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Rumänien

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Tabelle


Die Republik Rumänien (rumänisch România) ist ein Staat in Südosteuropa am Schwarzen Meer. Der Name Romania war im Latein der Spätantike eine verbreitete Kurzbezeichnung für das Römische Reich.


Rumänien grenzt an Bulgarien, Serbien, Ungarn, die Ukraine und Moldawien und besteht aus den Landesteilen Walachei, Moldau und Siebenbürgen (auch: Transsilvanien) sowie Teilen des Banat, der Bukowina und der Dobrudscha.


In Rumänien leben neben dem Volk der Rumänen große Minderheiten von Szeklern, Ungarn und Roma.


Angehörige der deutschen Minderheiten, beispielsweise die Siebenbürger Sachsen in Siebenbürgen, die Sathmarer Schwaben bei Satu Mare oder die Banater Schwaben im Banat, sind nach einer Auswanderungswelle nur noch von geringer Anzahl, sie haben aber das Land durch ihre 250- bis 800-jährige Präsenz im Land entscheidend geprägt.


Die Farben der Flagge stellen die Vereinigung von Moldau (rot), Walachei (blau) und Siebenbürgen (gelb) dar.




Inhaltsverzeichnis


1 Geschichte

2 Politik

3 Wirtschaft

  3.1 Wirtschaftsstruktur

  3.2 Privatisierung

  3.3 Bruttoinlandsprodukt

  3.4 Exportwirtschaft

  3.5 Beschäftigungentwicklung

4 Bevölkerung

5 Geographie

6 Verwaltungsgliederung

7 Siehe auch

8 Weblinks


Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Rumäniens


Die Anfänge der rumänischen Geschichte wird von den Römern geprägt. Die auf dem Gebiet des späteren Rumänien ansässigen Daker werden 106 n. Chr. durch Trajan in das Römische Reich eingegliedert und sprachlich sowie kulturell romanisiert. 271 wurden die römischen Truppen ans rechte Donauufer zurückgezogen. In den folgenden Jahrhunderten setzt sich unter byzantinischer Herrschaft das orthodoxe Christentum durch, was die Kultur und Mentalität der Rumänen bis heute prägt.


Die ersten staatlichen Gebilde der Rumänen sind seit dem 9. bis 10. Jahrhundert geschichtlich überliefert.


1859 wird Alexandru Ioan Cuza zum Fürsten der Walachei und der Moldau gewählt, am 24. Dezember 1861 proklamiert er Rumänien.


Im Zweiten Weltkrieg nimmt Rumänien an der Seite Deutschlands teil. 1944 wird Antonescu durch König Mihai I. (Michael I.) gestürzt und unterstützt jetzt die Alliierten gegen Nazideutschland.


Der Friedensvertrag von 1947 setzt die heutigen Grenzen Rumäniens fest. Zunehmender kommunistischer Einfluss lässt Rumänien 1947 zur Volksrepublik und später zur sozialistischen Republik Rumänien werden. Im Jahr 1955 trat man den Vereinten Nationen (UNO) bei. Ab 1981 führte die unfähige und repressive Regierungsweise von Nicolae Ceauşescu verstärkt zur Verarmung der Bevölkerung. Der Volksaufstand und der Sturz der Diktatur Ceauşescus 1989 markieren die politische Wende. 1991 verabschiedet das rumänische Parlament eine rechtsstaatliche Verfassung.


Politik

Rumänien ist Beitrittskandidat zur Europäischen Union. Zur Zeit laufen so genannte Beitrittsverhandlungen. Allgemein wird ein Beitritt für das Jahr 2007 erwartet, ein konkreter Termin steht aber noch nicht fest. Im Zuge der NATO-Osterweiterung wurde Rumänien am 29. März 2004 Mitglied der NATO.


Vom 4. Juli 2004 bis August 2005 führt Rumänien den Vorsitz im UN-Sicherheitsrat, bis zum 31. Dezember 2005 ist man noch Nichtständiges Mitglied des Rates. Zu den wichtigsten Aufgaben zählt gemäß eigener Aussagen die Erfüllung der Verpflichtungen im Kampf gegen den internationalen Terrorismus, den Drogen- und Menschenhandel, sowie gegen die Weiterverbreitung von Massenvernichtungswaffen. Im Mittelpunkt stünden auch die Armutsbekämpfung und die nachhaltige Entwicklung als integraler Bestandteil der weltweiten Stabilität.


Am 10. Juli 2004 wurden fünf Minister der regierenden PSD von Adrian Năstase ausgetauscht. Nach dem schlechten Abschneiden der Postkommunisten bei der Kommunalwahl und landesweiten Vorwürfen, eine große Mitschuld an der weit verbreiteten Korruption im Land zu haben, kam die Umbildung der rumänischen Regierung in einer Phase, wo die Beitrittsverhandlungen bis Ende Oktober 2004 abgeschlossen sein sollen.


Wirtschaft

Trotz der insgesamt positiven volkswirtschaftlichen Gesamtentwicklung Rumäniens in den letzten Jahren besteht in der rumänischen Wirtschaft weiterhin großer Reformbedarf. Bürokratie, immer noch nicht ausreichende Rechtssicherheit, Zollprobleme sowie Korruption behindern nach wie vor den dringend benötigten Zufluss ausländischen Kapitals.


