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Saakaschwili, Michail
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[Bild extern:] Michail Saakaschwili


Michail Saakaschwili (georgisch მიხეილ სააკაშვილი; * 21. Dezember 1967 in Tiflis/Georgien) ist ein georgischer Politiker. Er ist Rechtsanwalt und seit dem 25. Januar 2004 Staatspräsident Georgiens.


Saakaschwili schloss 1984 die 51. Oberschule in Tiflis ab. Er studierte Rechtswissenschaft an der Staatlichen Universität Tiflis. 1992 besuchte er die Fakultät für Völkerrecht der Hochschule für Internationale Beziehungen, Kiew. 1993 erwarb er ein Diplom am Internationalen Institut für Menschenrechte, Straßburg. 1994 schloss er als Stipendiat des Edmund S. Muskie Graduate Fellowship Program ein Magisterexamen an der Rechtsfakultät der Columbia University, New York City ab. 1995 promovierte Saakaschwili an der George Washington University, Washington, D.C.


Er studierte zudem an der Akademie für Europäisches Recht, Florenz und der Akademie für Völkerrecht, Den Haag. 1992 war er im Staatlichen Menschenrechtskomitee Georgiens und dem Norwegischen Menschenrechtsinstitut, Oslo tätig. Anfang 1995 arbeitete er in der Anwaltssozietät Patterson, Belknap, Webb & Tyler im New Yorker Stadtteil Manhattan.


Im Frühjahr 1995 bat ihn Surab Schwania, damals Vorsitzender der Grünen im georgischen Parlament, im Auftrag Staatspräsident Eduard Schewardnadses, in die georgische Politik einzutreten. Von 1995 bis 1999 und 1999 bis 2000 war Saakaschwili Abgeordneter des georgischen Parlaments. 1995 bis 1998 Vorsitzender des Verfassungs-, Rechts und Rechtsstaatlichkeitsausschusses. 1998 bis 1999 Vorsitzender der Parlamentsfraktion der Georgischen Bürgerunion, die den Präsidenten unterstützte. 2000 wurde er Vizepräsident der Parlamentarischen Versammlung des Europarats.


Von 2000 bis 2001 war Saakaschwili Justizminister Georgiens. Er initiierte Reformen im hinfälligen, korrupten und politisierten Strafrechts- und Strafvollzugssystem Georgiens. Mitte 2001 geriet er in Konfrontation mit Wirtschaftsminister Wano Tschchartischwili, Sicherheitsminister Wachtang Kutateladse und dem Polizeichef von Tiflis Soso Alawidse, denen er Verwicklung in korrupte Geschäfte vorwarf. Im September trat er vom Ministeramt zurück, weil er vom Präsidenten nicht genug Unterstützung im Kampf gegen die Korruption erhielt.


Im Juni 2002 wurde Saakaschwili zum Vorsitzenden der Stadtversammlung von Tiflis (georgisch Sakrebulo) gewählt, wurde so zum de facto Bürgermeister der Hauptstadt. Oktober 2002 gründete er die Oppositionspartei Vereinigte Nationale Bewegung, wurde ihr Vorsitzender.


Michail Saakaschwili strebt eine westlich geprägte Demokratie in Georgien an. An der samtenen Revolution in Georgien im November 2003 war er gemeinsam mit Surab Schwania und Nino Burdschanadse beteiligt. Unter seiner Führung stürmten oppositionelle Demonstranten den Sitzungssaal des aufgrund von Wahlbetrug zustande gekommenen georgischen Parlaments und vertrieben Präsident Schwewardnadse, der die Eröffnungsrede hielt.


Am 4. Januar 2004 wurde Saakaschwili mit 96% der Stimmen zum Staatspräsidenten Georgiens gewählt und am 25. Januar vereidigt. Am 5. Februar 2004 wurde er Vorsitzender der neugegründeten Partei Nationale Bewegung - Demokraten, die die Träger der samtenen Revolution Georgiens zusammenschließt. In seine Regierung berief er viele junge Akademiker, die wie er im westlichen Ausland studiert hatten.


Saakaschwili ist für emotional überschießende Reden bekannt. So nannte er den Generalsekretär des Europarats, Walter Schwimmer, im Mai 2004 vor Studenten der Universität Batumi einen unverschämten und gut bezahlten Bürokraten, was zu diplomatischen Verwicklungen führte.


Er ist mit der Holländerin Sandra Roulofs verheiratete und hat einen Sohn. Er spricht englisch, französisch und russisch. Seine Hobbies sind Fußball und Journalismus. Von seiner Frau und der georgischen Presse wird Saakaschwili kurz Mischa genannt.


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