Herzog Johann Friedrich genießt eine umfaßende Ausbildung durch Hofmarschall Kaspar von Teutleben und Hofrat Friedrich Hortleder. Ohne seine Brüdern an die Universität zu folgen, begleitet Herzog Johann Friedrich 1619 seinen Bruder Albrecht von Sachsen-Eisenach auf dessen Cavalierstour durch Frankreich und der Schweiz. Begleitet wurden die Beiden durch den Hofmeister Hans Bernd von Botzheim und dem Hofrat Tobias Adami.
Gleich seinem Bruder Herzog Albrecht wird auch Herzog Johann Friedrich vor Beginn ihrer Cavalierstour durch Fürst Ludwig I. von Anhalt-Köthen in die Fruchtbringende Gesellschaft Aufgenommen. Der Fürst verleiht Herzog Johann Friedrich den Gesellschaftsnamen der Entzündete und die Devise verderbet und erhält. Als Emblem wird ihm die Stoppeln aufm Felde angezündet, halb abgebrannt. Im Köthener Gesellschaftsbuch findet sich Herzog Johann Friedrichs Eintrag unter der Nr. 18. Dort ist auch das Reimgesetz verzeichnet, mit dem sich Herzog Johann Friedrich für die Aufnahme bedankt:
Wann ein rechtschaffen Hertz in Tugendt ist entzündet
All jhre Schwestern trew in eins zusammen bindet.
1622 kämpft Herzog Johann Friedrich zusammen mit seinem Bruder Bernhard auf badischer Seite in Wimpfen. Drei Jahre später, mit 25 Jahren avanciert er bei seinem Bruder Johann Ernst d.J. zum Obristen. Aus politischen Gründen eskaliert noch im selben Jahr ein Streit unter den Brüdern. Dieser Machtkampf endet mit der Arrestierung Herzog Johann Friedrichs.
1627 wird Herzog Johann Friedrich beim Versuch sich Tilly anzuschließen, erwischt und erneut von seinen Brüdern eingesperrt.
Herzog Johann Friedrich ist Zeit seines Lebens sehr an Alchemie interessiert. Am 16. Oktober1628 gesteht er im Kerker einen Pakt mit dem Teufel. Am 17. Oktober, einen Tag nach diesem schriftlichem Geständnis, findet man Herzog Johann Friedrich tot in seiner Zelle. Die Spekulationen reichen von Suizid bis Auftragsmord; nach dem derzeitigen Stand der Forschung kann weder das eine noch das andere schlüssig bewiesen werden.
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