch die des Rubrikators übertrug. Der Schreiber hatte überall freie Stellen zu lassen, in die der Rubrikator später farbige Initialen einsetzte.


Peter Schöffer druckte seinen Psalter mit schwarzen, roten und blauen Lettern. Dadurch konnte das Buch unmittelbar von der Presse zum Buchbinder gebracht werden. Allerdings blieb das Ausmalen mit der Hand trotzdem noch bis ins 18. Jahrhundert üblich, da Schöffers Methode zu mühsam und teuer war.


Forschung

Werk und Leben von Johannes Gutenberg haben Generationen von Historikern und Angehörige anderer wissenschaftlicher Disziplinen bis ins Detail ausgeleuchtet. Peter Schöffer dagegen war zwar häufiger Debattenstoff im Zusammenhang mit der Erfindung des Buchdrucks, doch Beschreibungen seines Lebenslaufes blieben bruchstückhaft. 1900 ging Alfred Börckel auf den Gernsheimer ein, Professor Aloys Ruppel, damals Direktor des Mainzer Gutenberg-Museums, entwarf im Festvortrag zum 100. Jahrestag der Einweihung des Schöfferdenkmals 1936 eine kurze Biographie. Eingehender Forschungsgegenstand wurde der Gernsheimer Frühdrucker erst 1950, als Dr. Hellmut Lehmann-Haupt in den USA sein Werk Peter Schöffer aus Gernsheim und Mainz herausgab.


Denkmal

[Bild extern:] Denkmal von Peter Schöffer in Gernsheim


1836 schuf der Darmstädter Hofbildhauer Johannes Baptist Scholl für Gernsheim das Schöffer-Denkmal, eines der Sehenswürdigkeiten dieser Stadt. 2003, anlässlich des 500. Todesjahres, erhielt die südhessische Gemeinde die offizielle Bezeichnung "Schöfferstadt". Eine relativ bekannte Weizenbiermarke ist heute ebenfalls nach Peter Schöffer benannt.


Literatur

Michael Giesecke: Der Buchdruck in der frühen Neuzeit. Eine historische Fallstudie über die Durchsetzung neuer Informations- und Kommunikationstechnologien. Frankfurt/M., 1998.


Hellmut Lehmann-Haupt: Peter Schöffer aus Gernsheim und Mainz. Wiesbaden, 2003.


Aloys Ruppel: Peter Schöffer aus Gernsheim. Mainz, 1937.


Stadt Mainz (Herausgeber): Gutenberg, aventur und kunst. Mainz, 2000.


Andreas Venzke: Johannes Gutenberg - Der Erfinder des Buchdrucks und seine Zeit. 3. Auflage. Piper-Verlag München, 2000.


Weblinks



blättern» voriger Artikel | Hauptseite | nächster Artikel «blättern

Dieser Beitrag ist aus der XML-Version der deutschen WikiPedia® entwickelt worden und unterliegt inhaltlich den GNU FDL-Lizenzbestimmungen. Linkziele außerhalb der wikipedia-Inhalte unterliegen den Urheberrechten der jeweiligen Anbieter




Wörterbuch


Produkte
2000 Jahre
Chronik CD-ROM


Kalenderblatt in
Schmuckblatt
Ausführung


Geburtstags-Bios

Suchen/Google-Ads
Kalenderblatt
druckfertig
( DirectDownloads )
Kalenderblätter
druckfertig aufbereitet für Schmuckblätter
zum Selbstdrucken

im Word DOC6/RTF Format, je Euro 5
über Click&Buy
JAN | FEB | MÄRZ
APRIL | MAI | JUNI
JULI | AUG | SEPT
OKT | NOV | DEZ

Das Geschenk für jeden Anlass, nicht nur bei 'runden' Jubiläen
Andere Einzeltage
oder Zahlungsarten

bitte HIER bestellen


© 2000 ff by ICA-D, D-76751 Jockgrim, Germany
Verantwortlich im Sinne des Presse- und Multimedia-Rechts: Dipl.-Ing. Rainer Detering, Waidweg 18, 76189 Karlsruhe


| Immer | Unsere | InfoBitte weiterempfehlen
KALENDERBLATT von HEUTE | SUCH-Funktionen ALLE und nach BEREICHEN | Startseite
Welt-Chronik | Kunst-, Kultur-, Technik-Geschichte | Deutsche Chronik | 2000 Biografien | Bild-Datenbank
Gesetzestexte | SkateGuide | Online Jigsaw Puzzles | GeschenkTip | Produkte, Services, Impressum



*NEU* bei InfoBitte *NEU*



die deutsche WikiPedia
bei InfoBitte.de mit
650,000 Querverweisen zu
2000 Jahre Chronik



InfoBitte
Portal zu Portalen
Hauptseite


Suchfunktionen

Wissen, Biografien, Geschichte
besser gezielt suchen mit
domain-Filterung

die Links führen im neuen Fenster
zu den jeweiligen Hauptseiten,
das Anklicken eines Buttons zur
Filterung für die Google-Suche



Google
Lexika @ InfoBitte.de

ib InfoBitte.de (alle Lexika)
ib Universal-/Hand-Lexikon
die WikiPedia @ InfoBitte
ib L. WeltKunstGeschichte
ib L. Geteiltes Deutschland
ib L. Zweiter Weltkrieg

2000 Jahre Chronik

WeltChronik.de (Texte)
  
WeltChronik auf CDROM
deutsche Geschichte
Kultur-/TechnikGeschichte
WeltChronik Bilder
Chronik Biografien

Google
2000 Jahre Chronik
offline auf CDROM

Hier Kaufen


WeltChronik Jahr...
(eigene Suchfunktion)

Nur Zahl eingeben
Bereich: '0'-'2001'





Diese Web Site verdient ihr Geld durch Produktverkäufe (CD-ROM, downloads) und in erster Linie durch Anzeigen. Wenn Sie als Webmaster zuverlässige Partner suchen für Ihr eigenes Anzeigenschäft, dürfen Sie sich gerne auf unsere Empfehlungen stützen:
z.B.: GigaCash & ProfiWin