Wirtschaftsstruktur

Die derzeitigen wirtschaftlichen Indikatoren lassen eine Fortsetzung des Wachstums auch im Jahre 2004 und darüber hinaus erwarten. Entscheidend zu dieser Entwicklung trug der Privatsektor bei, der von 49,4 Prozent im Jahre 2001 auf 68,7 Prozent im Jahre 2002 gewachsen ist. Der Anteil des Dienstleistungssektors am BIP lag 2002 bei 44,7 Prozent. Der Anteil des Industriesektors ist von noch 40 Prozent im Jahr 1989 aufgrund der Umstrukturierung und des Rückgangs insbesondere der Schwerindustrie auf 29,1 Prozent im Jahr 2002 zurückgegangen. Der Anteil des Landwirtschaftssektors am BIP betrug 2002 11,7 Prozent.


Privatisierung

Die Privatisierung der staatlichen Betriebe wird weiter fortgesetzt. Im Juli 2004 vollzog sich dabei ein großer Schritt, indem der österreichische Enegieversorger OMV den rumänischen Öl- und Erdgaskonzern Petrom (60.000 Mitarbeiter) übernahm.


Bruttoinlandsprodukt

Das Bruttoinlandsprodukt Rumäniens wuchs 2003 - wie auch im Jahr 2002 - trotz schwieriger Weltwirtschaftslage im Vergleich zu 2002 um 4,9%. Im ersten Quartal 2004 wuchs es sogar um 6,1% bei gleichzeitig sinkender Inflation, damit lag es sogar über den optimistischen Erwartungen der Regierung. Die Industrieproduktion stiegt im ersten Halbjahr 2004 um 4,2 Prozent gegenüber derselben Zeitspanne des Vorjahres, der Einzelhandelsumsatz wuchs im zweistelligen Prozentbereich.


Exportwirtschaft

Wichtigste Säulen des anhaltenden Wachstums sind die Exporte und in der Binnenkonjunktur die Bauwirtschaft. Im Jahr 2003 wurden Waren im Wert von 15,6 Milliarden EURO exportiert. Zuwächse gab es auch in der Industrie, im Bau und im Dienstleistungssektor. Im Jahr 2004 wuchsen die Exporte in der Zeitspanne vom 1.1. bis zum 31.05. um 18,4% gegenüber der Vorjahresperiode. Die wichtigsten Exportmärkte für Rumänien sind Italien und Deutschland.


Beschäftigungentwicklung

Die offizielle Arbeitslosenquote ist im Landesdurchschnitt geringer als in Deutschland, andererseits ist der Standard der sozialen Absicherung erheblich geringer. Betrug die Quote im Jahr 2000 noch 10,5 Prozent, waren es 2004 nur noch 7,0 Prozent. Der Staat schreibt einen gesetzlich Mindestlohn von 69 Euro vor.


Bevölkerung

Die Bevölkerung Rumäniens besteht zu 89,5% aus ethnischen Rumänen, dem einzigen Volk Südosteuropas mit einer romanischen Sprache. Die wichtigste Minderheit sind mit 6,6% die Magyaren (Ungarn), die in vielen Ortschaften der Bezirke Harghita, Mures und Covasna (alle in der Region Siebenbürgen) die Mehrheit stellen. Danach kommt mit 2,5% die Gruppe der Roma.


Kleinere Minderheiten sind die vor allem seit 1989 stark geschrumpfte Gemeinde der Deutschen, besonders in Timis, Sibiu und Brasov, Serben und Kroaten im Banat, Ukrainer und Russen in der Bukowina, Griechen und Türken in der Dobrudscha.


Religiös gehören 87% den Orthodoxen Kirche an. 6.8% bekennen sich zu den protestantischen Kirchen, 5.6% (hauptsächlich Ungarn und Deutsche) zur katholischen. Nur geringe Anteil sind Muslime und religionslose.


Geographie

[Bild extern:] Klimadiagramm Bukarest


Rumänien hat Anteil an der Schwarzmeerküste.


Das Hinterland und das Mündungsdelta der Donau sind sumpfiges Gelände.


Der Landesteil Siebenbürgen im Zentrum und Nordwesten wird von den anderen beiden Landesteilen Walachei und Moldau durch den Bogen der Karpaten abgetrennt.


In Rumänien gliedern sich die Karpaten in die Ostkarpaten (Pietros, 2305 m) und die Südkarpaten (Transsilvanische Alpen) mit dem Moldoveanu, 2544 m, als höchstem Berg Rumäniens. Im Westen befindet sich der Landesteil Banat. Im Osten an der Schwarzmeerküste befindet sich der Landesteil Dobrudscha.


Verwaltungsgliederung

Hauptartikel: Liste der Bezirke in Rumänien


Derzeit ist Rumänien in 41 Bezirke ("judeţ", Pl.: "judeţe") und eine Stadt (Bukarest) unterteilt. Diese Verwaltungsgliederung wurde im 19. Jahrhundert nach dem Vorbild der französischen Départements vorgenommen. Die Kommunistische Partei änderte sie in das sowjetische Modell, man kehrte aber 1968 zu dem gegenwärtigen System zurück. 1981 wurden die Bezirke Ilfov und Ialomiţa in die Bezirke Giurgiu, Călăraşi, Ialomiţa and Ilfov neuorganisiert. Bis 1995 war Ilfov kein selbständiger Bezirk, sondern von Bukarest abhängig. Eine neue Einteilung des Landes in Regionen wird im Zuge der Vorbereitung auf eine EU-Mitgliedschaft diskutiert, ist aber nicht vor 2005 zu erwarten.


Siehe auch



Weblinks



Europa  |  Staaten der Welt  |  Portal Südosteuropa/Rumänien

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