Dieser Artikel behandelt Jagdreisen. Für den Web-Browser von Apple siehe Safari (Browser).
Unter Safari von arabisch: سفر , safar "Reise" verstand man ursprünglich eine Jagdreise in Ostafrika, bei der gewöhnlich Großwild erlegt wurde. Dabei spielten und spielen die so genannten "Big Five", Kaffernbüffel, Elefant, Löwe, Leopard und Nashorn eine große Rolle. Später wurde der Begriff dann auch auf andere Teile Afrikas und der Welt ausgedehnt, etwa wildreiche Gebiete im südlichen Afrika oder in Indien. Ursprünglich waren Safaris das Privileg der reichen, meist englischen Oberschicht in Ostafrika. In den letzten Jahren hat sich der Begriff aber stark gewandelt und bezeichnet heute meist die unblutigen Ausflüge in die "Wildnis", bei der hauptsächlich Tiere fotografiert (Fotojagd) werden und die auch für weniger betuchte Reisende erschwinglich sind. Dazu hat sich geradezu eine Safari-Industrie entwickelt, mit "Lodges", festen Führern etc. Bis heute ist es meist der Ehrgeiz des Reiseleiters neben möglichst vielen anderen Tierarten alle "Großen Fünf" vor die Kameras der Touristen zu bringen.
Daneben ist aber die alte Form der Safari im Sinne der Großwildjagd nicht ausgestorben. Bis heute kann man in vielen Teilen Afrikas, zum Teil gegen horrende Summen Großwild erlegen. Dabei wird oft dem zahlenden Kunden das zu jagende Tier geradezu vors Gewehr geführt. Auch diese Art der Safari kann zum Wirtschaftszweig werden und sogar nachhaltig betrieben werden. In manchen Teilen Afrikas stellten Farmer den Anbau von Pflanzenkulturen, die auf den immer unfruchtbarer werdenden Böden kaum noch Gewinn einbrachten, auf die Zucht von Großtieren um, die gegen sehr hohe Summen von Trophäen- und Prestige-Jägern "erlegt" werden. Aus ökologischer Sicht kann diese Nutzung durchaus sinnvoll und nachhaltig sein und sogar, wenn sie gut geregelt und überwacht wird auch zum Artenschutz beitragen, da die Landschaft, in der diese Safaris veranstaltet werden, möglichst natürlich sein soll. Besonders unmittelbar anschließend an zum Teil eingezäunte Wildreservate kann diese Art der Landnutzung zur Arterhaltung beitragen.
Einige europäische und indische Großwildarten überlebten nur in Jagd-Gebieten, die für die adlige Oberschicht reservierten war, etwa der Steinbock in Gran Paradiso oder das Wisent in Bialowieza, ebenso die indischen Löwen im Gir-Wald.
Das Thema Safari regte viele große Schriftsteller und Regisseure zu berühmten Werken an:
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