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Schlaf

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Schlaf ist ein Zustand der Ruhe eines Tieres oder des Menschen. Dabei unterscheiden sich viele Lebenszeichen von denen des Wachzustands. So senkt sich der Puls, die Atemfrequenz, der Blutdruck, es verändert sich die Gehirnaktivität. Außerdem werden im Schlaf oft motorische und sensorische Nerven zumindest für die höheren Hirnfunktionen blockiert, sodass der Schlafende sich im Schlaf kaum bewegen und kaum etwas empfangen kann. Unter anderem diesen Zweck hat auch das Schließen der Augen während des Schlafs. Bei genügend starken Signalen (Berührung, helles Licht, lautes Geräusch) wird der Schlafende jedoch geweckt.


Das individuelle Schlafbedürfnis des Erwachsenen schwankt zwischen etwa 6 und 10 Stunden, bei einem Durchschnittswert von etwa 8 Stunden. Die Streuung um den Mittelwert entspricht ungefähr einer "gaußschen Glockenkurve".


Der durchschnittliche Schlafbedarf von etwa 8 Stunden pro Tag stellt lediglich einen Durchschnittswert dar; einige Menschen benötigen auch nur 6 oder 7, andere hingegen 9 oder 10 Stunden.


Ein Säugling von unter 2 Jahren jedoch bis zu 16 Stunden. Auch im Alter nimmt unser Schlafbedürfnis ab, sodass ältere Menschen nur noch 6-7 Stunden Schlaf benötigen. Dies wird auch oft (scherzhaft) als senile Bettflucht bezeichnet.


Es ist von entscheidender Bedeutung, dass dieses individuell unterschiedlich ausgeprägte Schlafbedürfnis konstitutionell vorgegeben ist und folglich nicht durch falsch verstandenes «Training" ausgeschaltet oder längerfristig ignoriert werden kann, ohne dass der Organismus Schaden erleidet. Wer zu den Menschen mit vermehrtem Schlafbedarf gehört, sollte daher seinen alltäglichen Lebensrhythmus nach Möglichkeit hierauf einstellen und sein Verhalten entsprechend anpassen.


Weiterhin sind innerhalb eines 24-Stunden-Tages die Phasen maximaler und minimaler Leistungsfähigkeit je nach Typus unterschiedlich verteilt. Vereinfachend kann zwischen einem Morgentyp und einem Abendtyp unterschieden werden. Der Morgentyp ist bereits früh am Morgen «fit" und leistungsfähig, der Abendtyp entwickelt unter anderem als «Nachtschwärmer" zu fortgeschrittener Abendzeit nochmals ein Aktivitätsmaximum.


Der Schlaf wird insbesondere durch das Hormon Melatonin eingeleitet, welches am Anfang des Schlafs ausgeschüttet wird, dessen Konzentration aber im Verlauf des Schlafs langsam abnimmt.


Der Schlaf ist in Phasen eingeteilt. Kurz nach dem Einschlafen kommt die REM-Phase, danach die theta-Phase, anschließend die delta-Phase. Diese endet in einer theta-Phase und diese wieder in einer REM-Phase. Nach einem vollendeten Zyklus, der etwa 90 Minuten dauert, wacht der Schlafende entweder auf oder startet einen neuen Zyklus.


Wird der Schlaf durch Schlafmittel eingeleitet, so bleibt der Patient in der delta-Phase; in einem solchen Schlaf finden die Zyklen nicht statt.


Superschlaf ist möglich, weil die Hormonausschüttung erst nach dem Einleiten des Schlafs beginnt. Wird man kurz nach dem Einleiten des Schlafes aufgeweckt, so hat man möglicherweise eine REM-Phase absolviert, aber noch nicht so eine hohe Hormonkonzentration, dass man gleich wieder einschläft.


Manchmal läuft die Lockerung der Nervenblockade in einer falschen Reihenfolge ab, sodass anfangs die sensorischen Nerven und erst danach die motorischen Nerven "freigeschaltet" werden. In diesem Zustand hört und fühlt der Mensch alles, kann jedoch nichts machen, nichts sagen, sich nicht bewegen, nicht einmal die Atmung beschleunigen. Leute, die dies erlebt haben, meinen im ultimativen Gefängnis, dem Gefängnis des eigenen, bewegungslosen Körpers gewesen zu sein. Diese Situation trifft auch manchmal bei falsch narkotisierten Patienten während einer Operation auf. Manche Formen des Komas sollen ebenfalls von Betroffenen so empfunden werden, auch gibt es Berichte von Drogenkonsumenten über derartige Erfahrungen.


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