Die RWTH ist keine Campus-Universität. Stattdessen sind ihre Gebäude über die ganze Stadt verteilt. Es gibt zwei Kerngebiete (Stadtzentrum und Melaten), allerdings sind sie nicht sehr ausgeprägt. Das Hauptgebäude und das Kármán-Auditorium liegen 500 m vom Stadtzentrum mit dem Dom entfernt, das Audimax (größtes Auditorium) und die Hauptmensa liegen noch 200 m weiter.
Die RWTH Aachen ist eine Hochschule des BundeslandesNordrhein-Westfalen. Studiengebühren werden nur ab einer bestimmten Studiendauer und für Zweitstudien erhoben. Fast alle Vorlesungen werden in deutscher Sprache abgehalten.
Zur Zeit studieren ca. 28.000 Studenten (Quelle: Frankfurter Rundschau vom 5. Juli2004) an der RWTH Aachen, Nicht-Graduierte wie Graduierte, allerdings war die Zahl in den letzten Jahren ziemlich variabel.
Jährlich schließen 2.000 Studenten ihr Studium ab, und 800 erhalten ihren Doktorgrad.
Mitglieder der Fakultäten
Es gibt 260 Institute mit Lehrstühlen und 410 zusätzliche Professuren. Der wissenschaftliche Mitarbeiterstab besteht aus 4.400 Personen.
Geschichte
Im Jahre 1870 wurde die "Königlich Rheinisch-Westphälische Polytechnische Schule zu Aachen" eröffnet. Im Hauptgebäude am Templergraben unterrichteten ca. 32 Dozenten rund 223 Studenten.
1880 wurde aus der Polytechnischen Schule mit einem Direktor an der Spitze eine "Technische Hochschule" mit einer Rektoratsverfassung. 1899 erhielten die preußischen Technischen Hochschulen im Rahmen der Jahrhundertfeier der Berliner Technischen Hochschule durch den preußischen König Wilhelm II. das bis dahin allein den Universitäten zustehende Promotionsrecht zur Verleihung eines eigenständigen "Dr.-Ing.". Die Verleihung des Promotionsrechtes an die Technischen Hochschulen stellte einen wesentlichen Schritt der Emanzipation der Technischen Hochschulen gegenüber den traditionellen Universitäten dar.
Der Erste Weltkrieg bedeutete einen ernsten Rückschlag, aber zwischen 1925 und 1932 gab es einen Abschnitt des Wohlstandes und des Wachstums. Alte Studentenzahlen wurden wieder erreicht, und neue Gebäude wurden errichtet.
Während der Zeit des Nationalsozialismus (1933-1945) wurde die RWTH - wie andere Hochschulen auch - gleichgeschaltet: Die Freiheit der Lehre und der Forschung wurde eingeschränkt, führenden Dozenten wurde die Lehrerlaubnis entzogen, und viele Studenten mußten die RWTH verlassen. Wegen der Grenznähe zu den Niederlanden und Belgien war die Hochschule während des Zweiten Weltkriegs ein Jahr lang geschlossen.
Nach dem Krieg erholte sich die RWTH schnell und expandierte. Einige neue Fakultäten entstanden (1965 Philosophie, 1966 Medizin). Während sich die meisten ehemaligen Technischen Hochschulen (TH) in Technische Universitäten (TU) umbenannten, hat die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen als einzige in bewußter Tradition ihrer Wurzeln aus der polytechnischen Bewegung ihre Bezeichnung als Technische Hochschule beibehalten. Die RWTH Aachen, die TU München und die TU Berlin sind die drei größten Universitäten für technische Studiengänge in Deutschland.
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